Государственное бюджетное профессиональное
образовательное учреждение Московской области
«Сергиево- Посадский колледж»
BAUWESEN
Тексты с упражнениями
Учебно- методическое пособие
По немецкому языку
для студентов строительных специальностей
Преподаватель немецкого языка
Ефименко Н.А.
Первая часть пособия включает аутентичные и учебные
тексты строительной направленности, сопровождаемые
грамматическими, лексическими и коммуникативными
упражнениями.
Дополнительные тексты второй части пособия рассчитаны на
самостоятельную работу студентов при последующем контроле со
стороны преподавателя.
Inhaltsverzeichnis
Teil 1.
Die Eigenschaften der Baustoffe und die Teile des Gebäudes.................... 5
Text № 1. Über Baustoffe im Bauwesen .................................................................... 5
Text № 2. Die Vielfalt der Baustoffe........................................................................... 9
Text № 3. Die wichtigsten Bindemittel ...................................................................... 13
Text № 4. Zuschlagstoffe ............................................................................................ 16
Text №5. Baumetalle ................................................................................................... 19
Text №6. Vorteile und Nachteile des Holzes.............................................................. 22
Text №7. Plaste............................................................................................................. 24
Text №8. Unbegrenzte Anwendungsgebiete des Glases............................................ 27
Text №9. Behutsame Betoninstandsetzung (Teil I)................................................... 30
Text №10. Behutsame Betoninstandsetzung (Teil II). Typische Schadensbilder....33
Text №11. Zerstörerisches Geflecht (Teil I) .............................................................. 35
Text №12. Zerstörerisches Geflecht (Teil II). Sanierung.......................................... 37
Text №13. Die Teile eines Gebäudes........................................................................... 40
Text №14. Pfahlgründungen und ihre Tragwirkung ............................................... 43
Text №15. Allgemeine Anforderungen und Qualitätsprüfung der Pfähle ............. 45
Text №16. Entwicklung der Dachkonstruktionen und Dachformen....................... 47
Text №17. Entwicklung der Dachdeckungen ............................................................ 52
Text № 18. Wände ....................................................................................................... 55
Text № 19. Außenwände ............................................................................................. 58
Text № 20. Anforderungen an die Gebäude.............................................................. 60
Teil 2. Texte zum Referieren und zur selbständigen Arbeit..................................... 65
Text № 1. Bindemittel.................................................................................................. 65
Text № 2. Gips im Bauwesen ..................................................................................... 66
Text № 3. Beton ........................................................................................................... 67
Text № 4. Fertigbauteile aus Beton ............................................................................ 69
Text № 5. Stahlbeton ................................................................................................... 70
Text № 6. Plasteinsatz im Bauwesen .......................................................................... 71
Text № 7. Außenwandplatten und Innenwandplatten ............................................ 72
Text № 8. Geschoßsdecken.......................................................................................... 74
Text № 9. Montagebauweisen ..................................................................................... 75
Text № 10. Häuser aus großen Fertigteilen............................................................... 76
Text № 11. Die Baustelle.............................................................................................. 77
Text № 12. Eine neue Bibliothek für Humboldt-Universität.................................... 78
Text № 13. Auch Beton braucht Schutz .................................................................... 80
Text № 14. Flächentragwerke aus Holz und Beton (Teil I) ..................................... 80
Text № 15. Flächentragwerke aus Holz und Beton (Teil II)
Architekturtendenzen und Stand der Technik.......................................................... 81
Text № 16. Neuer Deckmantel ................................................................................... 83
Text № 17. Unbelüftete Blecheindeckungen ............................................................. 84
Text № 18. Windlast-Einwirkungen auf hinter lüftete
Merken Sie sich folgende Vokabeln.
die Höhle, =, -n пещера
der Vorplatz, -plätze крыльцо
das Zelt, -(e)s, -e палатка, шатёр
der Steinrost, -es, -e решётка, стеллаж из камней
meistern овладевать, осваивать; справляться
der Stahldraht, -draehte стальная проволока
der Zementbrei цементное тесто
einfügen вставлять, вкладывать
die Vorfertigung, -en заводское изготовление
die Anfertigung, -en изготовление, производство
die Schalldämmung, -en звукоизоляция
Über Baustoffe im Bauwesen
Die Geschichte des Bauwesens reicht in die alten Zeiten zurück. Die
Frühgeschichtsforschung zeigte, dass der Mensch der späten Eiszeit durchaus
kein Höhlenbewohner mehr war, ja dass er bereits über vielfältige Bautechnik und
Baumaterialien verfügte.
Soweit er Höhlen benutzte, waren diese nur noch ein Teil seiner Wohnanlage und
oft mit einem gepflasterten und sicherlich auch überdeckten terrassenartigen . Vorplatz
verbunden. Neben kleinen Zelten der Jaeger gelang es der Forschung, bis zu 40
Quadratmeter große, auf Steinrosten errichtete Wohnzelte nachzuweisen. Außer diesen
Zelten gab es eine Vielzahl von Holzbauten. Dazu gehören Wohngruben, deren Wände
und Fussböden mit Holz verkleidet waren.
Noch am Anfang seiner Entwicklung hat der Mensch erlernt, den
Naturstein zu meistern. Allmählich lernte der Mensch nicht nur Steinblöcke und
Holz zu verwenden, sondern auch Kunststeine herzustellen.
Die Verwendung der Natursteine ist um Jahrtausende älter als die der
gebrannten Ziegel, von denen Funde bereits aus der Zeit des ersten Königs der
Sumerer (um 3000 v.u.Z.) bekannt sind. Im Niltal herrschte die rechteckige, in
Alt-Babylonien, dem Iran und anderen asiatischen Gebieten die quadratische
Ziegelform vor. Auch in Ägypten sind zu Beginn des 3. Jahrtausends v.u.Z. fuer
die Errichtung der Pyramiden neben dem Naturstein auch luftgetrocknete
Nilschlammziegel verwendet worden. Eines der ältesten Baudenkmäler dieser Art ist
das Menes-Grab.
Zu allen Zeiten wurden die Wohnhäuser aus ungebrannten oder
gebrannten Steinen erbaut.
Nach vielen Jahrtausenden, schon in der Neuzeit, hatte die
Unzufriedenheit über die begrenzten Wirkungsmöglichkeiten der traditionellen
Baustoffe Stein, Mörtel und Holz dazu geführt, dass die Architekten zu
Ersatzmitteln griffen. Aber nicht Architekten, sondern Ingenieure wie Joseph
Paxten (Kristallpalast bei London, 1851 bis 1854) und Gustave Eiffel (Eiffelturm
in Paris, 1889) schufen die ersten großen Bauten aus Glas und Stahl. Der Erfinder
des Stahlbetons, Monier, war Gaertner.
Mit der industriellen Revolution kommt eine beschleunigte Entwicklung
der Technik. Die Methoden der industriellen Produktion dringen immer rascher
und von allen Seiten ein: großartige Konstruktionen aus Eisen oder Stahlbeton,
die komplizierten Lüftungssysteme und die Glühlampenbeleuchtung. Eine
Konstruktion aus getrocknetem Zementbrei und Stahldraht, der nach einem
bestimmten Schema eingefügt wird, verträgt eine ungeahnte Belastung.
Industrielle Methoden dringen zuerst in die Erzeugung einzelner Bauteile ein.
Zwei Wege haben sich herausgebildet, die es dem Bauwesen ermöglichen,
den Boden der handwerklichen Erzeugung zu verlassen. Der eine ist
größtmögliche Mechanisierung der Arbeit auf der Baustelle. Der zweite Weg hat das
Ziel, einen möglichst großen Teil der Arbeit den Vorfertigungsanlagen zu überlassen,
dort serienweise Grossbauelemente herzustellen und sie auf der
Baustelle zu montieren. Das ist der Weg der Industrialisierung des Bauwesens,
der Weg der Vorfertigung, der Weg der Herstellung großer Bauteile, ob es nun
Grossblöcke, große Träger oder Raumelemente sind.
Da kommt nun die Zeit der neuen Rohstoffe. Das Bauwesen fordert die
Chemiker auf. Man erfindet Baustoffe, die bei der Anfertigung von Grossblöcken
und GroЯplatten den Beton ersetzen koennen, Baustoffe, die leicht und billig sind.
Die Baustoffe haben gute Wärme- und Schalldämmung aufzuweisen. Die
ästhetische Seite ist auch nicht zu vergessen: neue Oberflächen, Farbenreichtum
und neue Details.
Erläuterungen zum Text
das Niltal долина реки Нил
der Schwamm, -(e)s, Schwämme ил, тина
die Sumerer – шумеры, древнейший народ, обитавший в
южном Двуречье в 4-2 тыс. до н.э. и создавший государство Шумер
Joseph Paxten – Джозеф Пэкстон, английский инженер,
автор проекта Хрустального дворца
Gustave Eiffel – Гюстав Эйфель, французский инженер,
строитель мостов и других инженерных сооружений (в том числе и Эйфелевой
башни) Josef Monier – Жозеф Монье, французский садовник, изобретатель
железобетона.
Übungen zum Text:
I. Beantworten Sie die Fragen zum Text!
1. Was zeigte, dass der Mensch der Eiszeit über vielfältige Bautechnik und
Baumaterialien verfügte?
2. Wann, in welcher Form und für welche Bauwerke begann der Mensch den
gebrannten Ziegel zu verwenden?
3. Wer schuf die ersten großen Bauten aus Glas und Stahl?
4. Was Neues gab die industrielle Revolution dem Bauwesen?
5. Welche Wege haben sich herausgebildet?
6. Wie sollen die Baustoffe sein?
II. Ergänzen Sie folgende Minidialoge!
A. Wie alt ist die Geschichte des Bauwesens?
B. … … … .
A. Verfügte der Mensch der späten Eisenzeit über Bautechnik und Baustoffe?
B. … … … .
A. Wozu hat die Unzufriedenheit der Architekten über die begrenzten
Möglichkeiten der traditionellen Baustoffe gebracht?
B. … … … .
A. Wann wurden die ersten großen Bauten aus Glass und Stahl gebaut?
B. … … … .
A…. … … ?
B. Den Stahlbeton hat Monier erfunden.
A. Womit ist die beschleunigte Entwicklung der Technik verbunden?
B. … … … .
A. Wohin dringen die Methoden der industriellen Produktion ein?
B. … … … .
A. … … …?
B. Der erste Weg ist die größtmögliche Mechanisierung der Arbeit auf der
Baustelle, der zweite - die Vorfertigung großer Bauteile.
Wiederholung der Grammatik!
III. Lesen Sie noch einmal die im Text unterstrichenen Sätze! Begründen Sie den
Gebrauch des Partikels zu vor dem Infinitiv!
IV. Bilden Sie Steigerungsstufen von den folgenden Adjektiven:
rasch, alt, klein, kompliziert, vielfältig, groß, neu, leicht, billig.
Vergleichen Sie die Bedeutung von folgenden Verben! Welche Rolle spielen die
Präfixe? Merken Sie sich diese Verben! Sie helfen Ihnen bei der Arbeit mit den
Fachtexten.
abbauen - 1.добывать , 2.снижать, уменьшать , 3.разбирать, демонтировать ,
4.упразднять
anbauen - 1.возделывать, выращивать , 2.пристраивать, приделывать
aufbauen - строить, сооружать, создавать, восстанавливать
ausbauen -1.снимать, разбирать , 2.строить, расширять, достраивать,
3.отделывать
bebauen - застраивать
erbauen -1.книжн. Строить, 2.перен. строить, основать
nachbauen - строить (изготовлять) по готовому образцу
unterbauen -1.подводить фундамент , 2.перен. подпирать
umbauen -1.перестраивать , 2.окружать (постройками)
verbauen -1.плохо (неправильно) (вы)- строить, 2.загородить (строениями)
vorbauen - (D) построить (что-л. перед чем-л.), пристроить
Wählen Sie die russischen Äquivalente.
1. der Bauentwurf a. объём строительных работ
2. der Bauführer b. подрядный договор
3. der Bauablauf c. строительное дело, строительство
4. die Baugenehmigung d. строительный проект
5. der Bauherr e. разрешение на строительство
6. der Bausand f. прораб
7. die Baugrube g. ход строительства
8. der Baukostenanschlag h. строительная плита, панель
9. die Bauparzelle i. затраты на строительство
10. der Bauvertrag j. гравий
11. die Bauplatte k. строительный участок
12. das Bauvolumen l. смета на строительство
13. der Bauaufwand m. котлован
14. das Bauwesen n. строительные работы
o. заказчик строительных работ, застройщик
Text № 2
Merken Sie sich folgende Vokabeln.
Der Kalk,-e известь
Der Lehm,-e глина
das Mauerwerk, -e каменная, кирпичная кладка
die Ziegelei, =, -en кирпичный завод
der Hohlziegel, -s, = пустотелый кирпич
der Lochziegel, -s, = дырчатый, пустотелый кирпич
der Mörtel,= строительный раствор
das Gewölbe, = свод
der Pfeiler,= опора
das Gesims,-e карниз
zum Vermauern для кладки (кирпичной)
verputzen штукатурить
der Kies,-e гравий
der Schotter, = щебень
die Bewehrung, -en арматура
Die Vielfalt der Baustoffe
Zur Errichtung eines Gebäudes braucht man verschiedene Baustoffe. Die
wichtigsten Baustoffe sind Ziegel, Beton, Eisenbeton (Stahlbeton), Holz, Zement,
Kalk, Glas und andere. Jeder Baustoff hat verschiedene Aufgaben im Bauwerk zu
erfüllen.
Holz dient schon lange dem Menschen als ausgezeichnetes Baumaterial. Bis jetzt
werden die Fensterrahmen, Fussböden, Türen aus Holz hergestellt.
Eines der ältesten Baustoffe, der Ziegel findet im Bauwesen eine verbreitete
Anwendung. Der Ziegel ist ein künstlich hergestellter Baustein. Er wird aus Lehm oder
Kalk mit Quarzsand geformt. Die Ziegel dienen zur Herstellung
von Mauerwerk. Die Ziegeleien liefern für den Bau folgende Ziegelarten:
Vollziegel, Hohlziegel und Lochziegel. Aus Ziegeln werden noch heute viele
Bauwerke errichtet. Aus Ziegeln, die in Mörtel verlegt sind, koennen Mauern,
Wände, Gewölbe, Pfeiler, Schornsteine und Gesimse hergestellt werden.
Mörtel ist eine Mischung von Sand, hydraulischen und nichthydraulischen
Bindemitteln und Wasser. Zum Vermauern von Ziegeln und Steinen soll der
Mauermörtel verwendet werden, zum Verputzen von Innenwänden und Decken
aber – der Putzmörtel.
Bindemittel sind ein wesentlicher Bestandteil nicht nur des Mörtels,
sondern auch des Betons. Sie haben die Aufgabe, die Körner der Zuschlagstoffe
fest miteinander zu verbinden. Zu den nichthydraulischen Bindemitteln gehoeren
solche, wie z.B. Luftkalk, Gips, Anhydrit. Zu den hydraulischen z.B. Zemente,
Wasser, Kalke u.a. Zemente haben besonders hohe Festigkeiten.
Von großer Bedeutung sind die wichtigsten Baustoffe unserer Zeit Beton
und Stahlbeton. Beton ist ein Gemisch aus Zement als Bindemittel, Wasser und
Zuschlagstoffen von feiner Körnung, wie Sand und grober Körnung wie Kies,
Schotter u.a. Stahlbeton ist ein bewehrter Beton. Als Bewehrung im Beton werden
Stahlstäbe verwendet. Man gebraucht Stähle verschiedener Güte und
verschiedenen Durchschnitts. Der Beton nimmt dabei die Druckspannungen, der
Stahl – die Zugspannungen auf. Zur Herstellung von Fundamenten, Wand- und
Deckenplatten, Säulen, Balken usw. lässt sich der Beton sowie Stahlbeton
gebrauchen. Aus Beton und Stahlbeton werden auch die Fertigteile für den
Montagebau angefertigt.
Metalle haben im Bauwesen von jeher eine große Rolle gespielt, und zwar
vorwiegend in Form von Legierungen. Eisen und Stahl verwendet man meist für
tragende Bauteile (z.B. profilierte Träger), für Verbindungsmittel und für
Installationen (Gas, Wasser, Zentralheizung).
Glas wird heute als Bau- und Schmuckelement verwendet. Daraus werden
vielfarbige hohe Glasblöcke für Aussen- und Innenwände hergestellt, sie sind sehr
feuerfest und je nach Färbung, lichtdurchlässig. Aus Glas als Rohstoff werden
Glasfasern zur Isolation von Fussböden hergestellt.
Der neueste Werkstoff im Bauwesen ist der Plast. Er ist ein Erzeugnis der
chemischen Industrie. Hauptsächlich werden die Plaste als Ausbau- und
Ausstattungsmaterial gebraucht. Die Plaste lassen sich auch als tragende
Konstruktionen verwenden.
Übungen zum Text:
I. Ergänzen Sie die Sätze!
1. … benutzt man zur Herstellung des Mauerwerks.
2. Die Bestandteile des Mörtels sind … .
3. Das Bindemittel hat die Aufgabe, … zu verbinden.
4. Zu den Bindemitteln gehören … .
5. Beton ist eine Mischung aus … .
6. Stahlbeton ist … .
7. Metalle haben im Bauwesen in Form … eine große Rolle gespielt.
8. Eisen und Stahl verwendet man für … .
9. Aus Glas werden … hergestellt.
II. Übersetzen Sie ins Deutsche!
Раствор, вяжущее, кирпичная кладка, смесь, служить, щебень, отделочный
материал, арматура, давление, известь, связывать (соединять),
растягивающее напряжение, железобетон, гравий, прочность.
III. Erzählen Sie über die wichtigsten Baustoffe mit Hilfe der folgenden Fragen!
1. Welche Baustoffe braucht man zur Errichtung eines Gebäudes?
2. Was wird aus Holz hergestellt?
3. Woraus wird der Ziegel erzeugt?
4. Welche Arten der Ziegel kennen Sie?
5. Wozu dient der Ziegel?
6. Was verstehen Sie unter dem Begriff «der Mörtel»?
7. Welche Aufgaben haben die Bindemittel?
8. Wodurch unterscheiden sich zwei Gruppen der Bindemittel?
9. Auf welche Weise wird der Beton hergestellt?
10. Welche Rolle spielen heute Beton und Stahlbeton als Baustoffe?
11. Wo werden Beton und Stahlbeton verwendet?
12. Welche Anwendung haben die Metalle im Bauwesen?
13. Gebraucht man das Glas als Baustoff heute oft?
14. Wo verwendet man die Plaste im Bauwesen?
Wiederholung der Grammatik!
IV. Schreiben Sie aus dem Text die Sätze mit dem Verb sich lassen aus! übersetzen
Sie diese Sätze schriftlich ins Russische!
V. Bilden Sie aus folgenden Wörtern Sätze im Präsens und im Präteritum!
1. Stahlstäbe, sich lassen, als Bewehrung, verwenden;
2. Stahlbeton, zur Herstellung von Fundamenten, sich lassen, gebrauchen;
3. sich lassen, Mörtel, zum Vermauern von Ziegeln und Steinen, benutzen;
4. als Zuschlagstoffe, natürliche und künstliche Stoffe in körniger Form, sich
lassen, anwenden;
5. verschiedene Baustoffe, verwenden, sich lassen, zur Errichtung eines
Gebäudes.
Text № 3
I. Bereichern Sie Ihren Wortschatz!
das Bindemittel, -s, - вяжущее средство
stammen vi происходить
der Bruchstein -s, -e карьерный камень, бутовый камень
der Hüttenzement -(e)s, -e шлакопортландцемент
der Ton, -s, Töne глина
der Tonerdeschmelzzement -(e)s глиноземистый плавленый цемент
der Quellzement -(e)s, -e расширяющийся цемент
der Erzzement -(e)s, -e рудный цемент
der Ölschieferzement -(e)s, -e цемент с добавлением золы горючих сланцев
der Grundbau, -(e)s, -ten фундаментостроение
II. Finden Sie die deutschen und die russischen Äquivalente!
unterscheiden происходить
verwenden знать
stammen различать
vorwiegend применять
kennen преимущественно
je nach... употребительный
unterschiedlich доля (часть)
der Anteil влияние
gebräuchlich основной признак
zulassen в зависимости
der Einfluss содержание извести
das Hauptmerkmal составлять
der Kalkgehalt состоять
enthalten содержать
bestehen допускать
betragen различный
Die wichtigsten Bindemittel
Zemente sind hydraulische Bindemittel mit besonders hohen Festigkeiten. Der
Name Zement stammt vom lateinischen „caementum"
(Bruchstein).
Zemente werden vorwiegend für die Herstellung von Beton und
Stahlbeton verwendet. Sie haben von allen Bindemitteln die größte Bedeutung
für die Bauindustrie.
Für Zemente sind kalkhaltige Rohstoffe mit einem hohen Anteil an
Hydraulefaktoren geeignet. Diese Rohstoffe sind Kalkstein und Ton, Tonmergel
sowie Hochofenschlacken. Alle Rohstoffe für die Zementherstellung muessen gebrannt
werden. Nebenprodukte der chemischen Industrie (überwiegend
Schlacken) sind bereits gebrannt.
Je nach der Zusammensetzung der Rohstoffe sowie deren Aufbereitung kennen
wir mehrere Zementarten mit teilweise unterschiedlichen Eigenschaften. Grundsätzlich
unterscheidet man zwischen: Portlandzementen, Hüttenzementen, Sonderzementen. Die
am meisten verwendeten Zemente sind Portlandzement,
Eisenportlandzement und Hochofenschlackenzement; weniger gebräuchlich
sind einige Sonderzemente wie Tonerdeschmelzzement, Quellzement,
Erzzement, Ölschieferzement. Die einzelnen Zementarten unterscheiden
sich mehr oder weniger voneinander. Die Hauptmerkmale sind:
Zusammensetzung, Festigkeit, Mischbarkeit mit anderen Bindemitteln,
Verhalten gegen chemische Einflüsse, Verarbeitung, Erhärtungstemperatur,
Raum Beständigkeit und Preis.
Der Portlandzement wird überwiegend für sehr druckfesten, stahl-
bewehrten Beton verwendet. Er ist sehr kalkreich und daher sehr empfindlich
gegen chemische Einflüsse, vor allem gegen Säuren. Er wird deshalb auch
nicht für Betonbauten in Mooren und Meerwasser, d.h. bei chemisch
angreifenden (aggressiven) Wässern, benutzt, weil er ein freies
Kalziumhydrooxid enthält, das ausgespült wird. Eisenportlandzement und
Hochofenzement sind für Stahlbeton zugelassen. Der Kalkgehalt ist niedriger
als beim Portlandzement. Deshalb sind sie gegen chemische Einflüsse
weniger empfindlich. Sonderzemente werden vorwiegend im Wasserbau,
Grundbau verwendet.
Übungen zum Text :
I. Antworten Sie auf die Fragen!
1. Was ist für die Zemente kennzeichnend?
2. Wo werden Zemente verwendet?
3. Aus welchen Rohstoffen werden Zemente hergestellt?
4. Welche Zementarten kennen Sie?
5. Wovon hängen die Eigenschaften der Zemente ab?
6. Durch welche Merkmale unterscheiden sich die Zementarten voneinander?
7. Welche wesentlichen Eigenschaften hat der Portlandzement?
8. Was ist für Eisenportlandzement und Hochofenzement charakteristisch?
9. Wo werden Sonderzemente verwendet?
II. Finden Sie die Sätze, die dem Inhalt des Textes entsprechen:
1. Zemente werden vorwiegend für die Herstellung von Beton und Stahlbeton
verwendet.
2. Für Zemente sind kieshaltige Rohstoffe geeignet.
3. Die Rohstoffe für die Zementherstellung sind Ton, Tonmergel, Steinschlag.
4. Einige Rohstoffe für die Zementherstellung muessen gebrannt werden.
5. Die am meisten verwendeten Zemente sind Sonderzemente.
6. Die einzelnen Zementarten unterscheiden sich voneinander durch
Zusammensetzung, Festigkeit, Mischbarkeit, Verhalten gegen chemische
Einflüsse, Verarbeitung, Erhärtungstemperatur und Preis.
III. Sehen Sie sich den folgen Plan des Textes an. Schreiben Sie einige
Stichwörter zu jedem Punkt des Plans aus.
1. Die Stammung des Namens Zement.
2. Die Verwendung der Zemente.
3. Die Rohstoffe für die Zementherstellung.
4. Zementarten.
5. Die wesentlichen Hauptmerkmale der Zementarten.
6. Portlandzement und seine Eigenschaften.
7. Eisenportlandzement und Hochofenschlackenzement.
8. Sonderzemente.
IV. Geben Sie den Inhalt des Textes nach dem Plan wieder.
V. Fassen Sie kurz den Inhalt des Textes mit eigenen Wörtern!
VI. Übersetzen Sie folgende Wortgruppen:
mischen — die Mischung, der Mischer, das Gemisch, die Mischbarkeit,
mischbar, gemischt;
arbeiten — verarbeiten, die Verarbeitung, bearbeiten, die Bearbeitung,
erarbeiten, ausarbeiten, zusammenarbeiten, die Zusammenarbeit;
der Zement — der Portlandzement, der Eisenportlandzement, der
Hochofenschlackenzement, der Sonderzement der Tonerdeschmelzzement, der
Quellzement, der Erzzement, der Ölschieferzement.
Merken Sie sich folgende Vokabeln.
der Zuschlagstoff -(e)s, -e заполнитель
das Zusatzmittel -s, = добавка, примесь
das Steinholz -es, -er ксилолит
der Hüttenbims -es, -e термозит
die Rohdichte, -, -en объёмный вес
der Porensinter -s, - керамзит
verkitten vt замазывать
II. Finden Sie die deutschen und russischen Äquivalente:
der Zuschlagstoff зерно, гранула
der Schotter заполнитель
der Hüttenbims раствор
der Steinschlag структура
das Korn щебень, галька
die Korngröße щебень, каменный бой
die Kornzusammensetzung крупность зерен, зернистость
der Füllstoff гранулометрический состав
der Mörtel наполнитель
die Haftfähigkeit сцепляемость
die Holzspanplatte древесностружечная плита
die Raumbeständigkeit плотность
das Gefüge теплопроводность
die Dichte постоянство объема
die Wärmeleitung термозит
Zuschlagstoffe
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Industrialisierung des Bauwesens
ist die Steigerung der Betonproduktion. Dazu muessen aber neben Zement auch
genügende Mengen von Zuschlagstoffen vorhanden sein.
Der Bedarf an Kies, Schotter und Splitt wäschst ständig. Leichte Zuschlagstoffe, wie
Porensplitt, Hüttenbims, Aschensinter u. a. werden für die massenweise Erzeugung
leichter großformatiger und dünnwandiger Bauelemente benötigt.
Die Zuschlagstoffe muessen für die Beton- und Mörtelherstellung geeignet
sein, d. h. sie muessen die jeweils an sie gestellten Anforderungen erfüllen. Nach
der Art der Gewinnung unterscheiden wir natürliche und künstliche
Zuschlagstoffe.
Von wesentlichem Einfluss für ihre Verwendungsfähigkeit sind die
Korngroßenverteilung (Kornzusammensetzung) und Anteil der schädlichen
Beimengungen.
Wir unterscheiden zwischen Zusatzstoffen, Füllstoffen und
Zuschlagstoffen.
Zusatzstoffe (Zusatzmittel) sind chemisch wirksame Stoffe, die am
Erhärtungsvorgang des Bindemittels beteiligt sind oder ihm besondere
Eigenschaften verleihen. Füllstoffe sind mineralische und organische Stoffe, die
dem Mörtel für Sonderzwecke beigegeben werden, z.B. bei der Herstellung
von Steinholz und Holzspanplatten.
Man unterscheidet natürliche Zuschlagstoffe (Füller, Sand, Kies,
Grobkies), natürliche gebrochene Zuschlagstoffe (Füller, Brechsand, Splitt,
Schotter), künstliche schwere Zuschlagstoffe (Klinkerbruch) und künstliche
leichte Zuschlagstoffe (Hüttenbims, Porensinter, Ziegelsplitt).
An Zuschlagstoffe werden folgende Anforderungen gestellt: das sind
Druckfestigkeit, Raumbeständigkeit, Haftfestigkeit, Wärmeleitung und Dichte.
Druckfestigkeit — die Eigenfestigkeit der Zuschlagstoffe muss mindestens so
groß sein, wie sie auch vom Beton oder Mörtel gefordert wird.
Raumbeständigkeit — die Zuschlagstoffe bei Wasseraufnahme oder -abgabe
raumbeständig bleiben, damit sie keine Risse verursachen oder das Gefüge
sprengen (z.B. Frost). Haftfestigkeit — die einzelnen Körner der Zuschlagstoffe
werden durch Bindemittel miteinander verkittet. Je rauer die Oberfläche ist,
desto besser ist sie dazu geeignet. Wärmeleitung und Dichte — vor allem bei
den Baustoffen des Hochbaus (Außenwände und Decken) darf eine bestimmte
Wärmeleitfähigkeit nicht überschritten werden, um die Wanddicken möglichst
klein zu halten. Sehr geeignet sind leichte Zuschlagstoffe mit niedriger Rohdichte;
dadurch wird die Masse der Bauteile ebenfalls kleiner; allerdings sinkt damit
auch die Druckfestigkeit.
Übungen zum Text:
I. Beantworten Sie die Fragen zum Text!
1. Welche Zuschlagstoffe kennen Sie?
2. Ist der Bedarf an Kies, Schotter und Splitt groß?
3. Wofür werden leichte Zuschlagstoffe, wie Porensplitt, Hüttenbims,
Aschensinter benötigt?
4. Wofür muessen die Zuschlagstoffe geeignet sein?
5. Welche Zuschlagstoffe unterscheidet man nach der Art der Gewinnung?
6. Was ist für ihre Verwendungsfähigkeit von wesentlichem Einfluss?
7. Welche Zuschlagstoffenarten unterscheidet man?
8. Welche Stoffe gehören zu den Zusatzstoffen und Füllstoffen?
9. Welche Anforderungen werden an Zuschlagstoffe gestellt?
II. Ergänzen Sie die Sätze. Gebrauchen Sie die Wörter, die unten in den
Klammern stehen:
1. ... sind chemisch wirksame Stoffe. 2. Zusatzstoffe sind am ... des
Bindemittels beteiligt oder verleihen ihm besondere ... . 3. ... sind
mineralische und organische Stoffe. 4. Füllstoffe werden für ... beigegeben,
z.B. bei der Herstellung von ... und ... . 5. Man unterscheidet ... und ...
Zuschlagstoffe. 6. Wichtige Eigenschaften der Zuschlagstoffe sind: ... und das
Fehlen von ... . 7. Zu den natürlichen Zuschlagstoffen gehören: ... . 8.
Natürliche gebrochene Zuschlagstoffe sind: ... . 9. ... bezeichnet man als
künstliche Zuschlagstoffe.
(Erhärtungsvorgang; Zusatzstoffe (Zusatzmittel); natürliche, künstliche;
Eigenschaften; Füllstoffe; Sonderzwecke; Steinholz, Holzspanplatten;
Sand, Kies; Grobkies, Splitt, Schotter; Klinkerbruch, Hüttenbims,
Porensinter, Ziegelsplitt, Eigenfestigkeit, Porigkeit.)
III. Bestimmen Sie die Bedeutung der fettgedruckten Wörter nach dem Kontext:
1. Der Bedarf an Zuschlagstoffen (Kies, Schotter, Splitt) wächst ständig. 2.
Schotter sind gebrochene natürliche Zuschlagstoffe mit Kerngrößen
zwischen 25 und 80 mm. 3. Als Splitt bezeichnet man die gebrochenen
Zuschlagstoffe mit Kerngrößen zwischen 2 und 25 mm. 4. Das verbreitest
Bindemittel ist Zement. 5. Die Qualität der Zuschlagstoffe, ihre Form und
die Kornzusammensetzung haben auf die Festigkeit des Betons großen
Einfluss. 6. Für die Herstellung des Betons verwendet man schwere und
leichte Zuschlagstoffe. 7. Die Zuschlagstoffe sollen in ihrer
Zusammensetzung möglichst wenig Hohlräume, d.h. möglichst kleines
Porenvolumen haben. 8. Die Zuschlagstoffe bilden auch im Beton wie im
Mörtel das tragende mineralische Gerüst.
IV. Betiteln Sie jeden Absatz des Textes!
V. Finden Sie ein Kuckucksei!
1. Holz, Kies, Splitt, Schotter.
2. Porensplitt, Klinkerbruch, Hüttenbims, Aschensinter.
3. Dichte, Druckfestigkeit, Durchsichtigkeit, Wärmeleitung.
4. Zusatzstoffe, Füllstoffe , Zuschlagstoffe, Lehrstoffe.
5. Füller, Sand, Grobkies, Glas.
Text № 5
I. Bereichern Sie Ihren Wortschatz!
die Niete, =, -n заклепка
der Querschnitt, -s, -e поперечное сечение
die Kaltbiegsamkeit сгибаемость в холодном состоянии
die Warmbiegsamkeit сгибаемость в теплом состоянии
schubfest прочный на сдвиг
die Fließfertigung, =, -en поточное производство
II. Bilden Sie Substantive von folgenden Verben und merken Sie sich. Arbeiten
Sie mit dem Wörterbuch:
Erzeugen, verwenden, fertigen, beruecksichtigen, einsetzen, wählen,
entwickeln, verbinden, gestalten, ausrüsten, ausstatten, erhalten, tragen,
schweißen, nieten, ausführen, rekonstruieren, schrauben, bauen,
beanspruchen, erlauben, aufwenden.
III. Teilen Sie die Eigenschaften der Metalle in zwei Gruppen ein:
Die Korrosionsempfindlichkeit, die Warmbiegsamkeit, die
Kaltbiegsamkeit, leichte Bearbeitungsmöglichkeit, die Zugfestigkeit, ein-
fache Verstärkungs- und Umbaumöglichkeit, die Wiederverwendbarkeit,
die Eignung zur schubfesten Verbindung mit Betonbauteilen, geringer
Feuerwiederstand.
IV. Welches Wort passt nicht und warum?
Die Schraube, die Niete, der Nagel, der Zaun;
Die Zentralheizung, das Gas, die Werkstätte, das Wasser;
Der Stahl, das Kupfer, das Blei, das Aluminium;
Die Innenwand, der Grundriss, die Außenwand, die Trennwand;
Die Heizung, die Gasleitung, die Rohleitung, die Wasserleitung;
Die Wohnbauten, die Industriebauten, die Gebäudeausrüstung, die
Gesellschaftsbauten.
Baumetalle
Metalle haben im Bauwesen von jeher eine große Rolle gespielt, und zwar vorwiegend
in Form von Legierungen. Eisen und Stahl verwendet man meist für
tragende Bauteile (z.B. profilierte Träger), für Verbindungsmittel (Nägel, Schrauben,
Niete) und für Installationen (Gas, Wasser, Zentralheizung). Besonders wichtig ist der
Stahl für den Stahlbeton geworden.
Der moderne Stahlbau ist gekennzeichnet durch:
• weitgehende Verwendung hochwertiger Stähle,
• Einsatz mechanisierter bzw. teilautomatisierter Fertigungsmethoden und
Montageverfahren,
• Weiterentwicklung der Verbindungstechnik,
• Anwendung besonders günstiger Tragsysteme,
• Wahl der Querschnitte und Ausbildung der Tragelemente unter Berücksichtigung
statisch-konstruktiver und technologischmontagetechnischer Gesichtspunkte.
Als besondere Vorteile der Stahlbauweise sind anzuführen:
• eindeutig in Standards festgelegte und vom Stahlwerk gewährleistete
Güteeigenschaften für jede Stahlmarke,
• hohe mechanische Festigkeiten für alle Beanspruchungsarten, geringe Eigenlasten,
kleine Gründungen, niedrige Bauhöhen, schlanke Querschnittabmessungen,
• weitgehende Ausnutzung der Werkstoffeigenschaften,
• gute Warm- und Kaltbiegsamkeit, leichte Bearbeitungsmöglichkeiten, standardisierte
Konstruktionselemente, freizügige architektonische Gestaltung,
• feste und lösbare Verbindungsmittel, einfache Verstärkungs- und Umbaumöglichkeit,
Wiederverwendbarkeit der Konstruktionsteile,
• günstige Fertigungsbedingungen in Werkstätten unter Einhaltung großer Genauigkeit,
z. B. auf Taktstraßen in Fließfertigung,
• rasche und maßgenaue Montage auf der Baustelle mit geringsten Gerüst aufwand,
• Eignung zur schubfesten Verbindung mit Betonbauteilen.
Als Nachteile müssen Korrosionsempfindlichkeit des Baustahles und geringe
Feuerwiederstandsdauer genannt werden. Unter den Nichteisenmetallen spielt das
Leichtmetall Aluminium heute eine große Rolle, z.B. als Aluminiumbahnen bei
flachgeneigten Dächern, als Aluminiumpaneele bei leichten Vorhangfassaden und als
Aluminiumrohre im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung. Die wertvolleren
Nichteisenmetalle Kupfer, Blei, Zink werden im allgemeinen durch Plaste oder
Aluminium ersetzt; nur bei der Rekonstruktion und Werterhaltung denkmalswerter
Bauten werden diese Metalle noch in größerem Umfang verwendet.
Übungen zum Text :
I. Beantworten Sie folgende Fragen:
1. Wofür verwendet man Eisen und Stahl?
2. Nennen Sie den wichtigsten Anwendungsbereich des Stahls?
3. Wodurch ist der moderne Stahlbau gekennzeichnet?
4. Zählen Sie die besonderen Vorteile der Stahlbauweise auf!
5. Welche Nachteile der Stahlbauweise kennen Sie?
6. Wo wird Aluminium im Bauwesen verwendet?
7. Wodurch werden die wertvollen Nichteisenmetalle ersetzt?
8. Wo werden die Nichteisenmetalle Kupfer, Blei, Zink verwendet?
II. Bilden Sie Dialoge! Gebrauchen Sie die Stichwörter!
A. (Eisen, Stahl, verwenden)?
B. (tragende Bauteile, Verbindungsmittel, Installationen, Stahlbeton).
A. (der moderne Stahlbau, kennzeichnen)?
B.(hochwertige Stähle, mechanisierte, teilautomatisierte
Fertigungsmethoden und Montageverfahren, die Verbindungstechnik, die
Tragsysteme, die Querschnitte und die Tragelemente).
A.(die Vorteile, die Stahlbauweise)?
B.(Güteigenschaften, mechanische Festigkeiten, Warm- und
Kaltbiegsamkeit, Bearbeitungsmöglichkeiten, Verbindungsmittel,
Verstärkungs- und Umbaumöglichkeit, Fertigungsbedingungen, Montage,
schubfeste Verbindung).
A. (die Nachteile , der Baustahl, gehören)?
B. (Korrosionsempfindlichkeit , geringe Feuerwiederstandsdauer).
A. (die Nichteisenmetalle das Leichtmetall Aluminium die Rolle)?
B. (Aluminiumbahnen, Aluminiumpaneele, Aluminiumrohre).
A. (Kupfer, Blei, Zink, ersetzen)?
B. (Plaste oder Aluminium, denkmalswerte Bauten, verwenden).
Lesen Sie und erzählen Sie nach.
Verspätung
Chef zum verspäteten Mitarbeiter:
„Sie kommen diese Woche schon zum vierten Mal zu
spät! Was schließen Sie daraus?“
„Es ist Donnerstag.“
Gehaltserhöhung
Zwei Kollegen unterhalten sich.
„Na, warst du schon beim Chef wegen der Gehaltserhöhung?
“Hmm.“
„Und wie hat er reagiert?“
„Wie ein Lamm.“
„Tatsaechlich? Was hat er gesagt?“
„Naeaeh…“
Text № 6
Merken Sie sich folgende Vokabeln.
die Witterungseinflüsse атмосферные влияния
der Schädling, -s, -e вредитель
das Quell- und Schwindmaß степень набухания и усыхания (древесины)
sich entzünden воспламеняться
der Hausschwamm домовый гриб
der Wurm червяк
die Larve, =, -n короед личинка
II. Finden Sie die deutschen und die russischen Äquivalente:
das Weichholz древесина
das Hartholz древесина твердой породы
das Нolz древесина мягкой породы
die Faser величина набухания
die Restfeuchtigkeit величина усадки
die Trocknung остаточная влажность
die Dampflufttrockung пропитка
das Tränken сушка
die Rohdichte объемный вес
das Schwindmaß волокно
das Quellmass паровоздушная сушка
Vorteile und Nachteile des H o l z e s
Die allgemeinen Eigenschaften des Holzes lassen sich in Vorteile und Nachteile
einteilen.
Holz ist als Baustoff vorteilhaft, da es im Verhältnis zu einer geringen Dichte eine
gute Druckfestigkeit und sehr günstige Zug- und Biegefestigkeit, gute Wärmedämmung,
aufweist. Außerdem sind die meisten Hölzer sehr biegsam und deshalb formbar.
Holz lässt sich leicht bearbeiten und mit geringem Aufwand trennen und verbinden:
es bieten sich viele Möglichkeiten, die Oberfläche zu behandeln (z. B. Beizen,
Polieren, Wachsen).
Seine Nachteile: sehr unbeständig bei Witterungseinflüssen, sehr
unbeständig bei Holzschädlingen, hohes Quell- und Schwindmaß, leicht brennbar.
Da Holz die Feuchtigkeit leicht aufnimmt und abgibt, quillt und schwindet,
besteht bei Holzbauten die Gefahr, dass sie reißen (beim Zusammenziehen) und
sich werfen (beim Ausdehnen). Dieses sogenannte „Arbeiten" des Holzes kann
vermieden werden, wenn man ordnungsgemäßes natürlich oder künstlich
getrocknetes Holz eingebaut wird. An bestimmten Stellen sind Fugen anzuordnen
(Spielraum zum Quellen). Der Kohlenstoffgehalt (etwa 50%) und der
Wasserstoffgehalt (etwa 6%) des Holzes bedingen die Brennbarkeit. Holz
entzündet sich verhältnismassig schnell. Infolge der entwickelten
Verbrennungswärme, werden tiefer liegende Zonen zersetzt (entgast) und es
bildet sich Holzkohle. Diese ist viel schwerer zu entzünden. Die Verbrennung
wird daher allmählich langsamer. Diese Tatsache erklärt, warum z. B. starke
eichene Balken dem Feuer länger widerstehen als freiliegende stählerne Träger
und Säulen, die in der Hitze schnell ihre Festigkeit verlieren. Harzartige und
weiche Hölzer verbrennen schneller als harte und harzarme.
Gegen chemische Einflüsse, z. B. säurehaltige Abgase, ist das Holz
verhältnismassig widerstandsfähig. Es wird durch starke Säuren und Basen sowie
durch den Kalkgehalt im Boden, ebenso in tonhaltigem feuchtem Boden zerstört.
Weitere Nachteile, die beim Bauholz auftreten, ergeben sich aus
Holzfehlern und Holzschäden. Holzfehler sind: Wuchsfehler, Äste und
Harzgallen. Beispiele für Wuchsfehler: krummer Wuchs, Drehwuchs:
Festigkeit ist verringert, nur für niedrige Güteklassen zulässig. Pflanzliche
Holzschädlinge sind die verschiedenen Pilzarten (Schwämme). Sie bewirken mit
Feuchtigkeit und Luftsauerstoff die Fäulnis des Holzes. Am gefährlichsten und
bekanntesten ist der echte Hausschwamm. Er entsteht im geschlossenen
feuchten Raum und zerstört das Holz völlig. Tierische Holzschädlinge sind
Holzwurm, Borkenkäfer, Hausbocklarve, Parkettkäferlarve.
Die Lebensdauer des Holzes hängt vor allem von der Art des Einsatzes
ab. Man rechnet mit einer Lebensdauer ungeschützter Hölzer im Freien von
25 Jahren (Erle) bis zu 100 Jahren (Eiche). Die Lebensdauer des Holzes kann
man durch Tränken und Teerölen erheblich verlängern.
Übungen zum Text :
I. Wählen Sie die Sätze, die dem Inhalt des Textes entsprechen:
1. Holz hat eine gute Druckfestigkeit und sehr günstige Zug- und
Biegefestigkeit. 2. Es ist meistens sehr biegsam und deshalb formbar. 3. Holz
lässt sich leicht trennen und verbinden. 4. Die Oberfläche der Holzbauteile kann
durch Beizen, Polieren, Wachsen behandelt werden. 5. Holz nimmt leicht
Feuchtigkeit auf und gibt sie ab. 6. Es kann quellen und schwinden. 7. Holz
entzündet sich schnell. 8. Einige Nachteile ergeben sich aus Wuchsfehlern.
9. Holzschäden werden durch tierische und pflanzliche Holzschädlinge
hervorgerufen.
II. Teilen Sie folgende Wörter und Wortverbindungen in zwei Gruppen ein:
a)Vorteile des Holzes; b)Nachteile des Holzes:
gute Wärmedämmung, hohes Quell- und Schwindmaß, sehr unbeständig bei
Witterungseinflüssen, sehr unbeständig bei Holzschädlingen, lässt sich leicht
bearbeiten, geringe Dichte, eine gute Druckfestigkeit, sehr günstige
Zugfestigkeit, die Biegefestigkeit, sehr biegsam, formbar, leicht brennbar.
III. Übersetzen Sie folgende Wortfamilien:
- Trocken, trocknen, austrocknen, die Trocknung;
- feucht, befeuchten, die Feuchte, die Feuchtigkeit;
- der Teil, teilen, einteilen, verteilen, der Vorteil, der Nachteil;
- das Holz, hölzern, das Bauholz, der Holzstoff, die Holzkonstruktion, das
Naturholz, das Kunstholz, die Holzfaser, der Holzschutz;
- dicht, die Dichte, verdichten.
IV. Erzählen Sie über die Eigenschaften des Holzes mit Hilfe der folgenden
Fragen!
1. Beweisen Sie, dass das Holz vorteilhaft ist! Zählen Sie seine Vorteile auf!
2. Nennen Sie die Nachteile des Holzes!
3. Was bedingt seine Brennbarkeit?
4. Ist das Holz gegen chemische Einflüsse widerstandsfähig?
5. Welche Holzfehler unterscheidet man?
6. Wie beeinflussen die pflanzlichen Holzschädlinge das Holz?
7. Warum ist der echte Hausschwamm am gefährlichsten?
8. Wovon hängt die Lebensdauer des Holzes ab?
9. Wie kann man seine Lebensdauer verlängern?
Text № 7
Plaste
Plaste sind fast in alle Gebiete des menschlichen Lebens eingedrungen, auch im
Bauwesen wächst ihre Bedeutung ständig. Die Plaste ersetzen nicht nur mit gleich guten
Eigenschaften die knappen anderen Werkstoffe, sondern sie haben oft noch viel bessere
Eigenschaften als die Stoffe, an deren Stelle sie treten; ihre Verwendung bedeutet
zugleich einen technischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Auch in Bezug auf die
ästhetische Gestaltung eines Bauwerkes bedeuten die Plastwerkstoffe einen Schritt
nach vorn. Unter allen Werkstoffen haben die Plaste in kurzer Zeit das groesste
Einsatzgebiet und außerordentliche Bedeutung erlangt
Plaste haben spezifische, von den herkömmlichen Werkstoffen stark
abweichende Eigenschaften: geringes Gewicht, hohe Korrosionsbeständigkeit,
Wärme- und elektrisches Isolationsvermögen und leichte Verformbarkeit. Plaste sind
leicht. Buntmetalle und Stahl sind fünf- bis zehnmal schwerer als sie. Plaste lassen sich
so herstellen, dass sie den Schall und die Wärme schlecht leiten. Deshalb werden sie im
Bauwesen eingesetzt. Auch sehr harte Plastwerkstoffe lassen sich erzeugen. Daraus
kann man Zahnräder und andere Maschinenteile herstellen, statt das Metall zu
verwenden. Ferner ist es möglich, durchsichtige Plaste zu erzeugen. Viele
Plastwerkstoffe leiten den elektrischen Strom sehr schlecht. Deshalb sind sie als billiges
Isoliermaterial von großer Bedeutung. In der Elektrotechnik werden organische
Plastwerkstoffe mehr und mehr eingesetzt.
Der Name «Plast» wurde abgeleitet aus der für alle diese Werkstoffe
charakteristischen Eigenart. Sie durchlaufen bei der Herstellung mindestens einmal den
plastischen Zustand. Ursprünglich wurden Plaste als «Kunststoffe» bezeichnet. Man
brachte damit zum Ausdruck, dass diese Stoffe lediglich als Ersatz für bestimmte
natürliche Werkstoffe anzusehen waren.
Heute sind Plaste neue, spezifische Werkstoffe, deren Anwendungsbereich
längst nicht vollständig erschlossen ist und deren Anzahl ständig steigt. Plaste sind
Naturstoffen oft überlegen. Sie werden meist synthetisch aus einfachen Stoffen, in
einigen Füllen auch durch Umwandlung von Naturstoffen (Kohle, Erdöl und Erdgas)
hergestellt.
Die am meisten hergestellten Plaste sind Polyvinylchlorid (PVC),
Polyaethilen und Polystyrol. Polyvinylchlorid hat zum Beispiel ausgezeichnete
mechanische und dielektrische Eigenschaften sowie eine außerordentlich hohe
chemische Beständigkeit; es ist schwer entflammbar, geruchs- und geschmackfrei.
Polyvinylchlorid wird ohne Weichmacher als „PVC-hart" und mit Weichmacher
als „PVC-weich" hergestellt.„PVC-hart" wird in Form von Rohren, Platten,
Folien, Stäben hergestellt. „PVC-weich“ wird im Bauwesen für Fussboden-,
Wand- und Möbelbelag, Schläuche, Dichtungen, Isolierung elektrischer
Leitungen verwendet. Auf dem Gebiet der Plastverwendung werden weitere
Versuche durchgeführt.
Plaste koennen mit faserförmigen und textilen Mitteln verstärkt werden. Zum
Beispiel mit Glasfasern vermischt gelingt es, die Plastvorteile mit der
ausgezeichneten mechanischen Festigkeit der Glasfaser zu vereinigen. Dieser neue
Werkstoff besitzt praktisch die Festigkeit des Stahles, ist jedoch elastischer,
korrosionsbeständiger und nur ein Fünftel so schwer wie dieser.
Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Plaste haben aber einen Nachteil -
Ungenügende Hitzebeständigkeit. Die erfolgreich abgeschlossenen
Versuchsreihen bestätigen, dass uns ohne Zweifel in diesem Jahrhundert noch Plaste zur
Verfügung stehen werden, die außerordentliche Festigkeit, Elastizität und eine bei 1000
Grad Celsius liegende Hitzebeständigkeit in sich vereinen.
Erläuterungen zum Text:
außerordentlich чрезвычайный
die Korrosionsbeständigkeit коррозионная стойкость
die Verformbarkeit деформируемость, пластичность
überlegen sein превосходить
entflammbar воспламеняемый
Übungen zum Text :
I. Beantworten Sie folgende Fragen!
1. Welche Bedeutung haben die Plaste im Bauwesen?
2. Welche spezifischen Eigenschaften haben Plaste?
3. Wie unterscheidet sich das Gewicht der Plaste und der Buntmetalle, des Stahls?
4. Was kann man aus den harten Plastwerkstoffen herstellen?
5. Welche Bedeutung haben Plaste in der Technik?
6. Gebraucht man die Plaste als Isoliermaterial?
7. Wie entstand der Name „Plast“?
8. Was versteht man unter dem Begriff „Kunststoffe“?
9. Wie ist der Anwendungsbereich der Plaste heute?
10. Welche Rohstoffe dienen zur Herstellung der Plaste?
11. Nennen Sie die gebräuchlichsten Plaste?
12. Welche Eigenschaften hat Polyvinylchlorid?
13. Wodurch unterscheiden sich „PVC-weich“ und „PVC-hart“?
14. Wie koennen die Plaste verstärkt werden?
15. Welche Eigenschaften haben die Plaste?
16. Welche Perspektive hat die Plastproduktion?
II. Betiteln Sie jeden Absatz des Textes, schreiben Sie einige Stichwörter zu jedem
Absatz aus und fassen Sie dann den Inhalt des Textes kurz!
III. Bilden Sie die Zusammensetzungen, die Äquivalente folgender Wörter:
Способ рассматривания, область применения, инженер-строитель,
возможности использования, искусственный материал, жилищное
строительство, строительный элемент, дальнейшее развитие, мебельная обшивка,
жароустойчивость, коррозийная стойкость, теплоизоляционная стойкость,
строительство, природные материалы, применение пластмассы.
Wiederholung der Grammatik!
IV. Übersetzen Sie aus dem Deutschen ins Russische. Beachten Sie den Gebrauch
und die Bedeutung der Partizipien:
Die ersetzten Teile, das abgeleitete Wort, die steigende Anzahl, die hergestellten
Plaste, die verstärkenden Mittel, die zur Verfügung stehenden Stoffe, die
verformten Materialien, die durchgeführte Arbeit, die anwendende Bauweise, die
erhöhte Qualität, das errichtende Haus, das wachsende Interesse, das
vorausgesagte Resultat, das zerstörte Gebäude, das versprochene Geld, der
kontrollierende Mitarbeiter, die begonnene Arbeit, die bezahlte Rechnung, die
wiederaufgebaute Stadt.
V. Bilden Sie und behalten Sie Pluralformen der folgenden Substantive:
Der Stoff, die Eigenschaft, das Bauwerk, das Material, der teil, der Einsatz, der
Fall, der Gegenstand, das Mittel, die Wand, die Treppe, das Haus, die Decke, das
Gebäude, der Fussboden, der Ausdruck, die Bedeutung, der Bereich, das Gebiet,
die Gestaltung, das Metall, die Umwandlung, der Vorteil, der Rohr, die
Dichtung ,die Dichtung, die Anwendung.
VI. Ergänzen Sie die Endungen der Adjektive und bilden Sie mit diesen
Wortverbindungen Sätze!
Die knapp… Werkstoffe, einen technisch… und wirtschaftlich… Fortschritt, das
größt… Einsatzgebiet, gering… Gewicht, hoh… Korrosionsbeständigkeit,
elektrisch... Isolationsvermögen, leicht… Verformbarkeit, durchsichtig… Plaste,
den elektrisch... Strom, billig… Isoliermaterial, den plastisch… Zustand, für
natürlich… Werkstoffe, ausgezeichnet… mechanisch… und dielektrisch…
Eigenschaften, mit faserförmig… und textil… Mitteln, dieser neu… Werkstoff,
ungenügend… Hitzebeständigkeit, die außerordentlich… Festigkeit und
Elastizität.
Lesen Sie und erzählen Sie nach.
Keine Rolle
„Geben Sie mir, bitte, ein Pfund Brot für Frau Lemke!“ sagt Fritz.
„Möchtest du Weißbrot oder Schwarzbrot?“
„Das spielt keine Rolle“, antwortet Fritz. „Sie ist alt
und sieht schlecht“.
Harte Arbeit
Zwei Ingenieure treffen sich nach dem Studium wieder.
„Mann, du siehst schlecht aus! Was ist denn los?“
Der andere antwortet: “Schlepp mal von morgens 7 Uhr bis abends 18 Uhr
zentnerschwere Säcke aus einem Lkw in den fünften Stock!“
„Oh, das ist hart. Seit wann machst du das denn?“
„Nächsten Montag fange ich an…“
Text № 8
Unbegrenzte Anwendungsgebiete des Glases
Zu den vielen Dingen, die uns umgeben und die wir kaum noch beachten, weil sie
für uns ganz „gewöhnlich“ geworden sind, gehört auch das Glas.
Metalle und Plaste werden oft als die Werkstoffe des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Das
geschieht mit Recht, aber dabei vergesse man nicht das Glas, den Werkstoff mit der
mehr als 5000 Jahre zählenden Geschichte, der zur Zeit einen wichtigen Platz in der
modernen Technik einnimmt.
Die Entdeckungsgeschichte des Glases ist geheimnisvoll. Seine Heimat ist
wohl im Nahen Osten zu suchen, weil gerade dort das älteste Glaserzeugnis
gefunden wurde, eine Glasperle, deren Alter auf etwa 5500 Jahre geschützt wird.
Im Mittelalter wurde Venedig zum Weltzentrum der Glasproduktion. Später
wurden die venezianischen Herstellungsverfahren zunächst in Frankreich und
dann in anderen europäischen Ländern bekannt und erfolgreich ausgenutzt. Heute
spielt die Glaserzeugung eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft jedes modernen
Industrielandes.
Die physikalischen Eigenschaften des Glases, durch seine chemische
Zusammensetzung bedingt, koennen sehr vielfältig sein. Um die gewünschten
Eigenschaften zu erreichen, werden dem Glas verschiedene Oxide zugesetzt. Die
einen erhöhen die chemische Widerstandsfähigkeit und den elektrischen
Widerstand des Glases, die anderen senken die Schmelztemperatur oder
verbessern die optischen Eigenschaften des Glases, verleihen dem Material
Reinheit und Glanz.
Glas wird heute in den verschiedensten Bereichen der Technik verwendet.
Am Anfang voriges Jahrhunderts war das Wort „Glas“ Synonym für
„zerbrechlich“. Jetzt muss man diese Vorstellung vergessen. Es ist den
Wissenschaftlern und Ingenieuren gelungen, dem Glas neue, manchmal
völlig phantastisch erscheinende Eigenschaften zu verleihen. Die aus
besonderen Glassorten hergestellten Fensterlücken der Raumschiffe halten nicht
nur einen riesigen Druck, Schwingungen und Wärmebelastungen aus, sie
überstehen sogar das Zusammentreffen mit kleineren Meteoriten.
Im Bauwesen hat das Glas ein besonders weites Anwendungsgebiet
gefunden. Es gibt schon jetzt Häuser ganz aus Glas und sie werden bald zum
gewöhnlichen Bild unserer Städte gehören. Die aus besonderen Glassorten
gebauten Wände solches Hauses koennen die Sonnenstrahlen durchlassen
oder absorbieren. Die Fenstergläser eines Wohnhauses muessen z.B. die
ultraviolette Strahlung hindurchlassen und die Infrarotstrahlen zurückhalten. Die
Wände aus Glas koennen ihre Farbe und die Lichtdurchlässigkeit ändern, das hängt von
der Beleuchtungsstärke ab. Zahlreiche Probleme der Beleuchtung, Belüftung und
Heizung koennen jetzt mit Hilfe spezieller Bauelemente aus Glas schnell und billig
gelöst werden.
Man könnte noch viel über die Anwendung von Glas erzählen. Aber
die Möglichkeiten, Glas als Werkstoff weiterzuentwickeln, zu verwenden und zu
bearbeiten sind noch nicht erschöpft. Es ist ein sehr alter und gleichzeitig junger
Werkstoff, dessen Anwendungsgebiete fast unbegrenzt sind.
Erläuterungen zum Text:
mit Recht справедливо, по праву
geheimnisvoll таинственный, загадочный
die Glasperle, -n поддельная жемчужина, бусина
schätzen оценивать, ценить
das Mittelalter средневековье
das Raumschiff, -e космический корабль
erschöpft исчерпанный, истощённый
Glas als Werkstoff weiterzuentwickeln использовать далее стекло как
производственный материал
Übungen zum Text:
I. Beantworten Sie die Fragen zum Text!
1. Welcher Werkstoff nimmt zur Zeit in der modernen Technik neben
Metallen und Plasten einen wichtigen Platz ein?
2. Warum ist die Heimat von Glas im Nahen Osten zu suchen und wie viel
Jahre zaehlt seine Geschichte?
3. Wie erreicht man die gewünschten Eigenschaften des Glases?
4. Welche Eigenschaften besitzen die Fensterlücken der Raumschiffe?
5. Welche Rolle spielen die Fenstergläser in einem Wohnhaus?
6. Wo wird heute Glas verwendet?
7. Womit koennen viele Probleme der Beleuchtung, Belüftung und Heizung im
Bauwesen gelöst werden?
8. Wie kann man den Hauptgedanken des Textes formulieren?
II. Übersetzen Sie aus dem Russischen ins Deutsche:
изготовление стекла, область применения, всемирный центр стекольного
производства, способ изготовления, увеличивать электрическое
сопротивление, неограниченные возможности, уменьшать температуру
плавления, изменять цвет.
III. Ergänzen Sie die Sätze:
1. Glas gehört …, die uns umgeben.
2. Die Heimat von Glas ist wohl … zu suchen.
3. Im Mittelalter wurde … zum Weltzentrum der Glasproduktion.
4. Heute spielt … eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft jedes modernen
Industrielandes.
5. Die physikalischen Eigenschaften des Glases sind durch … bedingt.
6. Um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen, werden dem Glas …
zugesetzt.
7. Es ist den Wissenschaftlern und Ingenieuren gelungen, dem Glas … zu
verleihen.
8. Das Glas hat … ein besonders weites Anwendungsgebiet gefunden.
9. … werden bald zum gewöhnlichen Bild unserer Städte gehören.
IV. Betiteln Sie jeden Absatz des Textes, schreiben Sie einige Stichwörter aus jedem
Absatz
aus und fassen Sie mit ihrer Hilfe den Inhalt des Textes kurz!
V. Bestimmen Sie die Zeitform des Prädikats in den fettgedruckten Sätzen!
Text № 9
I. Wählen Sie russische Äquivalente.
1. genügen a. сохранять
2. beseitigen b. соответствовать
3. bewahren c. удовлетворять
4. verarbeiten d. разрешать
5. vermeiden e. перерабатывать
6. erreichen f. устранять
7. erlauben g. строить
8. entsprechen h. избегать
i. достигать
1. die Helligkeit a. предпосылка
2. der Einfluss b. специалист
3. die Oberfläche c. свойство
4. die Eigenschaft d. влияние
5. die Anforderung e. яркость
6. das Baudenkmal f. требование
7. der Fachmann g. верхняя поверхность
8. die Zusammenarbeit h. архитектурный памятник
i. совместная работа
II. Kombinieren Sie Wortverbindungen. Übersetzen Sie sie ins Russische.
1. neue Mörtel a) beseitigen
2. in der ursprünglichen Art b) gelten
3. als Baudenkmäler c) entwickeln
4. die Tragfähigkeit d) modellieren
5. die Schäden e) erhalten
6. mechanische Eigenschaften f) abschätzen
Behutsame Betoninstandsetzung (Teil I)
Zahlreiche Betonbauwerke der Moderne gelten inzwischen als wichtige
historische Zeugnisse oder haben gar den Rang von Baudenkmälern erreicht. Die
Ästhetik ihrer von der Schalung befreiten Oberflächen hat in den vergangenen
Jahren jedoch aufgrund unterschiedlicher Einflüsse stark gelitten. Sie zu erhalten
und instand zu setzen, wird immer bedeutender. Doch eine Sanierung auf
konventionelle Weise, das heißt eine durch großflächige und irreversible
Beschichtungen geprägte Art der Betoninstandsetzung, wie sie sich bei hoch
beanspruchten Ingenieurbauwerken oft nicht vermeiden lässt, ist hier kaum
möglich. Erforderlich sind vielmehr Sanierungen, welche die Schäden dauerhaft
beseitigen und dabei diese Bauwerke denkmalgerecht erhalten, das gewachsene
Erscheinungsbild sowie den Entwurfsgedanken bewahren und gleichzeitig den
Wünschen der heutigen Nutzer gerecht werden.
Voraussetzung für die behutsame Betoninstandsetzung sind detaillierte
Bauwerksuntersuchungen, die es erlauben, die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit
noch unbeschädigter Bauteile sicher abzuschätzen. Technische Erfordernisse sind
mit der Denkmalpflege in Einklang zu bringen. Es darf nur wenig in die
Bausubstanz eingegriffen werden und das architektonische und optische
Erscheinungsbild des Bauwerks beziehungsweise seiner Oberflächen muss in der
ursprünglichen Art erhalten bleiben. Hierzu bedarf es einer engen
Zusammenarbeit von Architekten, Bauingenieuren und weiteren Fachleuten.
Außerdem ist es oft notwendig, auf das jeweilige Bauwerk abgestimmte
Instandsetzungsmörtel oder –betone zu entwickeln, die dem Altbeton sowohl in
seinen Eigenschaften (Festigkeits-, Verbund- und Verformungseigenschaften) als
auch optisch (Farbe und Helligkeit, Bewitterungs- und Alterungsverhalten)
entsprechen und weiteren wichtigen Anforderungen genügen. Frischmörtel muss
sich beispielsweise leicht verarbeiten und modellieren lassen; beim Festmörtel
kommt es auf die mechanischen Eigenschaften, seine Dauerhaftigkeit und sein
Erscheinungsbild an.
Erläuterungen zum Text:
die Schalung, =, -en опалубка, обшивка досками
konventionell обычный, общепринятый
irreversibel необратимый
in Einklang bringen согласовать, привести в соответствие
jeweilig соответствующий
das Bewitterungsverhalten подверженность атмосферным
воздействиям
Übungen zum Text:
I. Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1. Als was gelten zahlreiche Betonbauwerke der Moderne?
2. Wie haben sich manche Betonbauwerke verändert?
3. Welche Sanierungen sind erforderlich, um alte Bürogebäude zu erhalten?
4. Wie kann man die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit der erhaltenen Bauteile
abschätzen?
5. Wie muss das architektonische Erscheinungsbild des Bauwerks erhalten
bleiben?
6. Wer muss an der Instandsetzung der alten Betongebäude teilnehmen?
7. Welche Mörtel ist es oft notwendig zu entwickeln?
II. Bilden Sie und spielen Sie einen Dialog. Benutzen Sie die Stichwörter.
- Du, meinen, man, zahlreiche, alte Betongebäude, muessen, weiter erhalten?
- Ja, wichtige historische Zeugnisse, sie, sein, Baudenkmäler.
- Was, in erster Linie, machen, muessen, man?
- Bauwerksuntersuchungen, man, zuerst, verrichten, abschätzen, und,
Tragfähigkeit, von unbeschädigten Bauteilen.
- Ich, glauben, man, vorsichtig, sehr, muessen, sein, und, nur wenig,
eingreifen, in die Bausubstanz.
- Stimmt. Außerdem, muessen, man, neue Mörtel, Betone, entwickeln. Dem
Altbeton, sie, entsprechen, muessen, und, genügen, wichtigen
Anforderungen.
Geben Sie den Inhalt des folgenden Textes auf deutsch wieder:
Сталь и бетон являются одной из характеристик современного мира.
Но известны они уже не одно тысячелетие. Древнейшее сооружение из
бетона, обнаруженное в Центральной Европе, относится приблизительно к
5600 г. до н.э. Примерно с 200 г. до н.э. римляне использовали бетон при
строительстве мостов и акведуков. Однако позже секрет изготовления
бетона был утрачен и вновь открыт только в 18 веке.
римлянин – der Roemer
акведук* – der Aquädukt, die Wasserleitungsbrücke
секрет – das Geheimnis
* Акведук – мостовое сооружение с каналом (или трубопроводом) для
Text № 10
I. Bestimmen Sie die Bestandteile der zusammengesetzten Substantive.
übersetzen Sie diese Wörter:
der Bewehrungsstahl, der Korrosionsvorgang, das Bauteil, die Passivschicht,
die Standsicherheit, die Betondeckung, das Eisenoxid, der Wassergehalt, der
Teilprozess.
Behutsame Betoninstandsetzung (Teil II)
Typische Schadensbilder
Zu den häufigsten Oberflächenschäden von Betonbauten der Moderne gehört das
Abplatzen der Betondeckung über oberflächennaher, korrodierender
Bewehrung. Dies geschieht infolge des Sprengdrucks, den die entstehenden
Korrosionsprodukte bewirken. Es handelt sich um gravierende Schдden, weil hierdurch
immer die Dauerhaftigkeit und nicht selten auch die Tragfähigkeit und Standsicherheit
der Konstruktion beeinträchtigt werden. Der schadenauslösende
Korrosionsvorgang am Bewehrungsstahl resultiert aus dem gleichzeitigen Ablauf
von drei Teilprozessen: dem anodischen, dem kathodischen und dem
elektrolytischen Prozess.
Zum anodischen Teilprozess kommt es, wenn die üblicherweise den
Stahl schätzende Passivschicht aus Eisenoxid durch Chloride oder die
Karbonatisierung der Betondeckung zerstört wird. Der kathodische
Teilprozess führt zur Oxidation des Eisens und erfordert dementsprechend ein
ausreichendes Sauerstoffangebot am Stahl. Der elektrolytische Teilprozess
besteht in der Ionenleitung, die einen hinreichend hohen Wassergehalt des
Betons erfordert.
Weitere Ursachen für an der Betonoberfläche sichtbare Schдden – es
handelt sich hier vor allem um Risse – koennen allerdings auch konstruktive
Mängel und die Überbeanspruchung der Konstruktion sein. Woran es im
jeweiligen Fall liegt, ist im Vorfeld der Instandsetzung zu klären. Nur so
lassen sich Schдden richtig ausbessern und nach der Sanierung vermeiden.
Neben der abgeplatzten Betondeckung über korrodierter Bewehrung und
den unterschiedlich ausgeprägten Oberflächenrissen werden drei weitere
charakteristische Schadensbilder voneinander unterschieden:
- verwitterte Betonoberflächen;
- flächige Beläge mineralischer oder organischer Natur und
- hohlraumreiche Randzonen mit fehlender Feinmörtelmatrix.
Teilweise kommen zu diesen typischen Schadensbildern noch Risse in der
Zugzone biegebeanspruchter Bauteile hinzu. Fьr die Bewertung des Schadens ist
es entscheidend, das jeweilige Bauwerk einzustufen. Bei historischen
Betonkonstruktionen wird beispielsweise eine verwitterte Oberfläche oft als Teil
des gewachsenen und damit zu bewahrenden Erscheinungsbildes angesehen. In
einem solchen Fall müsste nur dann saniert werden, wenn die Veränderung der
Betonfläche zum Beispiel die Gebrauchsfähigkeit oder Standsicherheit des
Bauwerks beeinträchtigt. Aufschluss darüber geben eine gründliche
Bauwerksuntersuchung und eine Schadensanalyse.
Erläuterungen zum Text:
das Abplatzen процесс образования трещин, обломков
der Sprengdruck давление газов взрыва
gravierend веский, отягчающий
beeintraechtigen причинять вред, ухудшать
die Oxidation окисление
das Vorfeld, -es, -er подготовительная стадия, этап
der Aufschuss, -es, Aufschuesse объяснение, разъяснение
Übungen zum Text:
I. Steht das im Text oder nicht? Korrigieren Sie falsche Äußerungen.
1. Zu den häufigsten Oberflächenschäden von Betonbauten gehört das
Abplatzen der Betondeckung.
2. Der schadenauslösende Korrosionsvorgang am Bewehrungsstahl resultiert
aus dem gleichzeitigen Ablauf von zwei Teilprozessen: dem anodischen
und dem elektrolytischen Prozess.
3. Konstruktive Mängel und die Überbeanspruchung der Konstruktion koennen
Ursachen fьr Risse an der Betonoberfläche sein.
4. Im Vorfeld der Instandsetzung muss man die Ursachen eines Schadens
klären.
5. Neben der abgeplatzten Betondeckung über korrodierter Bewehrung und
unterschiedlichen Oberflächenrissen werden vier weitere charakteristische
Schadensbilder unterschieden.
6. Fьr die Bewertung des Schadens ist es notwendig, das jeweilige Bauwerk
einzustufen.
II. Besprechen Sie zu zweit:
1. Aus welchen drei Prozessen resultiert der Korrosionsvorgang? Was
koennen Sie von diesen Prozessen jetzt erzählen?
2. Nennen Sie die Ursachen fьr das Abplatzen der Betondeckung und fьr
andere Schдden der Betonoberfläche.
3. Welche Schadensbilder der Betonoberfläche unterscheidet man? Nennen
Sie alle mцglichen.
III. Bilden Sie zusammengesetzte Substantive mit dem Wort «Bau» als erster
Bestandteil und übersetzen Sie sie ins Russische:
z. B.: Bau + (der) Betrieb = der Baubetrieb – строительное предприятие
Der Ingenieur , die Leitung , das Material, die Leute, die Ordnung ,das
Objekt ,der Grund ,die Art ,das Denkmal ,die Einheit.
Wiederholung der Grammatik!
IV. Nennen Sie in den fettgedruckten Sätzen Art des Nebensatzes.
Text № 11
Zerstörerisches Geflecht (Teil I)
Es gibt zahlreiche Pilze, die totes und verbautes Holz befallen. Aber kaum eine
Art verursacht so große Schдden wie der Echte Hausschwamm. Sein Myzel kann sich in
Gebäuden meist ungehindert ausbreiten, da es zunächst zum Beispiel im Inneren einer
Holzbalkendecke oder im Kern eines Balkens wächst. Wird der Pilz schließlich
entdeckt, ist er häufig so groß und die Tragfähigkeit des Holzes oft so stark
herabgesetzt, dass nur noch der Abriss der Konstruktion bleibt.
Der Echte Hausschwamm zaehlt zu den am schwierigsten zu bekämpfenden
Holzpilzen. Bei optimalen Wachstumsbedingungen und lang
andauerndem Befall kann er Holzkonstruktionen vollständig zerstören. Der Echte
Hausschwamm befällt nur totes und verbautes Holz.
Charakteristisches Anzeichen für den Echten Hausschwamm ist die
Braunfäule (Destruktionsfäule). Der Pilz hat sich auf den Abbau von Zellulose
spezialisiert, weshalb nur der braune Holzbestandteil Lignin übrig bleibt.
Geschädigtes Holz weist an der Oberfläche kubische Würfel mit ungefähr zwei
Zentimetern Kantenlänge auf. Das Holz verliert an Festigkeit und ist nicht mehr
tragfähig.
Sind die Holzbauteile von Luft umspült oder mit einem Holzschutzmittel
beschichtet, wächst der Echte Hausschwamm nur im Holzinneren. Befallenes,
brettartig verbautes Holz wölbt sich nach au
β
en. Ebenfalls typisch fьr diesen Pilz
sind der Fruchtkörper und das schmutzig graue Myzel.
Der Fruchtkörper bildet rostfarbene Sporen, die sich wie Staub in Ecken
ablagern. Ältere Fruchtkörper und Sporen werden dunkel bis fast schwarz.
Verfügt der Pilz nicht über genügend „Wachstumskraft“, bilden sich die Sporen in
einer dünnen Schicht auf dem watteartigen Myzel aus.
Wachstumsfaktoren . Sofern Holz trocken und fachgerecht verbaut wird
und gegebenenfalls nach einem Feuchteschaden rasch austrocknen kann, ist eine
Schädigung beispielsweise durch den Echten Hausschwamm nicht mцglich.
Findet der Pilz allerdings optimale Bedingungen hinsichtlich Feuchtigkeit,
Temperatur und Nahrung vor, so ist die Wahrscheinlichkeit eines Befalls groß.
Fehlen ein oder zwei dieser wichtigen Bedingungen, so kann der Pilz nicht
wachsen beziehungsweise sein nur schwach ausgebildete Myzel geht in einen
Starreprozess über und stirbt im günstigsten Fall schon nach wenigen Tagen ab.
Holzzerstörende Pilze entwickeln sich bei Temperaturen von minimal 2
bis 5 Grad und maximal 35 bis 40 Grad. Innerhalb dieses Bereichs hat jede Pilzart
ein bestimmtes Optimum, wobei das Myzel bei höheren Temperaturen schneller
wächst.
Pilze benötigen fьr die Ausbildung des Fruchtkörpers ein wenig Licht.
Ansonsten bevorzugen sie dunkle und verdeckte Räume, da Licht auf sie eher
wachstumshemmend wirkt.
Der Echte Hausschwamm befällt mit Vorliebe das Dachgeschoss,
(feuchte) Deckenbalkenköpfe und Kellerräume. Aber auch an anderen Bauteilen
ist er zu finden.
Erläuterungen zum Text:
das Geflecht, -es, -e плетение, переплетение
ungehindert беспрепятственно
herabgesetzt сниженный
die Braunfäule бурая гниль
das Lignin лигнин
der Würfel, -es, = кубик, гранула
das Myzel мицелий, грибница
der Fruchtkörper, -s, = плодовая среда
gegebenenfalls при данных условиях
der Starreprozess, -es, -e процесс застоя
wachstumshemmend задерживающий рост
Übungen zum Text:
I. Bilden Sie Substantive von den folgenden Verben:
befallen, bedingen, abbauen, schädigen, entwickeln, ausbilden,
wachsen.
II. Ergänzen Sie die Sätze:
1. Der Echte Hausschwamm zaehlt zu … .
2. Charakteristisches Anzeichen für den Echten Hausschwamm ist … .
3. Der Pilz hat sich auf … spezialisiert.
4. Typisch fьr diesen Pilz sind … .
5. Optimale Bedingungen fьr den Echten Hausschwamm sind … .
6. Wenn ein oder zwei dieser wichtigen Bedingungen fehlen, so … .
7. Holzzerstörende Pilze entwickeln sich bei Temperaturen von … .
8. Pilze benötigen für … ein wenig Licht.
III. Erzählen Sie über die Wachstumsfaktoren von Hausschwamm. Benutzen Sie
dabei folgende Fragen:
1. In welchem Holz ist eine Schädigung durch den Hausschwamm nicht
möglich?
2. In welchem Fall stirbt das Myzel ab?
3. Welche Temperaturen brauchen holzzerstörende Pilze für ihre
Entwicklung?
4. Wie viel Licht ist es notwendig fьr das Wachstum von holzzerstörenden
Pilzen?
5. Was gehört noch zu den optimalen Bedingungen fьr die Entwicklung der
Pilze?
6. Welche Räume befällt der Echte Hausschwamm besonders oft?
Wiederholung der Grammatik!
IV. Bestimmen Sie die Art der Nebensätze in den unterstrichenen Sätzen.
Text № 12
I. Wählen Sie Synonyme zu den folgenden Wörtern:
schützen, die Abdichtung, geschädigt, entfernen, der Austausch, der
Baustoff, behandeln
defekt, die Dichtung, der Wechsel, verteidigen, beseitigen, bearbeiten,
das Baumaterial, beschädigt
Zerstörerisches Geflecht (Teil II)
Sanierung
Der erste und wichtigste Schritt ist die Ursachenbeseitigung. Es muss geklärt
werden, warum Holz und Mauerwerk einen erhöhten Feuchtegehalt aufweisen.
Anschließend gilt es, die Bauteile mithilfe einer Abdichtung vor aufsteigender
Feuchtigkeit und Kondenswasser zu schützen. Des Weiteren muss für eine ausreichende
Belüftung gesorgt werden.
Danach erfolgt die Sanierung des befallenen Bereichs. Myzel,
Fruchtkörper und geschädigte Holzbauteile sind zu entfernen.
Die Sanierung muss bis zum nächsten nicht befallenen Deckenbalken
erfolgen. Ist beispielsweise ein Balkenkopf geschädigte, muss der Deckenbalken
inklusive Dielung, Schüttung und Fehlboden freigelegt werden, um das
geschädigte Holz zurückschneiden und eine Lasche anbringen zu koennen. Bei
kürzeren Deckenbalken ist ein kompletter Austausch sinnvoll. Teile der Schüttung
und angrenzende Hölzer muessen ebenfalls ersetzt werden. Die entfernten
Pilzmaterialien sowie alle befallenen Baustoffe und Bauteile sind sofort zu sichern
und geordnet zu entsorgen, damit sie nicht Ausgangspunkt fьr einen erneuten
Befall werden.
Auch bei befallenem Mauerwerk gilt es, alle Pilzteile zu entfernen.
Gegebenenfalls muss hierzu Mauerwerk abgebrochen und befallener Putz
abgeschlagen werden. Mauerwerksfugen sind bis in eine Tiefe von zwei
Zentimetern auszukratzen. Dabei ist ebenfalls eine Sicherheitszone von eineinhalb
Metern über den sichtbar befallenen Bereich hinaus (in alle Richtungen)
einzuhalten. Die sanierten Bereiche muessen anschließend vollständig austrocknen
koennen.
Sofern nicht auf chemische Mittel verzichtet werden kann, ist befallenes
Mauerwerk grundsätzlich mit einem allgemein bauaufsichtlich zugelassenen
Bekämpfungsmittel zu behandeln, um einen Übergriff auf benachbarte Hölzer zu
vermeiden.
Erläuterungen zum Text:
die Abdichtung, =, -en уплотнение, герметизация
anschließend затем
inklusive включая
komplett полный
der Übergriff, -e распространение
Übungen zum Text:
I. Stellen Sie Fragen zum Text.
II. Äußern Sie Ihre Meinung zu den folgenden Situationen:
1. Ihren Kellerraum hat der Echte Hausschwamm befallen. Welche Schritte
werden Sie unternehmen?
2. Ein Balkenkopf in der Deckung ist durch den holzzerstörenden Pilz
geschädigt. Wie muss man in diesem Fall handeln?
3. Das Mauerwerk des Gebäudes ist befallen. Man muss dringend etwas
machen.
Wiederholung der Grammatik!
III. Bestimmen Sie die Form von den im Text unterstrichenen Prädikaten.
Lesen Sie und erzählen Sie nach.
Im Unterricht
Der Lehrer fragt den Schüler Georg: „Wie viel Tage hat
die Woche?
Wie heiЯen sie?“
Georg antwortet: „Die Woche hat sieben Tage, und ich
heiЯe Georg.
Wieder im Unterricht
Der Lehrer fragt die Schüler: „Ich sage: ich wasche mich, du wäschst dich, er
wäscht sich, wir waschen uns – Welche Zeit ist das?“ – „Es ist Morgen“,
antwortet Hans.
Und zu Hause
„Du hast wieder eine Fünf bekommen. Hast du denn die Frage des Lehrers nicht
verstanden?“ fragt der Vater.„Warum?“ antwortet Hans. „Die Frage habe ich
verstanden, aber der Lehrer hat meine Antwort nicht verstanden“.
Witz
Der Chef erzählt einen Witz, und alle Angestellten biegen sich vor Lachen – nur
eine Sekretärin nicht.
„Sagen Sie mal, haben Sie überhaupt keinen Sinn fьr Humor?“, fragt deshalb ein
Kollege neben ihr.
„Doch, schon, aber ich habe bereits gekündigt…“
Die 100-prozentige Arbeit.
Gib immer 100 Prozent bei der Arbeit:
12 Prozent am Montag.
23 Prozent am Diensttag.
40 Prozent am Mittwoch.
20 Prozent am Donnerstag.
5 Prozent am Freitag…
Text № 13
Merken Sie sich folgende Vokabeln.
die Sauberkeitsschicht, =, -en выравнивающий слой
das Streifenfundament, -(e)s, -e ленточный фундамент
das Pfeilerfundament, -(e)s, -e столбчатый фундамент
das Pfahlfundament, -(e)s, -e свайный фундамент
Die Teile eines Gebäudes
Bauwerke braucht der Mensch für alle Bedürfnisse. Alle Gebäude bestehen aus
einer bestimmten Anzahl von Bauelementen. Diese Elemente koennen in zwei Gruppen
geteilt werden: tragende Konstruktionen und Schuetzkonstruktionen. Die ersten nehmen
alle Belastungen, die in einem Gebäude entstehen, auf. Die zweiten schützen das
Gebäude vor Witterungseinflüssen und dienen zur Aufteilung eines Gebäudes in
einzelne Räume.
Die Teile eines mehrstöckigen Gebäudes sind folgende: das Fundament,
die Wände, die Stützen, die Decken, das Dach, die Treppen, Fenster und
Türrahmen, Balkone, Loggien.
Das Fundament ist eine unterirdische Konstruktion, die fьr die Übertragung
des Auflastens (Eigengewicht der Bauwerke und Verkehrslasten) auf den Baugrund
bestimmt ist. Als Gründung kann der natürliche Baugrund dienen oder eine verdichtete
„Sauberkeitsschicht“ aus Kies, Stampfbeton und Schotter.
Der Konstruktion nach unterscheidet man Streifenfundamente,
Pfeilerfundamente und Pfahlfundamente. Wenn der Baugrund bis in die große Tiefe
ungenügend tragfähig ist, wird eine Pfahlgründung vorgesehen. Die
Stahlbetonpfähle werden als Fertigpfähle auf die Baustelle geliefert.
Streifenfundamente sind langgezogene Fundamente. Man verwendet sie in der
traditionellen Bauweise in Großblock und Plattenbauweise.
Die Außenwände sind seitliche Begrenzungen des Gebäudes. Die
Mittelwände teilen das Gebäude in einzelne Räume auf. Die Außen- oder
Innenwände nehmen die Lasten der Decken, FuЯbцden und des Daches auf und
übertragen sie auf das Fundament. Die Trennwände nehmen meistens keine
Belastung auf.
Säulen und Pfeiler sind schlanke senkrecht stehende Stützen mit kleinem
Querschnitt. Sie dienen zum Tragen von Decken und Balken.
Die Decken begrenzen die Räume des Bauwerkes waagerecht. Sie
unterteilen die Gebäude horizontal in Geschosse und schließen die Räume nach
oben und unten ab. AuЯer ihrem Eigengewicht haben sie die Verkehrslasten zu
tragen. Alle Decken bestehen aus einem tragenden Teil, der Dämmschicht, dem
Fussboden und dem Putz. Die Decken sollen feuerhemmend, wärme- und
schalldämmend sein.
Das Dach ist der obere Abschluss eines Gebäudes. Das Dach besteht aus dem
Tragwerk und der Dachdeckung. Die Dachhaut ist die wasserundurchlässige
Schicht eines Daches.
Die Treppe dient zur Verbindung zwischen den Stockwerken. Sie liegt iп
еіnеm Treppenhaus. Die Treppe besteht aus einer Reihe von Stufen und Podesten.
Im Treppenhaus eines mehrstöckigen Gebäudes ist ein Aufzug angeordnet.
Übungen zum Text:
I. Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1. Wie werden die Bauelemente eingeteilt?
2. Welche Aufgaben haben tragende Konstruktionen?
3. Aus welchen Teilen besteht ein mehrstöckiges Gebäude?
4. Was versteht man unter dem Begriff „das Fundament“?
5. Was kann als Gründung dienen?
6. Welche Arten der Fundamente kennen Sie? Wodurch unterscheiden sie sich?
7. Welche Funktionen erfüllen die AuЯen- und Innenwände?
8. Wozu dienen Säulen und Pfeiler?
9. Welche Funktionen erfüllen die Decken?
10. Aus welchen Teilen besteht die Konstruktion der Decke?
11. Woraus besteht die Konstruktion des Daches?
12. Wozu dient und woraus besteht die Treppe?
13. Welches Bauelement nimmt alle Lasten des Gebäudes auf?
Wiederholung der Grammatik!
II. übersetzen Sie. Erklären Sie die Bedeutung der gebrauchten Konstruktionen
haben +zu+Infinitiv, sein+zu+Infinitiv.
1. Bauwerke verschiedener Art sind zu errichten.
2. Die Wohnung ist durch Trennwände im Zimmer aufzuteilen.
3. Die Wände sind aus Platten und Blöcken herzustellen.
4. Die Außenwände haben die Räume vor Witterungseinflüssen zu schützen.
5. Das Baumaterial ist rechtzeitig auf die Baustelle zu befördern.
6. Das Fundament hat alle Belastungen eines Gebäudes aufzunehmen.
7. Sie haben fьr den Abtransport der Bauelemente zu sorgen.
III. übersetzen Sie folgende Teile des Gebäudes ins Russisch
Die Dachdeckung, der Fensterrahmen, der Türrahmen, das Fundament, die
Kellerwand, die Außenwand, die Innenwand, die Kellerdecke, das Tragwerk, die
Treppe, das Treppenhaus, die Trennwand, das Dach, die Stufen, die
Geschossdecke, die Dachbodendecke, die Dachhaut.
IV. übersetzen Sie. Beachten Sie die fettgedruckten Konjunktionen.
1. Der Antransport der Bauelemente erfolgt entweder durch Lastkraftwagen
oder durch Spezialwagen. 2. Weder die Ziegelbauweise noch die
Blockbauweise kommen fьr dieses Gebäude in Frage. 3. Je mehr
Mechanismen auf der Baustelle verwendet werden, desto hцher ist die
Arbeitsproduktivitätaet der Bauarbeiter. 4. Sowohl in der Blockbauweise, als
auch in der Plattenbauweise wird noch viel Arbeit von Hand ausgeführt. 5.
Obwohl die Brigade nur in einer Schicht arbeitete, waren die Ausbauarbeiten
in zwei Monaten zu Ende. 6. Indem man im Wohnungsbaukombinat
arbeitsaufwendige Prozesse mechanisiert, verkürzt man die Zeit fьr die
Herstellung der Bauelemente. 7. Damit die Menschen immer mehr neue
Wohnungen erhalten, wird der Vervollkommnung der Bautechnik und
Arbeitsorganisation auf der Baustelle viel Aufmerksamkeit geschenkt. 8. Da
ein neues Betonwerk vor kurzem in Betrieb gesetzt wurde, konnte man die
Fertigbauteile dort bestellen. 9. Auf der Baustelle war das Gelände schon von
der Planierraupe ausgeglichen, deshalb konnte man die Vorarbeiten zur
Gründung des Fundaments durchführen.
V. Füllen Sie die Tabelle aus:
Die Teile des Gebäudes Definition Funktion
Die Teile des Gebäudes
Definition
Funktion
Text № 14
Bereichern Sie Ihren Wortschatz!
die Flachgründung, =, -en фундамент мелкого заложения
die Tragwirkung, =, -en несущее действие
der Pfahl, -s, Pfähle свая
der Bohrpfahl буронабивная свая
der Fortschritt, -es, -e успех, прогресс
vor Ort в забое
Pfahlgründungen und ihre Tragwirkung
Während Flachgründungen mit Einzel- und Streifenfundamenten oder
Fundamentplatten die Standsicherheit von Gebäuden auf tragfähigem
Erdreich gewährleisten, muessen bei schwierigem Baugrund Pfahlgründungen
eingeplant werden. Die Herstellungsmethoden der Bohrpfähle sind dabei so
unterschiedlich wie ihre Anzahl: Mit über 100 Pfählen ist beispielsweise ein Hochhaus
in Frankfurt am Main im Boden verankert.
Die Gründung auf Holzpfählen ist die älteste Art der Pfahlgründung, was
archäologische Funde aus der Jungsteinzeit um 5000 vor Chr. belegen. Ein
Hinweis stammt auch vom griechischen Geschichtsschreiber Herodot; er
beschreibt Hütten auf Pfählen im See Prasias in Makedonien. Eines der
bekanntesten Beispiele ist die Lagunenstadt Venedig, deren ungefähr 20000
Bauwerke auf Holzpfählen gründen.
Während man früher ausschließlich Holzpfähle verwendete, die mittels
Handrammung in den Baugrund abgeteuft wurden, entstehen im Laufe der Zeit,
insbesondere im 19. Jahrhundert, verschiedene Fortschritte in der Rammtechnik.
Heute existieren neben dem Einrammen mit schweren Geräten noch
unzählige Verfahren zur Herstellung von Pfählen. Sie alle sind abhängig von der
Bodenbeschaffenheit sowie der unterschiedlichen Geräteausrüstung. Bei härteren
Bodenschichten wird vorab der Boden „gemeißelt“, um ihn zu lockern. Dann
bohren sich beispielsweise „Schnecken“ oder „Greifer“ in die Tiefe. Generell
unterscheidet man zwischen Verfahren mit Erdreichverdrängung durch
vorgefertigte Pfähle und Erdaushub mit Herstellung der Pfähle vor Ort.
Während Holz als Pfahlmaterial nur bei Lockergestein mцglich ist, koennen
Beton oder Stahl immer verwendet werden.
Übungen zum Text:
I. Steht das im Text oder nicht? Korrigieren sie falsche Äußerungen.
1. Die Gründung auf Holzpfählen ist die jüngste Art der Pfahlgründung.
2. Eines der bekanntesten Beispiele der Pfahlgründung ist Venedig, dessen
ungefähr 20000 Bauwerke auf Holzpfählen gründen.
3. Die Herstellungsmethoden der Bohrpfähle sind so verschieden wie ihre
Anzahl.
4. Heute existieren außer dem Einrammen mit schweren Geräten noch sehr
wenige Verfahren zur Herstellung von Pfählen.
5. Die Herstellung von Pfählen hängt von den Bodenbeschaffenheiten nicht
ab.
6. Man unterscheidet zwischen Verfahren mit Erdreichverdrängung durch
vorgefertigte Pfähle und Erdaushub mit Herstellung der Pfähle vor Ort.
7. Holz, Beton und Stahl als Pfahlmaterial koennen immer verwendet werden.
II. Besprechen Sie in der Gruppe!
1. Welche Art der Pfahlgründungen ist die älteste? Welche Beispiele gibt es
dazu?
2. Welche Verfahren gibt es heute zur Herstellung von Pfählen? Wovon sind
sie abhängig?
3. Warum koennen Beton und Stahl bei der Herstellung von Pfählen immer
verwendet werden, während Holz als Pfahlmaterial nur bei Lockergestein
mцglich ist?
Wiederholung der Grammatik!
III. Finden Sie in den unterstrichenen Sätzen Präpositionen, übersetzen Sie sie
und bestimmen Sie den Kasus der Wörter nach diesen Präpositionen.
IV. Verbinden Sie die Wörterteile. Vergessen Sie dabei nicht, den Artikel der
Allgemeine Anforderungen und Qualitätsprüfung der Pfähle
Bereits bei der Planung einer Pfahlgründung muessen Aufbau und
Beschaffenheit des Baugrundes sowie der Grundwasserverhältnisse ausreichend
bekannt sein oder durch geotechnische Untersuchungen von einem Fachplaner
geklärt werden. Nur so ist die Standsicherheit und
Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks geotechnisch zu beurteilen und die Qualität
der Gründung sicherzustellen.
Das Ergebnis der Untersuchungsauswertungen entscheidet schließlich endgültig
über die Art der Gründung. Zusaetzlich ermöglichen direkte Aufschlussbohrungen die
Tragfähigkeit des Baugrundes noch genauer zu bestimmen. Die Tiefe dieser Bohrungen
hängt weitestgehend von der Belastungssituation der geplanten Bebauung ab.
Nach Herstellung der Pfähle lässt sich deren Qualität mit
verschiedenen Methoden und Verfahren wie beispielsweise Ultraschall oder
Low-Strain-Integritätsprüfung ermitteln. Bei der Ultraschallmethode wird
der Pfahl mit Schallwellen durchstrahlt. Die hierfür erforderlichen Kontroll- und
Messrohre koennen entweder zuvor am Bewehrungskorb befestigt oder
nachträglich in den Pfahl gebohrt werden.
Dem gegenüber ermöglicht die inzwischen gängigere Low-Strain-
Integritätsprüfung eine zerstörungsfreie Qualitätsermittlung. Der Nachweis erfolgt
mit Hilfe der Stoßwellenmethode: Der Pfahlkopf wird mit einem Hammerschlag
in Schwingung versetzt und der Impuls mit Beschleunigungsaufnehmern am
Pfahlkopf erfasst. Der Geschwindigkeits-Zeit-Verlauf der Stoßwelle lässt
Aussagen über die planmaessige Qualität, Länge und Querschnittstreue zu.
Erläuterungen
zum Text:
das Grundwasserverhältnis, -es, -se соотношение грунтовых вод
die Aufschlussbohrung, =, -en разведочная скважина, бурение
die Low-Strain [lou-strein]- проверка целостности без
Integritätsprüfung, =, -en деформации
ermitteln выяснять, устанавливать
die Stosswellenmethode, =, -n ударно-волновой метод
Übungen zum Text:
I. Beantworten Sie die Fragen zum Text:
1. Wodurch koennen Aufbau und Beschaffenheit des Baugrundes geklärt
werden?
2. Was entscheidet über die Art der Gründung?
3. Wovon hängt die Tiefe der Aufschlussbohrungen?
4. Wie kann man die Qualität der Pfähle ermitteln?
5. Womit wird der Pfahl bei der Ultraschallmethode durchstrahlt?
6. Welche Qualitätsermittlung ermöglicht Low-Strain-Integritätsprüfung?
7. Wie vergeht Low-Strain-Integritätsprüfung?
II. Aus welchen Substantiven sind folgende zusammengesetzte Substantive
gebildet?
Der Bewehrungskorb, der Pfahlkopf, die Integritätsprüfung, die
Qualitätsermittlung, die Ultraschallmethode, die Pfahlgründung, der
Baugrund, das Grundwasserverhältnis, der Fachplaner, die Standsicherheit,
die Gebrauchstauglichkeit, die Untersuchungsauswertung, die
Belastungssituation, die Aufschlussbohrung.
III. Erzählen Sie!
Worin besteht der Unterschied zwischen der Ultraschallmethode und der
Stosswellenmethode? Beschreiben Sie, wie diese Methoden verwirklicht
werden.
Wiederholung der Grammatik!
IV. Bestimmen Sie die Form der Prädikate in den fettgedruckten Sätzen.
Versuchen Sie Scherzfragen zu beantworten:
1. Wer baut Brücken ohne Holz und Stein?
2. In welchem Monat essen die Menschen am wenigsten?
3. In einem Korb liegen fünf Äpfel. Diese Äpfel soll man unter fünf Kinder
verteilen. Dabei soll ein Apfel im Korb bleiben. Wie macht man das?
4. Wie viel Buchstaben sind in einem Buch?
Lesen Sie und erzählen Sie nach.
Freizeit
„Gestern habe ich den Abend gut verbracht!“
„Ach – waren Sie im Theater?“
„Ich nicht, aber meine Frau!“
Die Störche
„Irgendwas kann an der Geschichte mit den Störchen nicht stimmen“,
wundert sich Fritzchen. „Die Störche zeihen doch im Herbst weg,
und ich bin im Dezember geboren!“
Gute Nacht
Damit sein Sohn einschläft, liest der Vater abends am Bett Märchen vor. Eine
halbe Stunde später öffnet die Mutter leise die Tьr und fragt:
“Ist er endlich eingeschlafen?“
Der Sohn antwortet: „Ja, endlich…“
Text № 16
Merken Sie sich folgende Vokabeln.
dicht gedrängt плотно расположенный
der Speicherraum, -s, -räume чердак
das Satteldach, -es, -dächer двускатная крыша
das Walmdach, -es, -dächer вальмовая (четырёхскатная) крыша
der Sparren, -s, = стропило
der Kehlbalken, -s, = наслонное стропило; затяжка
das Pfettendach, -es, -dächer крыша с наклонными стропилами
der Stuhl, -s, Stühle (висячая) стропильная конструкция
der Einschnitt, -(e)s, -e перен. перелом
Entwicklung der Dachkonstruktionen und Dachformen
Den ersten Eindruck von einer Stadt gewinnt man oftmals über ihre Silhouette.
Doch dieser vor allem durch unterschiedliche Dachformen geprägte Anblick einer
Ortschaft hat sich im Laufe der Geschichte sehr gewandelt. So wurde das geneigte Dach
gestalterisch und funktional immer unbedeutender und weicht mehr und mehr kühlen,
flachen Gebäudeabschlüssen. Doch damit verlieren Städte an Charakter und Identität.
Jede Stadt ist anders und zeichnet sich durch bestimmte
Sehenswürdigkeiten, Gebäude und Bauweisen aus. Dennoch ähnelten sich die
Silhouetten deutscher Städte bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Ihre seit dem
Mittelalter vorherrschende „typische“ Ansicht war geprägt von einer von
Kirchtürmen dominierten zu den Stadträndern hin abfallenden Dachlandschaft.
Die vielen dicht gedrängten Häuser besaßen fast ausschließlich Steildächer – ganz
gleich, ob sie mit Ziegeln, Schiefer oder einem anderen Material gedeckt waren.
Doch obwohl man damals sowohl aus bautechnischen als auch aus funktionalen
Gründen (etwa wegen des notwendigen Speicherraums) kaum in der Lage war,
von der Konstruktion des mehr oder minder geneigten Daches abzuweichen,
herrschte keine Gleichförmigkeit. Zahllose Sattel-, Walm- und Mansarddachtypen
sorgten für eine große Vielfalt.
Im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung bestanden Dächer
vermutlich vorwiegend aus Sparrenkonstrukrionen mit Neigungen von
mindestens 45 Grad. Als Dachform dominierten Sattel- und Walmdächer.
Im 17. Jahrhundert gesellten sich zu den Sparren- und Kehlbalkendächern die
Pfettendächer. Durch Konstruktionen mit stehendem oder lagendem Stuhl
beziehungsweise Hänge- oder Sprengwerk ließen sich bereits beachtliche Dimensionen
überspannen. Das 18. Jahrhundert brachte das fь
r den Barock typische Mansarddach in
all seinen Facetten. Mit der Romantik zum Ende des 18. Jahrhunderts erlebten alte
Dachformen eine Renaissance. Neben „reinen“ Konstruktionen wurden Stile, Formen,
Materialien und Dachneigungen beliebig kombiniert. Die bis dahin nur als
Holzkonstruktionen ausgeführten Dachstühle bekamen mit der zunehmenden
Verwendung von Gusseisen erstmals Konkurrenz. Das in der Gründerzeit bevorzugte
Steildach konnte somit schon in unterschiedlichen Konstruktionsweisen ausgeführt
werden.
Einen weiteren Einschnitt in die gewachsenen Dachstrukturen bildete die
Entwicklung und Etablierung des Eisenbetons zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Die Vorteile eines Flachdaches, wie die Holzersparnis und die damit geringere
Feuergefahr sowie die Möglichkeit, Dachgärten anzulegen oder das Gebäude
einfach aufzustocken, wurden Realität. Man begriff den anfänglich wegen der
großen Spannweiten nur bei Industriebauten genutzten Konstruktionstyp bald als
Chance, antike Architekturideale umzusetzen. Klare Gebäudeabschlüsse sollten
die Häuser optisch aufwerten und das Stadtbild verbessern.
Übungen zum Text:
I. Übersetzen Sie die unterstrichenen Sätze schriftlich ins Russische.
Beachten Sie die Wortfolge bei den erweiterten Attributen.
II. Von welchen Verben (Infinitiv nennen) sind folgende Partizipien
gebildet? Übersetzen Sie die Partizipien ins Russische:
III. Erraten Sie die Wörter:
1. d s t a c h e i l
2. f r ö k e i m i g t c h g l e i
3. r r a s p e n
4. n s d i m e i o n
5. k t i o n o n s t k r u
6. l v t e i o r
7. s p n i s e r a r
IV. Erzählen Sie über die charakteristischen zeitlichen Veränderungen in der
Dachlandschaft der deutschen Städte. Schreiben Sie zuerst aus dem Text
notwendige Stichwörter. Benutzen Sie dabei den folgenden Plan:
1. Die Ansicht der deutschen Städte bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts;
2. die Dachformen im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung;
3. deutsche Dachkonstruktionen in den 17.-18. Jahrhunderten (Stile,
Formen, Materialien);
4. die Entwicklung der Dachstrukturen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
V. Kombinieren Sie Wortverbindungen
aus Sparrenkonstruktionen
aufstocken
den ersten Eindruck
sich gesellen
durch bestimmte Bauweisen
gewinnen
für eine große Vielfalt
verbessern
zu den Kehlbalkendächern
bestehen
eine Renaissance
sich auszeichnen
das Gebäude
sorgen
das Stadtbild
erleben
VI. Übersetzen Sie die Wörter ins Russisch
1 Putdach
2 Satteldach
3 Walmdach
4 Pyramiden-/Zeltdach
5 Mansarddach
6 Krüppelwalmdach
7 Mansardwalmdach
8 Schleppdach
9 Faltdach
10 Kreuzdach
11 Glockendach
12 Zwiebeldach/Welsche Haube
13 Fußwalmdach
14 Tonnendach
15 Rhomben-/Helmdach
16 Kegeldach
17 Shed-/Sägedach
18 Flachdach
19 Hängedach
20 Gitterschale
21 Sparrendach
22 Kehlbalken- Sparrendach
23 Kehlbalken- Sparrendach mit einfach stehendem Stuhl
24 Pfettendach
25 Mansarddach
26 Pfettendach mit liegendem Stuhl
27 Hängewerk (doppelt)
28 Fachwerkbinder
Bereichern Sie Ihren Wortschatz!
die Rohdecke, =, -n несущее перекрытие
die Unterdecke, =, -n подвесное перекрытие
die Stahlsteindecke, =, -n армокаменное перекрытие
die Teilmontagedecke, =, -n не полносборное перекрытие
die Vollmontagedecke, =, -n полносборное перекрытие
Mönch und Nonne попеременное расположение черепиц
(выпуклостью вверх и вниз)
zu Gunsten в пользу
Text №17
Bereichen Sie Ihren Wortschatz!
die Rohdecke, =,-n несущее перекрытие
die Unterdecke, =,-n подвесное перекрытие
die Stahlsteindecke, =,-n армокаменное перекрытие
die Teilmontagedecke, =,-n не полносборное перекрытие
die Vollmontagedecke, =,-n полносборное перекрытие
Moench und Nonne попеременное расположение черепиц
(выпуклостью вверх и вниз)
zu Gunsten в пользу
Entwicklung der Dachdeckungen
Die Decke ist ein oberer Abschluss eines Raumes. Die Fertigdecke umfasst
Oberdecke (Fussboden), Rohdecke als statisch wirksamen Teil der Decke und
Unterdecke. Man unterscheidet:
1. nach der Lage: Keller-, Erd-, Geschoss- und Dachdecken;
2. nach dem Werkstoff: Holzdecken, Massivdecken (bestehen aus Stein oder
Beton mit oder ohne Stahlbewehrung und auch mit zwischen gesetzten Stahlträgern,
z.B. Stahlsteindecken, Stahlbetonrippendecken u.a.);
3. nach der Herstellungsart: Monolith-, Teilmontage- und Vollmontagedecken;
4. nach dem statischen System: Balken-, Plattenbalken- und
Plattendecken.
Die Balkendecke besteht aus dicht nebeneinander oder im Abstand
voneinander liegenden Balken. Bei in Abständen verlegten Balken werden die
Zwischenräume mit quertragenden Ausfachungsteilen (Füllkörpern) geschlossen,
die ihre Lasten auf die Balken ьbertragen. Die Plattenbalkendecke stellt eine
Kombination aus Balken und einer Platte dar, die in Verbundwirkung stehen.
* * *
Über Jahrhunderte wurden die vielfältigen Dachdeckungsarten
gleichwertig verbaut. Fanden sich in manchen Regionen bestimmte
Deckungsmaterialien häufiger als andere, hing dies in erster Linie mit den
lokalen Rohstoffreserven zusammen.
Erste Dachhüllen bestanden aus Stroh oder gespaltenen Holzschindeln
beziehungsweise grob behauenen Steinplatten, die schuppenartig übereinander
gelegt wurden. Die von den Römern schon vor viertausend Jahren verwendeten
Dachziegel aus gebranntem Ton fanden in Form der Mönch- und
Nonnendeckung erst ab dem 12. Jahrhundert ihren Weg nach Deutschland. In
diese Zeit fällt auch die Verbreitung des Biberschwanzes, der jedoch aus den
Holzschindeln oder der Steinplattung entstanden ist. Die Hohlpfannen kamen ab
dem 15. Jahrhundert und verdrängten zunehmend die leicht entzündbaren
Holzschindeldächer.
Deckungen mit gebrannten Tonziegeln waren zu Beginn des 19.
Jahrhunderts die am weitesten entwickelte Dachdeckungstechnik. Mit der
industriellen Entwicklung entdeckte man aber nach und nach auch Teer und
Bitumen, Glas oder verzinkte Eisenbleche als Dachabdichtung. Der
Betondachstein etablierte sich erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts, obwohl
bereits flache und gering geneigte Dächer neue Deckungsarten und –materialen
erforderten. Heutzutage sind Dachdeckungen aus Blei, Holz oder Stroh fast
gänzlich aus den Städten verschwunden. Dagegen ist Schiefer regional noch
sehr verbreitet und Kupfer findet sich vorrangig an historischen und
repräsentativen Gebäuden. Das erweiterte Spektrum an Dachmaterialien hat sich
allerdings vor allem wegen der flachen Dachneigungen und der besseren
Umsetzbarkeit von Anschlüssen weiter zu Gunsten neuer Dachmaterialien wie
veredelten Walzbleche, Bitumenbahnen, Faserzement, Glas oder Aluminium
verlagert. Als relativ „neue“ Erscheinung ist noch das begrünte Dach
erwähnenswert. Nichtsdestotrotz spielt der altbewährte Tonziegel im aktuellen
Baugeschehen noch eine beachtliche Rolle.
Übungen zum Text:
I. Wählen Sie russische Äquivalente
1. die Dachdeckung a. распространение
2. die Steinplatte b. кровельная черепица
3. der Dachziegel c. плоская черепица
4. die Verbreitung d. гидроизоляция крыши
5. der Betondachstein e. покрытие для крыши, кровля
6. die Dachabdichtung f. каменная плита
g. бетонная кровельная черепица
1. verdrängen a. исчезать
2. erfordern b. вытеснять
3. verwenden c. быть связанным
4. sich verlagern d. требовать
5. verschwinden e. определять
6. zusammenhängen f. использовать
g. перемещаться
II. Aus welchen Teilen und Wortarten sind folgende Wörter
zusammengesetzt?
Die Dachdeckungsart, das Deckungsmaterial, die Rohstoffreserve, die
Dachhülle, der Biberschwanz, die Bitumenbahn, das Baugeschehen, die
Dachneigung, die Gründerzeit.
III. Übersetzen Sie die unterstrichenen Sätze schriftlich ins Russische.
Beachten Sie die Wortfolge bei den erweiterten Attributen.
IV. Ergänzen Sie die Sätze, gebrauchen Sie dabei den Text.
1. Die Decke ist … .
2. Man unterscheidet nach der Lage … .
3. Die Balkendecke besteht aus … und die Plattenbalkendecke aus … .
4. Erste Dachhüllen bestanden aus … .
5. Die Hohlpfannen kamen … und verdrängten zunehmend die leicht
entzündbaren Holzschindeldächer.
6. Der Betondachstein erschien erst … .
7. Heutzutage baut man fast keine Dachdeckungen aus … .
8. Man entwickelte neue Dachmaterialien wie … .
9. Als relativ neue Erscheinung kann man … erwähnen.
Lesen Sie und erzählen Sie nach.
Taschengeld
„Papa, ich habe zwei Fragen an dich. Erstens, kann ich
mehr Taschengeld haben und zweitens, warum nicht?“
So ein Pech
Ein Student, der im Examen durchgefallen ist, schreibt
eine SMS an seinen Bruder:
„Nicht bestanden. Bereite Vater vor.“
Der Bruder schreibt zurück:
„Vater vorbereitet. Bereite dich vor.“
Richtige Meinung
Student: “Warum muessen wir immer Ihrer Meinung sein?“
Professor: “Sie muessen nicht, aber meine ist die richtige…“
Text№18
Wände
Die Räume werden durch Wände gebildet. Aus der Lage im Gebäude und den
Anforderungen der Nutzer gibt es fьr die Wände eine Vielzahl unterschiedlicher
Bedingungen.
Sie koennen als Teil der Gebäudekonstruktion Decken-, Dach- und
Wandkonstruktionen tragen. Diese Wände werden als tragende Wände bezeichnet.
Die Wände, die nicht Teil der Tragkonstruktion des Gebäudes und daher nur
durch ihre Eigenmasse und untergeordnete Einbauten (z. B. Waschbecken) belastet sind,
heiЯen nichttragende Wände.
Außerdem werden die Innen- und Außenwände sowohl nach der Form
(Abmessungen) als auch nach den verwendeten Materialien unterschieden.
Wandbaukonstruktionen erhalten sowohl tragende als auch nicht tragende
Innenwände. Je nach Zweckbestimmung des Gebäudes und der betreffenden Räume
verändern sich die von den Nutzern gestellten Forderungen an die Innenwände.
Leichte nichttragende Trennwand ist ein tafelförmiger Bauteil, der innerhalb der
Tragkonstruktion zwischen zwei Geschossdecken Räume voneinander trennt.
Nichttragende Wände sind nach ortsfesten und umsetzbaren Wänden zu unterscheiden.
Die umsetzbare Trennwand ist eine Montagewand, die ohne angrenzenden FuЯbцden,
Decken und Wände zu verändern – nach Bedarf ausgebaut und an anderer Stelle
eingebaut werden kann. Die mobile Trennwand ist eine freistehende Montagewand, die
ohne Eingriff in angrenzende Bauteile in eine andere Lage gerückt werden kann. Nach
der Art der Baustoffe und Bauelemente sowie der Herstellungsweise werden
unterschieden: Ziegelwand, Leichtbetonsteinwand, Stahlsteinwand, Glassteinwand.
Als Material fьr tragende Innenwände werden Beton, Stahlbeton und
Mauerwerk benutzt.
Bei zentralgeheizten Räumen beträgt die Wanddicke wegen des Schall- und
Brandschutzes mindestens 150 mm, während bei unbeheizten Räumen die Wanddicke
von 190 mm nicht unterschritten werden sollte. Die Abmessungen in Breite und Hцhe
der einzelnen Elemente richten sich nach den Laststufen der für die Gebäudemontage
vorgesehenen Hebezeuge, z. B. 0,8 Mp, 2,0 Mp, 5 Mp.
Ortsfeste nichttragende Innenwände werden vorwiegend als Trennwände
bei Gebäuden mit tragenden Wänden, aber auch in Skelettbauten angeordnet.
Es finden vorgefertigte Bauelemente aus Beton, Gips mit Leichtzuschlagstoffen
oder Porengips Anwendung. Die Abmessungen sind entsprechend der Materialart und
der Laststufe unterschiedlich. Sie reichen von Raumgröße bis zu Formaten fьr die
Handmontage. Ihre Dicke ist unterschiedlich, z. B. 40 mm in Stahlbeton fьr die Küche-
Bad-Trennwand 190 mm in Schwerbeton bei Industriehallen.
Anforderungen des Wärmeschutzes sind meist gering. Bei Feuchträumen ist eine
besondere Oberflächenausbildung erforderlich. Umsetzbare Innenwände werden künftig
immer mehr dort eingesetzt, wo damit gerechnet werden muss, dass sich die
Raumaufteilung öfter verändert.
Erläuterungen zum Text:
Ortsfest стационарный, неподвижный
die Skelettbaukonstruktion, =, -en каркасная строительная конструкция
Übungen zum Text :
I. Beantworten Sie folgende Fragen:
1. Wozu dienen die Wände?
2. Koennen die Wände Decken-, Dach- und Wandkonstruktionen tragen? Wie
werden solche Wände bezeichnet?
3. Welche Wände heißen nichttragende Wände?
4. Nach welchen Merkmalen werden die AuЯen- und Innenwände unterschieden?
5. Welche Arten der nichttragenden Wände kennen Sie?
6. Welches Material wird fьr tragende und nichttragende Innenwände benutzt?
7. Wie dick sind die Wände bei zentralgeheizten und unbeheizten Räumen?
8. Wo werden ortsfeste nichttragende Innenwände angeordnet?
9. Wie sind die Anforderungen des Wärmeschutzes?
II. Bilden Sie alle Zeitformen des Passivs von den fettgedruckten Formen im
Präsens und übersetzen Sie die Sätze!
1. Die Räume werden durch Wände gebildet.
2. Diese Wände werden als tragende Wände bezeichnet.
3. Außerdem werden die Innen- und Außenwände sowohl nach der Form
(Abmessungen) als auch nach den verwendeten Materialien
unterschieden.
4. Als Material fьr tragende Innenwände werden Beton, Stahlbeton und
Mauerwerk benutzt.
5. Ortsfeste nichttragende Innenwände werden vorwiegend als Trennwände
bei Gebäuden mit tragenden Wänden, aber auch in Skelettbauten
angeordnet.
6. Umsetzbare Innenwände werden immer mehr dort eingesetzt, wo die
Raumaufteilung oft gemacht wird.
III. Bilden Sie antonymische Paare!
Geheizte Räume, tragende Wände, gebrannter Kalk, zulässige Belastung,
unbewehrte Elemente, ortsfeste Wände, untergeordnete Einbauten, geringe
Anforderungen, umsetzbare Innenwände, unterschiedliche Bedingungen,
veränderte Forderungen, senkrechte Konstruktion.
IV. Bilden Sie Dialoge!
A. Wodurch unterscheiden sich tragende und nichttragende Wände?
B. … … … .
A. Und wie unterscheiden sich die Innen- und Außenwände?
B. … … … .
A…. … …?
B. Das ist ein tafelförmiger Bauteil, der innerhalb der Tragkonstruktion
zwischen zwei Geschossdecken Räume voneinander trennt.
A…. … … ?
B. Nichttragende Wände sind nach ortsfesten und umsetzbaren Wänden zu
unterscheiden.
A. Was bedeutet die umsetzbare Trennwand?
B. … … … .
A. Und was bedeutet die mobile Trennwand?
B. … … … .
A. … … … ?
B. Nach der Art der Baustoffe und Bauelemente sowie der Herstellungsweise
werden unterschieden: Ziegelwand, Leichtbetonsteinwand, Stahlsteinwand,
Glassteinwand.
Text № 19
Außenwände
Die Außenwand ist äußerer vertikaler Raumabschluss. Außenwände haben die
Aufgabe, den Innenraum einerseits mit hohem Wirkungsgrad gegen
natürliche und künstliche Einflüsse, wie Sommer- und Wintertemperatur, Schlagregen,
Wind, Schall, Wasserdampf, u. a., abzuschirmen und anderseits das
Innenklima, sofern es sich um einen Wohn- oder Arbeitsraum handelt,
gesundheitsfördernd zu beeinflussen. Die Gliederung der Außenwände erfolgt nach
unterschiedlichen Gesichtspunkten:
1. Nach der statischen Beanspruchung:
1.1. Eine tragende Außenwand trägt bezogen auf die Geschosshöhe mehr
als ihre Eigenlast, vor allem Decken- und Verkehrslasten aus darüberlegenden
Geschossen.
1.2. Eine selbsttragende Außenwand nimmt die Eigenlast von mehr als
einer Geschosshöhe, aber keine Decken- und Verkehrslasten auf.
1.3. Eine nichttragende Außenwand kann dagegen auf Grund ihrer
Konstruktion weder Wand-Eigenlasten, darnebenliegende Geschosse, noch
Decken und Verkehrslasten aufnehmen; ihre Eigenlast wird in jedem Geschoss
in die Primärkonstruktion (z. B. Decke, Riegel, Stütze, Querwand) eingeteilt.
Nichttragende Außenwände bestehen im Allgemeinen aus Fertigteilen
(Außenwandelementen), die der Primärkonstruktion vorgehängt, vorgesetzt oder
zurückgesetzt befestigt werden koennen. Werden die Außenwände vorgehängt, so
spricht man von einer Vorhangwand oder Vorhangfassade. Vorgehängte und
vorgesetzte Außenwandelemente erfüllen nicht nur ihre raumschließende
Funktion, sondern sie schützen gleichzeitig die Primärkonstruktion vor direkten
Witterungseinflüssen.
2. Nach der Eigenmasse:
2.1. sehr leichte Außenwände: 50kg/m2;
2.2. leichte Außenwände: 50 bis 100 kg/m2;
2.3. mittelschwere Außenwände: 101 bis 200 kg/m2;
2.4. schwere Außenwände: 200 kg/m2.
3. Nach Bauweise und Baustoff:
3.1. monolithische Außenwände aus Ziegelmauerwerk, Beton u. a.
3.2. montierte Außenwände aus Fertigteilen (Außenwandelemente), die
aus Beton oder Leichtbaustoffen (z. B. Leichtmetall-Holz-, Leichtmetall- Plast-,
Glas-Stahl-Konstruktionen) bestehen koennen.
4. Nach Konstruktionarten.
4.1. Bei der Plattenkonstruktion unterscheidet man einschichtige
Wandplatten mit homogener Struktur, z. B. Beton, leichte Flächenelemente mit
stabilisierender Profilstruktur aus Metall, Plaste u. a. und mehrschichtige
Wandplatten mit inhomogener Struktur( z.B. Beton-Dämmstoff-Elemente,
Stützkernelemente).
4.2. Von einer Rahmenkonstruktion in Tafelbauweise spricht
man, wenn eine tragende Unterkonstruktion aus Holz oder Metall
beiderseitig mit Deckschichten aus Asbest, Leichtmetall u. a. beplankt
ist und aussenseitig nicht in Erscheinung tritt.
4.3. DieVollsprossenkonstruktion besteht aus einzelnen vertikalen und
horizontalen Konstruktionsgliedern aus Stahl oder Leichtmetall
(Sprossen), die am Haupttragwerk befestigt werden und zur Aufnahme der
Ausfachungselemente dienen.
Erläuterungen zum Text:
der Riegel, -s, = ригель; задвижка, засов; запор
die Vollsprossenkonstruktion решетчатая конструкция
das Haupttragwerk главная несущая конструкция
Übungen zum Text :
I. Beantworten Sie folgende Fragen:
1. Was verstehen Sie unter dem Begriff die Außenwand?
2. Welche Aufgaben haben die Außenwände?
3. Nach welchen Gesichtspunkten erfolgt die Gliederung der Außenwände?
4. Welche Wände unterscheiden sich nach der statischen Beanspruchung?
5. Wie unterscheiden sich die Wände Nach der Eigenmasse?
6. Welche Gliederung der Wände gibt es Nach Bauweise und Baustoff?
7. Welche Wände unterscheiden sich nach Konstruktionarten?
II. Bestimmen Sie die Arten der Satzgefüge, und übersetzen Sie die Sätze.
1. Wände, die keine Belastung anderer Gebäudekonstruktion tragen, werden
als tragende Wände bezeichnet.
2. Das Wohnhaus, an dessen Errichtung unsere Studenten teilgenommen
haben, ist schon bezugsfertig.
3. Der Wohnungsbau wird dort erweitert, wo es auf Grund der Entwicklung
der Produktivkräfte erforderlich ist.
4. Das Wohnungsbauprogramm ist so weiterzuführen, dass bis 2010 die
Wohnungsfrage gelöst wird.
5. Die Wohnungsfrage kann schneller gelöst werden, wenn moderne
Baumethoden angewendet werden.
III. Ergänzen Sie die Sätze mit den Wörtern und Wortverbindungen , die in
Klammern stehen.
1. … tragen die Belastung anderer Gebäudeteile.
2. Tragende Wände koennen als Teil der Gebäudekonstruktion … tragen.
3. Wände, die nicht Teil der Tragkonstruktion und nur durch ihre Eigenmasse
belastet sind heißen … .
4. Innen- und Außenwände werden sowohl … als auch … unterschieden.
5. Nichttragende Wände koennen … und … sein.
( ortsfest, umsetzbar; tragende Wände, nichttragende Wände; Decken-, Dach-
und Wandkonstruktionen; nach der Form, nach den verwendeten Materialien)
IV. Bilden Sie und behalten Sie Pluralformen der Substantive:
Der Raum, der Gesichtspunkt, das Geschoss, die Funktion, der Einfluss, die
Bauweise, das Bauelement, die Struktur, die Erscheinung, der Abschluss, der
Innerraum, die Geschosshöhe, der Teil.
Text № 20
Anforderungen an die Gebäude
Als Gebäude werden Industrie- und Wohnungsbauten, gesellschaftliche und
landwirtschaftliche Bauten verstanden, die der Produktion, dem Aufenthalt von
Menschen und der Lagerung dienen.
Von dem Nutzer wird gefordert, dass diese Gebäude zweckmässig die
vorgesehene Nutzung (Funktion) ermöglichen, einen geringen Unterhaltungs- und
Wartungsaufwand benötigen, niedrige Betriebskosten fьr Heizung, Beleuchtung usw.
aufweisen und eine hohe architektonische Qualität besitzen.
Diese Nutzungseigenschaften sind durch Lösungen zu erreichen, die ein
Minimum an Investitionen bei einer kurzen Bauzeit erfordern.
Die Funktionsanforderungen des Nutzers an das Gebäude sind Abmessungen
und Belastungen und bauphysikalische Forderungen.
Die Abmessungen sind Gebäudelänge mit Angabe des Abstandes von Wänden
oder Stützen, Gebäudebreite mit Angabe von Spannweiten oder Anzahl der
Hallenschiffe und Gebäudehöhe mit Angabe der Geschosshöhen und der Anzahl der
Geschosse.
Die Abmessungen der Gebäude ergeben sich aus der Anordnung der
erforderlichen Räume und ihrer Raummaße. Diese auch für die Konstruktion wichtigen
Masse werden als Systemmasse bezeichnet. Zur Ordnung der Vielzahl möglicher
Systemmasse wurden in der „Massordnung im Bauwesen" ausgewählte Masse für die
anzuwendenden Systemmasse im Grundriss und im Aufriss vorgegeben. Die dort
festgelegten Systemmasse bezeichnen sich auf die Haupttragkonstruktion des Rohbaus
und gelten sowohl für Wohn- und Gesellschaftbauten wie für Bauten der Industrie, des
Verkehrswesens und der Landwirtschaft.
Die Belastungen sind lotrechte Verkehrslasten auf den Decken als ruhende
Lasten oder von Transportfahrzeugen, Krananlagen oder Maschinen herrührende
dynamische Lasten.
Das Gebäude und auch Teile des Gebäudes werden belastet durch ständig
wirkende Lasten, die aus der Eigenlast der Bauteile herrühren, langfristige
Verkehrslasten, die aus der Last stationärer Ausrüstungen, wie z. B.
Werkzeugmaschinen, Apparate, Behälter, oder der Last aus Lagergut in Kühlhäusern,
Speichern entstehen und kurzfristige Verkehrslasten, wie die Lasten beweglicher Hebe-
und Transportausrüstungen, z. B. Krane, Elektrokarren und Lasten, die durch
Menschen, Tiere oder Mцbel hervorgerufen werden, sowie Schneelasten, Windlasten,
aber auch Montagelasten, die beim Auf- und Umbau der Gebäude auftreten koennen.
Zu den bauphysikalischen Forderungen gehören Lufttemperatur,
Luftfeuchtigkeit, Heizungsart oder Größe der Fensterflächen und Forderungen
für Beleuchtung oder Schallschutz, etwa gegen Weiterleitung bzw. Abschirmung des
Schalls; Schutz vor Feuchtigkeit; Brandschutz; besondere Maßnahmen z. B. gegen
Strahlengefährdung, Explosionsgefahr, Säureschutz. Die Nutzer erwarten, dass das
Gebäude und damit auch die Bauelemente folgenden Forderungen entsprechen:
Einhaltung einer bestimmten Raumtemperatur . Während bei einigen Räumen
keine Forderungen nach Temperierung vorhanden sind, wird in anderen Räumen die
Einhaltung der Raumtemperatur mit sehr geringen Temperaturunterschieden gefordert;
Einhaltung einer bestimmten relativen Luftfeuchtigkeit;
Möglichkeit der Beheizung durch Ofenheizung, Elektroheizung,
Gasheizung und so weiter;
Gute Lichtverhältnisse in den Räumen . Für die Durchführung spezieller
Tätigkeiten im Gebäude wird eine Beleuchtungsstärke gefordert, die von den
Tätigkeitsmerkmalen abhängt. Neben einer allgemeinen Raumbeleuchtung wird eine
besondere meist höhere Arbeitsbeleuchtung gefordert;
Größe der Fensterflächen . Bei der Forderung nach natürlicher Beleuchtung
ergibt sich die notwendige Große der Fensterflächen. Bei bestimmten
Produktionsprozessen wird zusaetzlich gefordert, dass die Fensterflächen nach Norden
liegen sollen, um eine Gleichmassigkeit der natürlichen Beleuchtung zu erreichen.
Wenn die natürliche Beleuchtung nicht ausreicht, so sind entsprechende Lichtquellen
anzuordnen;
Schallschutz. Je nach der Nutzung des Gebäudes koennen drei Arten der
Schalldämmung gefordert werden:
erstens, im Raum soll kein Lärm von auЯen sein und dieser soll nur
abgeschwächt zu hören sein;
zweitens, vom Raum soll kein Lärm nach außen dringen;
drittens, im Raum soll der entstehende Lärm mцglichst geschluckt werden. Um
diese Forderungen erfüllen zu koennen, muessen die Wände, Decken und Dach
entsprechend konstruiert werden.
Feuchtigkeitschütz. Dazu gehören konstruktive und technisch materiellen
Ma
β
nahmen, die ein Eindringen von Feuchtigkeit im flüssigem oder dampfförmigem
Aggregatzustand in Bauwerke und bauwerksteile verhindern oder abschwächen.
Feuchtigkeit kann auf Bauwerke einwirken in Form von Niederschlagswasser,
Druckwasser, Sickerwasser, Erdfeuchte, Spritzwasser, Kondenswasser, Wasserdampf;
Brandschutz. Es werden für die einzelnen Bauelementgruppen
unterschiedliche Werte des Feuerwiderstandes gefordert.
Erläuterungen zum Text:
der Unterhaltungsaufwand расходы по текущему ремонту,
эксплуатационные расходы на обслуживание
lotrecht вертикальный, отвесный
Übungen zum Text :
I. Beantworten Sie folgende Fragen:
1. Welche Anforderungen werden von den Nutzern an das Gebäude gestellt?
2. Wodurch sind die Nutzungseigenschaften zu erreichen?
3. Welche Funktionsforderungen stellen die Nutzer an das Gebäude?
4. Wodurch werden die Teile des Gebäudes und das Gebäude belastet?
5. Zählen Sie die bauphysikalischen Forderungen an das Gebäude auf.
II. Bestimmen Sie die Teile der Zusammensetzungen und übersetzen Sie die
Substantive.
Die Gebäudelänge, die Gebäudebreite, der Wartungsaufwand, die
Funktionsanforderung, die Beleuchtungsstärke, die Erdfeuchte das
Niederschlagswasser, das Feuerwiderstand, der Produktionsprozess, die
Krananlage, die Heizungsart, die Explosionsgefahr, die Arbeitsbeleuchtung, der
Wasserdampf, die Fensterfläche, der Schallschutz, die Geschosshöhe, die
Betriebskosten, die Bauzeit.
III. Finden Sie die Satzreihen und die Satzgefüge, bestimmen Sie die Art des
Satzgefüges, und übersetzen Sie diese Sätze.
1. Dieses moderne Haus ist vielstöckige, darum ist ein Aufzug hier angeordnet.
2. Mit der Einführung der Raumzellenbauweise werden die Baukosten gesenkt
und die Ausrüstungskräfte werden eingespart. 3. Kommt man nach unserer
Stadt, so kann man viele Neubauten schon von weitem sehen. 4. Der
Wohnungsbau unterliegt einer Reihe von Anforderungen, deren Erfüllung fьr
den ökonomischen zweckmaessigen Aufbau der Städte entscheidend ist. 5. Die
Grundforderung an den Wohnungsbau besteht darin, dass alle Menschen
bequem, gesund, preiswert, und schön wohnen sollen. 6. Die tragenden
Konstruktionen muessen so lange dem Feuer widerstehen, bis sich alle Menschen
aus der Gefahrenzone entfernt haben und die Feuerwehr den Brand eingedämmt
hat, ohne dass Zusammensturz der Konstruktion bei Löscharbeiten befürchtet
werden muss. 7. Die Außenwand ist vielfach durch die Fensteröffnungen in
ihrer tragenden Fläche vermindert, wodurch die Belastbarkeit der tragenden
Wände begrenzt ist. 8. In den Räumen, wo spezielle Tätigkeiten durchgeführt
werden, wird eine Beleuchtungsstärke gefordert, die von den
Tätigkeitsmerkmalen abhängig ist. 9. Wenn die natürliche Beleuchtung nicht
ausreicht, so sind entsprechende Lichtquellen anzuordnen. 10. Alle Teile des
Gebäudes sollen entsprechend konstruiert werden, um diese Forderungen
erfüllen zu koennen.
IV. Mit welchen Adjektiven koennen diese Substantive gebraucht werden?
die Forderung tragend
die Funktion natürlich
die Bauten relativ
die Verkehrslasten beweglich
die Lasten stationär
die Ausrüstungen kurzfristig
die Hebe- und Transportausrüstungen gesellschaftlich
die Lichtquelle bestimmt
die Luftfeuchtigkeit speziell
die Raumtemperatur künstlich
die Tätigkeit lotrecht
die Raumbeleuchtung dynamisch
die Konstruktionsteile bauphysikalisch
V. Berichten Sie über die wichtigsten Anforderungen , die an das
Gebäude gestellt werden!
Lesen Sie und erzählen Sie nach.
In der Buchhandlung
Kunde: Ich möchte ein Buch kaufen.
Verkäufer: Etwas Leichtes?
Kunde: Das ist nicht wichtig. Ich habe meinen Wagen
mit.
Der Antrag
Der bekannte Berliner Internist Theodor
Frerichs heiratete in späten Jahren seine Hausdame. Er
machte seinen Antrag mit den Worten: „Wollen Sie
meine Witwe werden?“
Fünf Minuten
Frau Kluge kommt zu ihrer Freundin, Frau Neumann. Aber nur die kleine Elsa
ist zu Hause.
„Wo ist deine Mutter?“ fragt Frau Kluge.
„Sie ist vor zwei Stunden für fünf Minuten zu Tante Marie gegangen.“
Teil 2
Texte zum Referieren und zur
selbständigen Arbeit
Text № 1
Erläuterungen zum Wortschatz:
pulverförmig порошкообразный
flüssig жидкий
die Holzspanplatte древесностружечная плита
die Holzfaserplatte древесноволокнистая плита
sintern спекаться, ошлаковаться
erstarren затвердевать, схватываться
erhärten твердеть, затвердевать
Bindemittel
Bindemittel sind pulverförmige oder flüssige Stoffe mit der Fähigkeit, sich nach
ihrer Verarbeitung durch chemische oder physikalische Vorgänge zu verfestigen und
dadurch andere Stoffe, die als Füllstoffe wirken, miteinander zu verkitten.
Bindemittel haben die Eigenschaft, mit Wasser angerührt, zu erhärten. Sie sind
ein wesentlicher Bestandteil des Mörtels und Betons und haben die Aufgabe, die
Körner der Zuschlagstoffe fest miteinander zu verbinden.
Für die Bauindustrie sind Bindemittel ein sehr wichtiger Grundstoff. Der
Baufachmann muss die einzelnen Arten genau kennen und die oft sehr
unterschiedlichen Verarbeitungsbedingungen beherrschen, damit die Bindemittel
sparsam und zweckentsprechend verwendet werden und die mit ihnen gefertigten
Bauteile von guter Qualität sind.
Nach ihrer Eigenschaft beim Erhärten unterscheiden wir zwei Gruppen von
Bindemitteln: nichthydraulische und hydraulische Bindemittel.
Nichthydraulische Bindemittel dürfen während des Erhärtens und auch danach
nicht ständig mit Wasser (griechisch: hydor) zusammenkommen; sie bilden
„Luftmörtel" (an der Luft erhärtenden Mörtel). Das Erhärten erfolgt auf Grund
physikalischer und chemischer Vorgänge.
Zu den nichthydraulischen Bindemitteln gehören Baukalke (Luftkalke), Gips-,
Anhydritbinder, Magnesiabinder und die ohne Zuschlagstoffe rein physikalisch
erhärtenden Mörtelbinder Lehm und Schamotte.
Hydraulische Bindemittel erhärten sowohl gänzlich an der Luft als auch unter
Wasser. Sie werden, weil sie auch unter Wasser erhärten, hydraulische Bindemittel
genannt. Sie erhärten ebenfalls auf Grund physikalischer und chemischer Vorgänge.
Zu den hydraulischen Bindemitteln gehören hauptsächlich Zemente, ferner
Wasserkalk, Nassbinder, Mischbinder und Schlackenbinder.
Text № 2
Erläuterungen zum Wortschatz:
verarbeitungstechnische Eigenschaften технологические свойства
die Be- und Entlüftung вентиляция
Gips im Bauwesen
Gips ist ein typischer Baustoff für den Innenausbau, besonders geschützt oder in
speziellen Putzen auch für Fassadenelemente geeignet. Es wird sowohl für
Wandkonstruktionen und für Elemente der Unterdecken als auch für spezielle
Einsatzgebiete, wie Schachtelelemente u. a. m. verwendet.
Gipserzeugnisse haben auf Grund ihrer guten stofflichen und
verarbeitungstechnischen Eigenschaften seit Jahrzehnten einen festen Platz im
Bauwesen. Diese Eigenschaften sind:
— kurze Erhärtungszeiten und damit schnellere Fertigungsfolge;
— gute Form und Verarbeitbarkeit sowie Raumbeständigkeit, Wegfall der Verdichtung;
— gut ausgebildetes Poren- und Kapillarsystem und daraus resultierende
Feuchtigkeitsregulierung, geringe Rohdichte und erhöhte Wärme- und Schalldämmung;
— hoher Feuerwiderstand;
— günstige Austrocknungszeiten.
Gips sowie Gipselemente tragen auf Grund ihrer hydrophilen Eigenschaften
sowohl zur Schaffung als auch zur Erhaltung eines behaglichen Raumklimas bei.
Stoffliche Besonderheiten, die anwendungstechnisch zu berücksichtigen sind, bestehen
in der hohen kapillaren Wasseraufnahme, dem ungünstigen Kriechverfahren und dem
hohen Wasserbedarf bei der Verarbeitung des Gipses.
W a n d e l e m e n t e a u s G i p s . Wandelemente aus Gips können auch für
Wände in Küchen und Badezimmern verwendet werden, da sie einen
Luftfeuchtigkeitsaustausch und damit eine Regelung des Raumklimas zulassen,
Raumwandgroße Innenwände aus Gips, für die Kranmontage entwickelt, werden seit
Jahren im komplexen Wohnungsbau bei der Großplattenbauweise eingesetzt. Ihre
Vorfertigung und Montage ist äußerst günstig und lässt eine Vielzahl von Varianten.
W a n d b a u p l a t t e n a u s G i p s bzw. Schaumgips. Diese Elemente,
raumhoch und für die Handmontage entwickelt, eignen sich für nahezu sämtliche
Leichtwandkonstruktionen. Bei Schaumgips wird eine Masse von nur 50 kg/m2
erreicht. Die Montage erfolgt vertikal bzw. horizontal im Verband. Als Fugenmörtel
wird Gipsbrei verwendet.
Elemente aus Gips für Luft- und Abgasschächte. Schachtelemente aus Gips
werden in Anlagen für Be- und Entlüftung im Gesellschaftsbau sowie für gemeinsame
Abführung von Abluft und Abgas aus Küchen und sanitären Räumen des
Wohnungsbaus eingesetzt.
Text № 3
Erläuterungen zum Wortschatz:
der Ortbeton монолитный бетон
der Betonfertigteil, -s, -e готовый элемент из бетона
der Splittbeton бетон с заполнителем из мелкого щебня
der Ziegelsplittbeton бетон с заполнителем из кирпичного щебня
der Hüttenbimsbeton термозитовый бетон
der Einkornbeton бетон с монофракционным заполнителем
Beton
Beton ist ein Gemisch aus Bindemitteln (meist Zement), Zuschlagstoffen feiner
und grober Körnung (Sand, Kies, Splitt, Schotter, Hochofenschlacken usw.) und Wasser.
Bei der Herstellung des Betons werden seine Bestandteile zunächst in trockenem
Zustand gründlich vermengt. Dann mischt man das unter Zugabe von Wasser nochmals
durch. Die Bedeutung des Betons steigt wegen seiner guten Eigenschaften ständig.
Ohne Beton ist kein großes Bauvorhaben denkbar.
Der überwiegende Teil unserer Bauten besteht heute nicht mehr aus Ziegeln,
sondern aus Beton, der entweder auf der Baustelle als so genannter „Ortbeton" oder in
Betonwerken zu Betonfertigteilen verarbeitet wird. Die Industrialisierung des
Bauwesens erfordert immer mehr Betonfertigteile. Die Betonerzeugung soll daher
weiter gesteigert werden. Dementsprechend werden neue Zement-, Zuschlagstoff- und
Betonwerke errichtet, vorhandene vergrößert und auf den neuesten Stand der Technik
gebracht.
Man kann den Beton nach verschiedenen Gesichtspunkten einordnen
und bezeichnen:
nach Dichte: Leichtbeton, Schwerbeton, Schwerstbeton;
nach dem verwendeten Zuschlagstoff: Sandbeton, Kiessandbeton, Splittbeton,
Ziegelsplittbeton, Hüttenbimsbeton, Porensinterbeton, Einkornbeton (der Zuschlag
besteht aus gleich großen Körnungen);
nach der Konsistenz: steifer (erdfeuchter) Beton, steifer bis weicher (plastischer)
Beton, weicher (flüssiger) Beton, gießbar;
nach der Förderung und Verdichtung: Pumpbeton (weich), pumpbar; Gussbeton
(weich), gießbar; Stampfbeton (steif), wird durch Stampfen verdichtet; Rüttelbeton
(steif bis weich), wird durch Rütteln verdichtet.
Leichtbeton wird in steigendem MaЯe als Baustoff für die Montagebauweise
verwendet. Seine Rohdichte beträgt 0,4—0,8 kg/dm3 (bei den Arten für Dämmzwecke)
und 0,8—1,4 kg/dm3 fьr tragenden Beton. Diese geringen Rohdichten sind auf eine
entsprechende hohe Porigkeit zurückzuführen sowie darauf, dass man leichte
Zuschlagstoffe verwendet. Je kleiner und je zahlreicher die Poren sind, um so besser ist
der Wärmeschutz.
Schwerbeton hat eine Rohdichte von 1,9 ... 2,4 kg/dm3. Die Grundeigenschaften
sind gute Dichtigkeit, hohe Druckfestigkeit, gute Wärmeleitfähigkeit und
Wetterbeständigkeit; er wird daher vor allem für Ingenieurbauten (Brückenbau,
Stahlbetonbau) verwendet. Für Wohnungsaußenwände ist Schwerbeton wegen seiner
schlechten Wärmedämmung nicht geeignet; er muss dann eine Zwischenschicht aus
Wärmedämmstoffen haben.
Der Schwerstbeton für Sonderzwecke (z. B. Maschinenfundamente,
Belastungsmassen) hat durch besonders schwere Zuschläge (Schwerspat, Eisenschrott)
eine Rohdichte von 2,4 ... 5,0 kg/dm5. Er ist wasserundurchlässig und eine hohe
Druckfestigkeit.
Text № 4
Erläuterungen zum Wortschatz:
die Bauweise, =, -n конструкция, способ строительства
an Ort und Stelle на месте
das Bekleiden, -s, = облицовка, покрытие, обшивка
das Ausfachen, -s, = снабжение отделениями, заполнение
Fertigbauteile aus Beton
Die Vorfertigung von Betonelementen (Platten, Blöcken usw.) ist eine
Voraussetzung für das industrielle Bauen und daher für die Entwicklung der
Baustoffindustrie ausschlaggebend. Der Umfang der Vorfertigung nimmt in allen
Bereichen des Bauwesens (Industriebau, ländliches Bauen sowie Wohn- und
Gesellschaftsbauten) sehr stark zu.
Da es sich hauptsächlich um getypte oder standardisierte Bauelemente
handelt, kann sehr wirtschaftlich in der Massen- und Serienfertigung produziert
werden. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit trägt auch die Tatsache bei, dass
die kostspieligen Formen und sonstigen Einrichtungen nicht so vielen
schädigenden Einflüssen ausgesetzt sind wie auf der Baustelle.
Kennzeichnend für das industrielle Bauen ist die Montagebauweise im
Gegensatz zur monolithischen Bauweise, bei welcher der Beton an Ort und
Stelle (auf der Baustelle) verarbeitet wird. Den Fertigbauteilen aus Beton kommt
hierbei eine besondere Bedeutung zu, weil sie überwiegend die tragenden Teile
eines Bauwerkes sind.
Platten aus Leichtbeton werden für dünne Trennwände und als
wärmedämmende Außenwände in der Querwandkonstruktion verwendet. Durch
ihre geringe Masse (im Gegensatz zu Schwerbetonteilen) helfen sie wesentlich
mit, dass die tragenden Konstruktionsteile in den Bauwerken entlastet
(Stahleinsparung) und die Transportkosten vermindert werden.
Für Innenwände werden Gipsplatten auch unbewehrte Leichtbetonwandplatten
hergestellt. Platten aus Gas- und Schaumbeton haben eine besonders gute
Wärmedämmung. Ihre Druckfestigkeit liegt in Abhängigkeit von der Art der
Zuschlagstoffe und von Zementgehalt. Sie können gesägt, gebohrt und genagelt werden;
sie werden unbewehrt als tragende Platten für Außenwände sowie als nicht tragende
schall- und wärmedämmende Platten zum Bekleiden und Ausfachen von
Stahlbetonbauten verwendet. Platten aus Holzbeton lassen sich sägen, nageln und
bohren. Die Luft- und Schalldämmung ist gut.
Text № 5
Erläuterungen zum Wortschatz:
die Zugspannung напряжение на растяжение
die Biegespannung напряжение при изгибе
die Schubspannung напряжение сдвига
das Spannbett, -(e)s, -en напряжение сдвига стенд для изготовления
предварительно напряженных железобетонных элементов
Stahlbeton
Nach ihrer Lage und Aufgabe im Bauwerk werden Bauteile auf Druck, Zug und
Schub beansprucht. Beton ist zwar druckfest, jedoch wenig zug- und schubfest. Beton
allein kann die verschiedenartigen Beanspruchungen der Bauteile nicht aufnehmen. Die
ihm fehlenden Eigenschaften (größere Zugfestigkeit und Schubfestigkeit) müssen durch
Stahleinlagen ergänzt werden.
Der Stahlbeton ist ein Verbundstoff. In ihm sind die beiden Baustoffe Stahl und
Beton zu einem einzigen, dem Stahlbeton, verbunden. Mit den Stoffen verbinden sich
auch deren Eigenschaften. Der Stahlbeton wird auch bewehrter Beton genannt und hat
eine breite Anwendung im Bauwesen gefunden.
Beton allein hat z. B. eine gute Druckfestigkeit, aber nur eine geringe
Zugfestigkeit. Diese ist bei Stahl sehr gut. Bettet man den Stahl in Beton ein, so teilen
sich beide sozusagen in die Aufgaben, die dem Stahlbeton gestellt werden: der Beton
übernimmt mit seiner Druckfestigkeit die großen Druckarten, der Stahl fängt vor allem
die Zugspannungen auf, die den Beton allein zerbrechen würden.
Da Zug-, Biege- und Schubspannungen für Betonteile ungünstig sind, versuchte
man, sie nach Möglichkeit aufzufangen. Diese Bestrebungen führten zur Herstellung
von Spannbeton. Der Stahl wird z. B. in Form von Stäben, Drähten oder Seilen vor dem
Betonieren mechanisch oder elektrothermisch (Dehnung der Stähle durch
Elektrowärme) gespannt, an festen Widerlagern des Spannbettes befestigt und der Beton
eingebracht; mit dem Erhärten entsteht die Haftung (Verbundwirkung) zwischen dem
Beton und den Stahlteilen. Nach dem Erhärten des Betons werden die Befestigungen
des Stahls an den Widerlagern gelöst. Der Stahl versucht, sich zusammenzuziehen und
dabei wird der Beton zusammengedrückt. Im Beton entstehen
Druckspannungen, der Beton wird zum Spannbeton.
Der auf diese Weise im Beton künstlich hervorgerufene Spannungszustand
verleiht dem Verbundstoff Stahlbeton neue, günstigere Eigenschaften: die Durchbiegung
wird geringer, die Bildung von Rissen wird weitgehend verhindert und der
Stahlverbrauch wird gesenkt.
Für Zuschläge, Bindemittel, Zusätze und Anmachwasser ist zu beachten, dass sie
keine Stoffe enthalten dürfen, die den Stahl angreifen können. Die Stahleinlagen sind
mit der Betonmasse rostsicher zu umhüllen. Daher ist für Stahlbeton im Allgemeinen
eine Zementmenge von mindestens 270 kg je m3 Beton vorgeschrieben.
Fertigbauteile aus Stahlbeton sind solche Stahlbetonteile, die erst nach dem
Erhärten verlegt oder zusammengebaut werden. Sie werden entweder auf der Baustelle
oder werkmaessig in Betonwerken hergestellt. Sie werden vom Herstellungsplatz zum
Bauwerk befördert und dort verlegt. Die einzelnen Konstruktionsteile (Rammpfähle,
Balken, Unterzüge, Platten) werden im Betonwerk unter stets gleich bleibenden
Bedingungen meist im Rüttelverfahren hergestellt.
Text № 6
Erläuterungen zum Wortschatz:
glasfaserarmiert армированный стекловолокном
die Polyestertafel, =, -n панель из полиэстера
die Polyesterplatte, =, -n плита из полиэстра
der Wellasbestzementbeton волновой асбестный цементный бетон
der Wellaluminium гофрированный алюминий
das Wellblech, -(e)s, -e волнистое (гофрированное) железо
vorwiegend преимущественно
das Gebot, -(e)s, -e требование
den Weg beschreiten вступать на путь
Plasteinsatz im Bauwesen
Plaste finden zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Bauwesen für Zwecke der
technischen und architektonischen Bauausstattung, um die traditionellen Baustoffe dort
zu ergänzen, wo dies sinn- und zweckvoll erscheint. Die Erfahrungen mit Plasten im
Bauwesen sind zwar noch relativ jung, ihr Einsatz erfordert vom Projektanten,
Bauingenieur und Architekten, im Vergleich zu bekannten Baustoffen, eine
andere Betrachtungsweise.
Ein besonders interessantes Anwendungsgebiet für den Aussen- und Innenausbau
ist das der glasfaserarmierten Polyestertafeln und -wellplatten. Dem Architekten und
Bauingenieur sind hier hinsichtlich der Gestaltung und Ausführung von Bauvorhaben
vielfältige Möglichkeiten gegeben. Ein besonderes Merkmal von Polyesterwellplatten
wird im Industriebau und im Wohnungsbau verwendet. Bei den Industriebauten werden
glasfaserarmierte Wellplatten vorwiegend in Verbindung mit Wellasbestzementbeton,
Wellaluminium und Wellblech als Lichtbänder eingesetzt. Weitere wichtige
Anwendungen sind Vordächer, Bahnsteigueberdachungen, Schwimmbaddächer und so
weiter. Im Wohnungsbau, wo das dekorative Moment mehr in Erscheinung tritt, finden
Polyesterwellplatten z.B. als Balkonbrüstungen, Balkontrennwände, Zwischenwände im
Räumen usw. Verwendung.
Einen großen Anwendungsbereich finden Plastwerkstoffe in der Bauausstattung
und im Innenausbau. In der Elektroinstallation wird z.B. Polyvinilchlorid als
Isolationsmaterial verwendet, auf dem Gebiet der Wasser- und Abwasserinstallation
sind viele Vorteile der Thermo- und Duroplaste bekannt. Die verschiedenen
Fussbodenbelagsmaterialien auf der Basis von Polyvinilchlorid sind als Bahnen und
Platten entwickelt.
Im Weltmaßstab gibt es die Tendenz, Plaste in Kombinationen mit anderen
Werkstoffen für selbsttragende Konstruktionen einzusetzen. Es handelt sich vorwiegend
um einen mehrschichtigen Aufbau von Bauelementen, die als Verbundbauweise
zahlreiche Variationen zulassen. Verbundbauweisen mit Plasten werden an den von
einigen Ländern entwickelten Modehäuser erprobt. Wenn auch das «Haus der Zukunft
aus Platten» noch in weiter Ferne liegt, so deuten doch die bisherigen Vorbilder künftige
Wege der Weiterentwicklung an.
Die heute bereits bedeutsame Rolle der Plaste im Bauwesen macht es zum
zwingenden Gebot, jedes Einsatzvorhaben zuerst sorgfältig zu prüfen. Nur dann kann
zum Fortschritt der Bautechnik beigetragen werden und der Weg eines rationellen
Plasteinsatzes beschritten werden.
Text № 7
Erläuterungen zum Wortschatz:
die Außenwandplatte, =, -n плита наружной стены
die Innenwandplatte, =, -n плита внутренней стены
die Tapete, =, -n обои
untergeordnet второстепенный
Außenwandplatten und Innenwandplatten
Bei den in Plattenbauweise errichteten Häusern bilden die Aussendwandelemente
besonders wichtige Konstruktionsteile, denn hier sind verschiedenartige Funktionen
miteinander vereinigt, die von keinem anderen Konstruktionselement erfüllt werden
müssen.
Die Außenwandplatte muss nicht allein denbaukünstlerischen Anforderungen,
sondern dem Hauptzweck eines zuverlässigen Raumabschlusses nach auЯen dienen.
Neben den Anforderungen nach Stabilität und Dauerhaftigkeit wird von den
Außenwänden gefordert, dass sie ausreichenden Wärme- und Feuchtigkeitsschutz bieten
und den Ansprüchen in hygienischer Hinsicht entsprechen.
Die Außenwandplatten soll so komplett zur Baustelle angeliefert werden,
dass möglichst keine Arbeiten auf der Baustelle mehr auszuführen sind. Dazu ist
das Element in der Fabrik mit fertiger Absichtsfläche und verglastem Fenster zu
versehen. Auf der Baustelle sind nach erfolgter Montage nur die Fugen zu
schließen.
Die Anforderungen an die Innenwandplatten sind gegenüber den
Außenwandplatten geringer. Die Innenwände werden in tragende und nichttragende
bzw. in Wohnungstrennwände und Zwischenwände eingeteilt.
Von den tragenden Innenwandplatten als Hauptkonstruktionsglieder wird vor
allem eine notwendige Festigkeit verlangt und, sofern die Wohnungstrennwände
sind, eine ausreichende Schalldämmung. An die nichttragenden Innenwandelemente
werden keine besonderen Forderungen gestellt, wenn sie als Zwischenwände
vorgesehen sind. Als Wohnungstrenn wände müssen sie ebenfalls ausreichende
Schalldämmung haben. Vorfertigungstechnisch sind alle Innenwandplatten mit
geeigneter Oberfläche für Anstrich oder Tapeten herzustellen.
In der überwiegenden Anzahl bestehen die tragenden Innenwandplatten nur aus
Schwerbeton. Dennoch sind im Bauwesen unterschiedliche Lösungen vorhanden, die
sich vorrangig in einer anderen Bewehrung und anderen Querschnittsformen
ausdrücken.
Da von den tragenden Innenwänden aus statischen Gründen hohe Festigkeiten
verlangt werden, ist es richtig, für die Innenwandplatten Betone mit schweren
Zuschlagstoffen, die eine hohe Festigkeit ergeben, zu verwenden und Beton mit
Leichtzuschlagstoffen wegen guter Dämmeigenschaften, aber
geringer Festigkeit nur für Außenwandelemente. Derartig schwere Wände mit dichtem
Betongefüge entsprechen auch besser den schalltechnischen Anforderungen, die an
Wohnungstrennwände zu stellen sind, während der Wärmedämmfähigkeit
untergeordnete Aufmerksamkeit zukommt.
Text № 8
Erläuterungen zum Wortschatz:
eben ровный, плоский
flächig плоскостной
die Holzbalkendecke, =, -n перекрытие по деревянным балкам
die Rippendecke, =, -n ребристое перекрытие
die Spannweite, =, -n ширина пролета, расстояние между опорами
die Volldecke, =, -n массивное перекрытие
die Stützweite, =, -n пролет (между опорами)
Geschoßdecken
Unter Geschossdecken versteht man ebene, flächige Tragkonstruktionen. Sie
bilden die Decke des darunterliegenden Geschosses auf und nehmen die Verkehrslasten
des darüber liegenden Geschosses auf. Es werden daher aus dem darunter- und dem
darüber liegenden Geschoss Forderungen an die Geschossdecken gestellt.
Die Decken gehören zur Tragkonstruktion der Gebäude und werden als
zusätzliche Aussteifung innerhalb des Gebäudes herangezogen. Während früher
die Holzbalkendecke tragendes Konstruktionselement und gleichzeitig Fussboden
darstellte, werden jetzt bei den meisten Konstruktionslösungen die tragende
Konstruktion und der Fussboden getrennt ausgebildet.
Besonders bei den Wohn- und Gesellschaftsbauten werden viele und
hohe Forderungen an die Geschossdecken gestellt.
Als Material für die Deckenkonstruktionen finden Stahlbeton, Stahl, Beton,
keramische Erzeugnisse und Holz Anwendung. Nach der Ausführungsart unterscheidet
man monolithische und vorgefertigte Deckenkonstruktionen. Für die Geschossdecken
ist folgende Bezeichnungsweise üblich: Kellergeschossdecke bedeutet Decke über dem
Kellergeschoss, Erdgeschossdecke bedeutet Decke über dem Erdgeschoss.
Ebene Geschossdecken trägen die Eigenmasse und die Verkehrslasten als
biegebeanspruchte Konstruktion. Als Auflager der Decken dienen Wände, Stahlträger
oder Stahlbetonbalken.
Bei den weit verbreiteten Stahlbetondecken werden neben Vollquerschnitten auch
andere Querschnittsformen wie Decken mit Hohlräumen, Rippendecken usw.
angewendet, die das Ziel haben, durch Betoneinsparungen die Eigenmasse zu senken.
Mit Spannbetongeschossdecken sind griesere Spannweiten bei geringerer Durchbiegen
zu erreichen.
Stahlbetondecke mit vollem Querschnitt ist die einfachste Form der
Stahlbetondecke. Betongüte B 160 bis B 450; Deckendicke 100 mm bis 200
mm; Spannweite bis 6 000 mm.
Die Wärme- und Trittschalldämmung wird durch den FuЯbodenaufbau erreicht.
Die erforderliche Luftschalldämmung ist ab 130 mm Dicke vorhanden.
Um bei Fertigteildecken die Masse zu vermindern, werden in den Volldecken
runde oder ovale Hohlräume angeordnet. Deckendicke: 100 bis 300 mm,
Hohlraumanteil: 20 bis 50%.
Stahlbetonrippendecken mit und ohne Füllkörper werden für Decken mit
größeren Stützweiten und Lasten vorteilhaft angewendet.
Die Druckschicht bildet zusammen mit den Rippen, in denen die Tragbewehrung
liegt, die tragende Konstruktion.
Die Füllkörper aus gebranntem Ton werden in verschiedenen Höhen produziert.
Bei großen Spannweiten und Lasten und monolithischer Ausführung wird auf die
Füllkörper verzichtet.
Text № 9
Erläuterungen zum Wortschatz:
die Ziegelbauweise, =, -n кирпичный метод строительства
die Plattenbauweise, =, -n панельный метод строительства
die Raumzellenbauweise, =, -n объемноблочное домостроение
die Skelettbauweise, =, -n каркасное строительство
der Umfang, -(e)s, -fänge объем
Montagebauweisen
Montagebauweisen sind industrielle Baumethoden. Der Betonarbeiter braucht die
Fertigbauteile (Montageelemente), im Betonwerk vorgefertigt, auf der Baustelle nur
noch zu montieren. Die Montagebauweise wird für alle Bauwerke verwendet, die man
aus montagefähigen Fertigbauteilen zusammensetzen kann. Anstelle der Ziegelbauweise
werden Wohnungen jetzt in ständig steigendem Umfang in der Montagebauweise
errichtet. Auch im Industriebau wird die Montagebauweise immer mehr angewendet.
Nach der Art der vorgefertigten Bauelemente werden im Hochbau drei
Montagebauweisen unterschieden:
Blockbauweise – die Montageelemente sind 0,5 bis 1 Geschoss hoch und
wiegen 400 bis 500 kg.
Plattenbauweise – die Platten sind so groß wie eine Zimmerwand. Sie
können mit vorgefertigter Putzschicht und mit eingesetzten Fensterrahmen und
Türen montiert werden.
Skelettbauweise – Stützen, Balken, und Deckenplatten werden zu einem
tragenden Gerippe zusammengesetzt. Zum Ausfachen verwendet man leichte
Baustoffe. Diese Bauweise wird vorwiegend im Industriebau und Hochhausbau
angewendet.
Der wichtigste Vorteil der Montagebauweisen ist die hohe Arbeitsproduktivität
auf der Baustelle. Der Betonarbeiter schafft in der Blockbauweise das Dreifache, in der
Plattenbauweise – das Vierfache der Leistung des Maurers іn der Ziegelbauweise.
Bei der modernen GroЯblock- und Grossplattenbauweise wird noch Arbeit von
Hand durchgeführt. Der Mechanisierungsgrad dieser Arbeiten auf der Baustelle ist
gering.
Die Wissenschaftler und Techniker suchen neue Wege, um das Bauwesen durch
die Erhöhung des Vorfertigungsgrades weiter zu vervollkommnen. Ein Gebäude, aus
Raumzellen montiert, scheint diese Möglichkeit zu geben. Die Raumzellen werden im
Werk in vollständig fertigem Zustand hergestellt. Sie haben Innenаnstrich, alle
Installationen, alle Holzeinbauten und sind sogar verglast.
Text № 10
Erläuterungen zum Wortschatz:
gestatten позволять
sogenannt так называемый
sich verwandeln превращаться
der Sammelpunkt, -es, -e сборный пункт, место сбора
die Reihenfolge, =, -n очередность, последовательность
die Güte хорошее качество
Häuser aus großen Fertigteilen
Der Bau von Häusern aus großen Fertigteilen — das sogenannte
Grossblockbauverfahren — gestattet es, Häuser in der Fabrik herzustellen, ebenso wie
man z. B. Kraftwagen oder Maschinen herstellt. Die Bauplätze verwandeln sich dabei in
Montagehallen dieser „Häuserfabriken", wo mehrstöckige Häuser aus Fertigteilen
schnell montiert werden. Die Häuserfabrik ist ein hochorganisierter, nach dem Prinzip
des Fließbandes arbeitender Betrieb, in dem alle Betriebsvorgänge mechanisiert
sind.
Die zu bearbeitenden Baustoffe werden zum Sammelpunkt des Betriebes
gebracht und kommen nach ihrer Bearbeitung vom Fließbande als fertige Einzelteile,
die zusammengefügt ein Haus ergeben. Auf einem Fließband werden die Außenwände
hergestellt, auf dem anderen die Innenwände, auf dem dritten die Decke usw.
Der Einsatz von starken Kränen gestattet es, Arbeitskräfte zu sparen und die
Bauzeiten zu verringern, so dass der Bau mehrstöckiger Häuser in einer unvorstellbar
kurzen Zeit ausgeführt worden kann.
Die Fertigteile werden planmäßig in strenger Reihenfolge zusammengebaut.
Nachdem die Fertigteile zusammengebaut worden sind, werden die sanitären und
technischen Anlagen installiert, die elektrischen Leitungen gelegt und die Fußboden
verlegt.
Der Bau von Häusern aus großen Fertigteilen weist gegenüber den anderen
Bauverfahren zahlreiche Vorteile auf: die Baukosten sind bedeutend niedriger, die
Arbeit der Bauarbeiter wird erleichtert und die Güte der Arbeit erhöht. Arbeitskräfte
werden gespart und die Bauzeiten verringert.
Die Montage der Häuser aus Fertigteilen gestattet es auch, Häuser das
ganze Jahr hindurch zu errichten, ohne das Bautempo in den Wintermonaten zu
senken, so dass Arbeitskräfte ständig beschäftigt und die Fabriken gleichmaessig
belastet sind.
Die modernen Baumethoden werden ständig weiterentwickelt. Die Fachleute
arbeiten an der weiteren Industrialisierung der Bauprozesse und an der Verbesserung der
Technologie des Baues. Experten und Projektanten erweitern das Sortiment der
vorgefertigten Gebäudeteile, und die Architekten suchen — auch unter den
Bedingungen des industriellen Typenbaus — nach besseren architektonischen
Lösungen.
Text № 11
Erläuterungen zum Wortschatz:
die Erschließung des Baugeländes подготовка местности
zeit- und kraftraubend sein отнимать много времени и сил
verhältnismäßig относительно
der Turmdrehkran, -s, -e oder –kräne башенный полноповоротный кран
Die Baustelle
Vor der Erschließung des Baugeländes erscheinen auf der zukünftigen Baustelle
die Geologen und die Geodäten. Ihre Aufgabe ist die Übertragung von Bauprojekten
aller Art und jeder Größe in die Örtlichkeit. Nach den Vermessungen der Geodäten
wird das Gelände von der Planierraupe ausgeglichen, worauf die Erdarbeiten mit Hilfe
des Baggers und anderer Mechanismen durchgeführt werden. Das hier zu
errichtende Wohnhaus wird neunstöckig sein. Das zu bebauende Gelände liegt
in einem Kleinbezirk.
Nach der Gründung des Fundaments, nach dem so genannten Nullzyklus, beginnt
die Montage der in den Betonwerken herzustellenden Fertigbauelemente.
Der Antransport der Baustoffe und Bauelemente zur Baustelle erfolgt durch
Lastkraftwagen, Kipper, Spezialwagen. Die auf der Baustelle antransportierten und
gelagerten Baustoffe müssen nach Bedarf an die Verarbeitungsstelle befördert werden.
Früher war diese vom Menschen zu verrichtende Arbeit zeit- und kraftraubend. Ziegel,
Stein, Mörtel und Beton wurden über Leitern in die Geschosse bis zum Dachboden
gebracht.
Heute nehmen die Hebezeuge den Bauarbeitern die schwerste Arbeit ab
und helfen, den Bauablauf zu beschleunigen. Besonders kommt das im Montagebau
zum Ausdruck.
Die Montagebaustelle kann man bereits von weitem unterscheiden. Die über das
Bebauungsgelände hervorragenden Krane, die fehlenden Gerüste, die verhältnismaessig
geringe Anzahl der Bauarbeiter und die auf den Fahrzeugen anrollenden Bauelemente
charakterisieren die Montagebaustelle. Die Einrichtung einer Baustelle sieht so aus: die
Lager für Zuschlagstoffe und Zement, eine kleine Mischmaschine, ein Wohn- und
Bürowagen, ein Bauzaun und Baustraßen. Die Kranbahnanlage ist die wichtigste
Einrichtung einer Baustelle, sie besteht aus der Gleisanlage und dem Kran. Auf
Großbaustellen sind meistens Turmdrehkrane eingesetzt, die man als Giganten der
Baustelle bezeichnen kann.
Text № 12
Erläuterungen zum Wortschatz:
logieren (временно) жить
ausschließlich только, исключительно
die Kiste, =, -n ящик
die Jury, =, -s жюри
überladen перегруженный, тяжёлый
kantig угловатый, имеющий грани
transparent прозрачный
das Magazin, -s, -e хранилище
Eine neue Bibliothek für Humboldt-
Universität
Seit mehr als einhundert Jahren wartet die heutige Humboldt-Universität in Berlin
auf ihre neue Bibliothek, immer noch logiert sie als Untermieterin in
der Alten Staatsbibliothek Unter den Linden. Nun ist der Wettbewerb entschieden: Der
aus der Schweiz stammende, in Berlin aber wohlverankerte Architekt Max Dudler hat
gewonnen. Fast 280 Arbeiten wurden eingereicht, mehr als zwei Drittel davon kamen
nicht aus Berlin. Endlich wieder einmal ein offener Wettbewerb. Und der Ort lockte:
Die Museumsinsel ist nahe, die Stadtbahntrasse mit den Zьgen von Moskau nach Paris
geht direkt an dem Bibliotheksgrundstück vorbei.
Dass der Wettbewerb fast ausschließlich „Kisten“ hervorbrachte, ist allerdings
nicht nur eine Folge der ästhetischen Überzeugungen in der Jury. Es gab auch ein
überladenes Programm zu erfüllen: Auf dem nur knapp 6700 Quadratmeter großen
Grundstück soll ein Bau mit fast 35000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. 600000
Bände werden im Freihandbereich und 2,2 Millionen im Freihandmagazin stehen. Die
Bibliothek soll künftig das Zentrum der geisteswissenschaftlichen Institute und der
Computertechnik der Universität werden.
Dudler gewann mit einem streng kantigen Haus, dessen niedrigerer Seitenteil am
die historistische Bebauung der Geschwister-Scholl-Straße nahe der Museumsinsel
anschließt. Der Hauptbau tritt zu Gunsten eines schmalen Passagenplatzes entlang der
Stadtbahntrasse etwas zurück. Seine zehn Geschosse werden von übergreifenden
Fassadenstäben optisch zu fünf zusammengefasst.
Dudler hat eine Leidenschaft für geometrische Grundformen. Nach seinem
Bibliotheksentwurf durchläuft der schmal und steil proportionierte Lesesaal, umgeben
von Pfeilergängen, laengs den Bau. Zur Mitte hin senken sich Innenterrassen, auf denen
die Tische der Leser stehen. Ein gewaltiges Oberlicht zeigt auf den Planzeichnungen
den Blick zum Himmel. Fraglich ist, ob dies Dach in der Ausführung so transparent
bleibt. Auch wird das Licht des nach Norden orientierten Raumes, der gegen Süden vom
hohen Magazintrakt abgeschirmt wird, niemals so lebendig-orangefarbig sein wie in der
Perspektive, sondern eher kühl-blau. Über die Nutzung der Dächer etwa zur
Stromgewinnung ist übrigens bislang nicht nachgedacht worden, so wie überhaupt
ökologische Themen bis auf Standardantworten wie Platzverbrauch oder
Materialauswahl im Wettbewerb keine Rolle spielten.
Text № 13
Erläuterungen zum Wortschatz
die Kernbohrung, =, -en горн. колонковое бурение
die Versiegelung, =, -en (плотная) заделка, заполнение,
уплотнение
versiegeln заполнять, запечатывать
die Grundierung, =, -en грунтовка
das Blächen, -s, = пузырёк
eventuell возможно
angeschnitten цельнокроеный
Auch Beton braucht Schutz
Zum Schutz der Beton-Hülle vor Verletzungen, zum Beispiel bei Kernbohrungen
vor zu viel Wasseraufnahme, gibt es die Beton-Versiegelung „Aquagard“. Das System
besteht aus zwei Komponenten, einer Grundierung und einem Speziallack. Die
Grundierung dringt tief in die Kapillaren und Luftbläschen des Betons ein und
verschließt diese dauerhaft und wasserdicht. Der Speziallack versiegelt die Oberflächen
der Kernbohrungswandung und schützt gleichzeitig eventuell angeschnittenen
Bewehrungsstahl vor Korrosion. Der Lack muss nur mit einem Pinsel oder einer Rolle
aufgetragen werden. Nach der Trocknung kann selbst wenn der Beton bis zu seiner
zugelassenen Tiefe durchfeuchtet wird, kein Wasser in die Kernbohrung eindringen.
Text № 14
Erläuterungen zum Wortschatz:
das Tragwerk, -(e)s, -e несущая конструкция
das Flächentragwerk, -(e)s, -e складчатая (пространственная) конструкция
das Seilsystem, -s, -e канатная система
das Bogensystem, -s, -e арочная система
der Bogenbinder, -s, = арочная ферма
die Multihalle, =, -n многоцелевой павильон
zurückgreifen auf Akk. воспользоваться
der Geodät, -en, -en геодезист
spektakulär сенсационный, привлекающий
(всеобщее) внимание
aufwändig затратный
lediglich исключительно
Fl ä
chentragwerke aus Holz und Beton (Teil I)
Dünne Schalen aus Holz und Beton werden ganz anders berechnet und gebaut als
klassische Kuppeln aus Mauerwerk. Im Gegensatz zu einer gemauerten Kuppel
kennt der Schalenbau zwar nur nicht die klaffenden Fugen zwischen den einzelnen
Steinen, jedoch sind die dünnen Schalen weniger biegesteif. Bereits in der römischen
Antike haben Baumeister dieses Problem gelöst, indem sie Kuppeln oder Gewölbe mit
groЯen Eigenlasten herstellten. Erst im 19. Jahrhundert, als man Seil- und
Bogensysteme intensiv untersuchte, wurden räumliche Schalen entwickelt. Ein Pionier
dieser Bauweise war der russische Ingenieur Vladimir Shuchov (1853-1939), der bereits
ab 1880 Flächentragwerke konstruierte und berechnete. Zunächst entwickelte er
unterspannte Bogenbinder, die einseitigen Verformungen entgegenwirken. Dieses
Aussteifungsprinzip wendete er erstmals beim Glasdach des Moskauer Kaufhaus GUM
(1889-93) an. Im Jahr 1895 erfand er ein System zum Bau von Hängedächern und
Gitterschalen: Aus sich kreuzenden Flachstahlprofilen, die durch jeweils eine
Nietverbindung drehbar verbunden waren, ließ er am Boden ein Gitter fertigen.
Anschließend wurde die auf ebener Fläche ausgelegte Konstruktion in die gewünschte
räumliche Geometrie angehoben. 1975 nutzten Frei Otto und Calfried Mutschler dieses
Verfahren für die Multihalle in Mannheim, und um 1990 griffen auch die Ingenieure
von Schlaich, Bergermann und Partner auf das Prinzip der unterspannten Glas-
Stabnetzschalen zurück.
Durch die weiterführende Zusammenarbeit von Architekten, Bauingenieuren,
Physikern, Mathematikern und Geodäten gelang schließlich mit dem Münchner
Olympiadach das spektakulärste Flächentragwerk des 20. Jahrhunderts in Form einer
zugbeanspruchten Netzkonstruktion. Im Betonschalenbau hingegen trat aufgrund
steigender Lohnkosten und erforderlicher aufwändiger Schalungsleistung ein völliger
Stillstand ein. Lediglich bei besonderen Bauaufgaben werden noch anspruchsvolle
Flächentragwerke in Beton verwirklicht.
Text № 15
Erläuterungen zum Wortschatz:
angenähert приближённый, приблизительный
flächeneben на поверхности
dünnwandig тонкостенный
im Regelfall как правило
orthogonal ортогональный, прямоугольный
verdeutlichen показывать
Fl ä
chentragwerke aus Holz und Beton (Teil II)
Architekturtendenzen und Stand der Technik
Das aktuelle Baugeschehen orientiert sich wieder an schalenartigen und
biomorphen Strukturen, denen die verbreiteten und konventionellen Schalungs-
und Bausysteme aber nur schwer gerechnet werden können. Qualifizierte
Ingenieurbüros sind heute in der Lage, das Trag- und Verformungsverhalten
dünner, druckbeanspruchter Schalen und zugbeanspruchter Membranen problemlos zu
untersuchen. Zugleich wurden Holzwerkstoffe und Betone entwickelt, mit denen
druckbeanspruchte dünne Schalen unter einem angenäherten
Membranspannungszustand realisierbar sind. Der Membranspannungszustand definiert
einen idealen, in allen Richtungen gleich großen Spannungszustand, welcher
flächeneben in einem dünnwandigen Flächenelement auftritt. Hierbei werden Biege-
und Schubspannungen gegenüber Normalspannungen aus Druck- und Zugkräften
vernachlässigt. Ideale Schalenbaustoffe sind Stern- oder Lagenhölzer sowie hochfeste
und ultrahochfeste Faserbetone. Diese Betone können den Stahlbeton ersetzen, der
bei dünnen Querschnitten sehr anfällig für Korrosionsprozesse ist.
Nahezu alle derzeit realisierten schalenförmigen Tragwerke sind im Sinne der
statischen Definition jedoch keine Schalen oder Membranen, sondern
biegebeanspruchte, gekrümmte Trägersysteme mit nicht tragender Eindeckung. Dies
liegt unter anderem an einem Entwicklungsstillstand der Bauverfahrenstechnik.
Außerdem ist es häufig problematisch, neue Werkstoffeigenschaften und
Designprozesse unter Verbundaspekten umzusetzen, da innovative Verbundbauweisen
im Regelfall eine kostenintensive bauaufsichtliche Zulassung erfordern.
Heutige Schalungssysteme und Betonkonstruktionen sind wirtschaftlich,
solange die herzustellenden Flächen eben, orthogonal und zylinderförmig sind.
Von diesen Grundformen abweichende Flächen werden mithilfe von Lehrbögen
als formgebende Elementen und einer nachträglichen Beplankung errichtet. Diese
Konstruktionen erfordern ein Material, das geeignet ist, sowohl Längs- als auch
Schubkräfte abzutragen. Die geringe Materialstärke bedingt eine minimale
Biegesteifigkeit und verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Belastung und
Schalengeometrie. Die Steifigkeit der Konstruktion lässt sich für den Fall des
ungünstigen Lasteintrags jedoch erhöhen, indem man sie an den Schalenrand
oder die Schalenfläche vorspannt.
An der Technischen Universität Wien wurde ein System entwickelt, mit dem
Flächentragwerke aus Beton oder Holz mit freien Spannweiten bis etwa vierzehn
Metern wirtschaftlich herstellbar sind. Das System besteht aus einem Plattenwerkstoff,
Klebstoff und textilem Gewebe. Es eignet sich nicht nur als Schalung, sondern auch als
fertige Dach-, Decken- oder Wandflächen.
Text № 16
Erläuterungen zum Wortschatz:
genügen удовлетворять
voraussetzen предполагать, иметь условием
grosszügig щедро, грандиозно
überschreiten превышать
der Höchstwert, -e наибольшее значение, максимум
porцs = porig пористый
das Tauwasser, -wässer талая вода
Neuer Deckmantel
Ausgebaute Dachgeschossräume mit den Standards der sechziger und siebziger
Jahre des letzten Jahrhunderts genügen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Einerseits setzen die Bewohner und Hausbesitzer heutzutage angenehm klimatisierte
und großzügig belichtete Dachräume als Selbstverständlichkeit voraus, andererseits
spielen die verschiedenen Funktionsschichten eines Daches eine äußerst wichtige
bauphysikalische Rolle.
Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) darf von neu eingebauten,
erneuerten oder ersetzten Teilen der Gebäudehülle bestimmte Höchstwerte nicht
überschreiten. Diese Forderung ist immer dann erforderlich, wenn mehr als zwanzig
Prozent eines Außenbauteils geändert, erneuert oder ersetzt werden.
Nicht neu ist die Forderung nach einer luftdichten Gebäude hülle. Darunter ist
Einströmen von feuchter Luft durch Fugen und Undichtigkeiten in der Gebäudehülle
aufgrund eines Gesamtdruckgefälles auf der Innenseite von Außenbauteilen zu
verstehen. Bei Undichtigkeiten können durch Kondensation Feuchtigkeitsschäden im
Bauteil und Wärmeverluste auftreten. Dahingegen schützt eine Winddichtung oder eine
Windsperre. Windsperren werden auf der Außenseite der Umfassungsbauteile vor einer
porösen Dämmschicht angeordnet. Die Stoffe und Bauteile müssen für den jeweiligen
Verwendungszweck geeignet und aufeinander abgestimmt sein (zum Beispiel
Feuchtigkeits-, Oxidations- und UV-Beständigkeit sowie Reißfestigkeit).
Neben den grundsätzlichen Anforderungen an eine luftdichte Gebäudehülle sind
die elementaren bauphysikalischen Bedingungen an den konstruktiven Feuchteschutz zu
beachten. Es darf bei Gebäuden mit normalen raumklimatischen Bedingungen in der
Konstruktion eines Außenbauteils – und somit auch in der Dachkonstruktion –
grundsätzlich nicht zu einer schädlichen Tauwasserbildung kommen. Dies würde den
Feuchtegehalt des Wärmeschutzes erhöhen und könnte vor allem bei Holzbauten oder
Dachkonstruktionen die Standsicherheit gefährden oder zu einem Schädlingsbefall
führen. Natürlich heiЯt das nicht, dass keine Feuchtigkeit in die Konstruktion
eindiffundieren darf; es muss aber sichergestellt sein, dass in der Trocknungsperiode die
eingedrängte Feuchtigkeit wieder ausdiffundieren kann, um die Bilanz über das gesamte
Jahr auszugleichen.
Diffusionsoffene Dachkonstruktionen sind bei normalen raumklimatischen
Bedingungen problemlos auszuführen; auf eine dampfsperrende Wirkung der Luftsperre
auf der Bauteilinnenseite sollte nicht verzichtet werden. Dank „innovativer“
Dampfsperren kann eine Konstruktion – besonders in den Sommermonaten – noch
effektiver austrocknen.
Text № 17
Erläuterungen zum Wortschatz:
auf Dauer надолго
das Versagen, -s, = отказ
redundant избыточный
ausschreiben назначать
vorliegend имеющийся
hinweisen указывать
in Kauf genommen мириться с чем-либо
zuwiderlaufen противоречить
meiden избегать, уклоняться
Unbelüftete
Blecheindeckungen
Blecheindeckungen aus Blei, Kupfer oder Zink sind sehr langlebig, der
Wartungsbedarf ist gering. Trotz höherer Baukosten sind sie daher bei hochwertigen
Gebäuden sehr geschätzt. Die Zuverlässigkeit solcher Konstruktionen wird
aber stark beeinträchtigt, wenn die Dächer über einer unbelüftete Holzkonstruktion
realisiert werden. Schon kleine Lecke können dann auf Dauer zu schweren Schäden
führen.
Zuverlässigkeit beschreibt das Verhalten eines Bauteils während einer bestimmten
Zeitspanne unter definierten Anwendungsbedingungen. Je länger ein Bauteil
gebrauchstauglich bleiben soll, umso wichtiger wird es, die Folgen durch das Versagen
wesentlicher Bauteilkomponenten zu minimieren. Langlebig geplante Konstruktionen
sollten „redundant“ sein, oder anders ausgedrückt: sie sollten sich „fehlertolerant“
verhalten.
Generell ist es möglich, Dachdeckungen aus Titanzink mit den gleichen
Verarbeitungstechniken auch im nicht hinter lüfteten Dach einzusetzen; allerdings
werden aufgrund der etwas höheren bauphysikalischen Empfindlichkeit an einen
solchen Dachaufbau bereits bei der Planung wie auch bei der gesamten Ausführung
höhere Anforderungen an Sorgfalt und Zusammenspiel der Gewerke gestellt. Da in der
Regel die Ausführung des raumseitigen Anschlusses und der Unterkonstruktion getrennt
von den Klempnerabeiten ausgeschrieben werden, sind bei diesen Konstruktionen die
Koordination durch die Bauleitung und klare Vorgaben der Planung besonders wichtig.
In der Regel ist der Ausführende der Klempnerarbeiten nicht in der Lage festzustellen,
ob der vorliegende Aufbau für die Eindeckung von Titanzink geeignet ist. Ebenso sollte
der Zimmermann etc. auf die Anforderungen an Luftdichtigkeit und Dampfdichtheit
hingewiesen werden und beispielsweise sollten auch Leitungsverlegungen und
Deckeninstallationen mit eingeplant werden, damit nicht unbemerkt ordnungsgemäß
verlegte Dampfsperren durch spätere Arbeiten durchstoßen werden.
Die höheren Kosten von Blecheindeckungen werden häufig unter dem Aspekt in
Kauf genommen, dass eine wesentlich unproblematischere und langlebigere
Konstruktion erzielbar ist. Unbelüftete Konstruktionen mit dampfdicht
eingeschlossenen Holzbauteilen laufen diesem Grundgedanken zuwider und sollten
wegen des erhöhten Risikos auch vom Planer gemieden werden.
Text № 18
Erläuterungen zum Wortschatz
die Außenluft наружный воздух
der Luftraum, -s, -räume воздушное пространство
stationär стационарный
konstant фиксированный, постоянный
der Hufeisenwirbel, -s, = подковообразный вихрь
der Sekundärwirbel, -s, = вторичный вихрь
intermittierend периодически
luvkantig с наветренной стороны
die Stromlinie, =, -n линия обтекания
die Lagesicherung стопорение
der Strömungswiderstand, -es, -stände гидравлическое сопротивление
Windlast-Einwirkungen auf hinter lüftete
Außenwandbekleidungen
Bei belüfteten Außenwandbekleidungen ist die Außenluft jedoch durch die Fugen
zwischen den Wandbekleidungen mit dem dahinter befindlichen Luftraum verbunden;
die Gebäudehüllen sind also nicht winddicht. Unterstellt man stationäre, flächig
konstante Druckverhältnisse, so besteht keine Druckdifferenz zwischen der Außenluft
und der Luft im Belüftungsspalt (Prinzip der kommunizierenden Röhren). Folglich
werden die Außenwandbekleidungen nicht durch Wind beansprucht. In der Realität sind
die Strömungs- und damit die Druckverhältnisse aber instationär, weshalb sich an den
Außenwänden eine windbedingte Druckverteilung einstellt. Es entstehen
zwangsläufig Druckdifferenzen.
Die um ein Gebäude strömende Luft staut sich zunächst vor dem Gebäude auf,
wobei ihre Bewegungsenergie teilweise oder ganz in Druckenergie umgewandelt wird.
Durch den Aufstau der Luftströmung wird die nachfolgende Luft aus ihrer Bahn gelenkt
und es entstehen Um- und Überströmungen sowie der so genannte Hufeisenwirbel am
FuЯpunkt des Gebäudes, der an den Gebäudelängsseiten in Strömungsrichtung
abgelenkt wird.
Wichtig ist der Verlauf der Strömungslinien im Bereich der Gebäudelängsseiten.
Die entstehenden instationären Strömungsverhältnisse erzeugen einen Sekundärwirbel
mit hoher Drehgeschwindigkeit, der intermittierend zusammenfällt und sich wieder
aufbaut. Unterhalb der luvkantig abgelenkten Luftströmung wird ein hoher Unterdruck
erzeugt. Die Größe des Unterdruckes nimmt zu, wenn die Stromlinien sich wieder an
die Gebäudeschmalseiten anlegen.
Die Luftbewegung zwischen der luftdurchlässigen Außenwandbekleidung und
der undurchlässigen Gebäudewand bewirkt eine Druckverteilung im Belüftungsspalt,
die sich zum Teil erheblich von der Aussendruckverteilung unterscheiden kann. Die
resultierende Windbeanspruchung der Außenwandbekleidung ergibt sich aus der
Druckdifferenz zwischen der internen und der externen Winddruckbeanspruchung.
Um die Windlastbeanspruchung zu verringern, sollte der Belüftungsspalt
an den vertikalen Gebäudekanten winddicht getrennt beziehungsweise unterteilt
werden. Hierdurch ergibt sich ein unterschiedlicher Verlauf der Stromlinien.
Hinsichtlich der Befestigung der Wärmedämmplatten auf der tragenden
Wand muss überprüft werden, ob eine zusätzliche besondere Lagesicherung
notwendig ist oder nicht. Die resultierende Last pro Flächeneinheit der
Wärmedämmung ergibt sich aus der Druckdifferenz zwischen Ober- und Unterseite der
Wärmedämmung. Die Größe dieser anzusetzenden Last ist von dem
Strömungswiderstand der Wärmedämmstoffe („Luftdurchlässigkeit“)
abhängig.
Text № 19
Erläuterungen zum Wortschatz:
mit vorgefertigter Putzschicht с сухой штукатуркой
die Skelettbauweise, =, -n метод каркасного строительства
das Gerippe = das Skelett каркас
zum Ausfachen для заполнения каркаса
das Dreifache тройное количество
die Raumzelle, =, -n объёмный элемент, блокквартира
in vollständig fertigem Zustand зд.: полностью
Montagebauweisen
Montagebauweisen sind industrielle Baumethoden. Der Betonarbeiter braucht die
Fertigbauteile (Montageelemente), im Betonwerk vorgefertigt, auf der Baustelle nur
noch zu montieren. Die Montagebauweise wird für alle Bauwerke verwendet, die man
aus montagefähigen Fertigbauteilen zusammensetzen kann. Anstelle der Ziegelbauweise
werden Wohnungen jetzt in ständig steigendem Umfang in der Montagebauweise
errichtet. Auch im Industriebau wird
die Montagebauweise immer mehr angewendet.
Nach der Art der vorgefertigten Bauelemente werden im Hochbau drei
Montagebauweisen unterschieden:
Blockbauweise – die Montageelemente sind Ѕ bis 1 Geschoss hoch und
wiegen 400 bis 1500 kg.
Plattenbauweise – die Platten sind so groß wie eine Zimmerwand. Sie können mit
vorgefertigter Putzschicht und mit eingesetzten Fensterrahmen und Türen montiert
werden.
Skelettbauweise – Stützen, Balken und Deckenplatten werden zu einem tragenden
Gerippe zusammengesetzt. Zum Ausfachen verwendet man leichte Baustoffe. Diese
Bauweise wird vorwiegend im Industrie- und Hochhausbau angewendet.
Der wichtigste Vorteil der Montagebauweisen ist die hohe Arbeitsproduktivität
auf der Baustelle. Der Betonarbeiter schafft in der Blockbauweise das Dreifache, in der
Plattenbauweise sogar das Vierfache der Leistung des Maurers in der Ziegelbauweise.
Die Wissenschaftler und Techniker suchen weitere Wege, um das Bauwesen durch die
Erhöhung des Vorfertigungsgrades noch zu vervollkommnen. Ein Gebäude, aus
Raumzellen montiert, gibt diese Möglichkeit. Die Raumzellen werden im Werk in
vollständig fertigem Zustand hergestellt. Sie haben Innenanstrich, alle Installationen,
alle Holzeinbauten und sind sogar fertigverglast.
Text № 20
Erläuterungen zum Wortschatz
das Format, -(e)s, -e размер
der Mauerziegel, -s, = строительный кирпич
die GroЯtafelbauweise, =, -n метод крупнопанельного строительства
Aus der Geschichte des Ziegels
Der Ziegel gehört neben dem Holz und den Steinen zu den klassischen
Wandbaumaterialien. Seine Grundbestandteile sind Lehm, gebrannter Ton, Kalksand
u.s.w. Die Vergrößerung des Ziegelformats wurde bis in das 20. Jahrhundert hinein von
dem Entwicklungsstand der im Bauwesen verwendeten Baumaschinen beschränkt.
Für die Massenproduktion der Häuser waren nur derartige Bauelemente geeignet,
die von ihrem Lagerplatz auf der Baustelle mit Hilfe nur einer Arbeitskraft in das
Bauwerk eingebaut werden konnten. Die ursprünglich 3-5 kg schweren Ziegel konnten
daher zu Wandelemente von maximal 10-20 kg entwickelt werden. Falls sie von zwei
Arbeitskräften eingebaut wurden, konnte das Gewicht auf 25-60 kg gesteigert werden.
So entstanden die verschiedenen Formate der bekannten Blocksteinarten. Zur
Herstellung der kleineren Blocksteinen wurde Lehm, gebrannter Ton, Kalksand,
Schotter oder Schlackenbeton verwendet.
Die Einführung der Blocksteine bedeutete gegenüber der Verwendung der
kleineren Mauerwerkziegel einen Fortschritt. Die Vergrößerung der Abmessungen und
des Gewichts dieser neuen Bauelemente, zunächst auf einige hundert Kilogramm, später
auf 1,5-5 Tonnen war allerdings nur mit einer parallel dazu verlaufenden
Mechanisierung des Bauwesens möglich. Das Gewicht der Elemente wuchs damit auf
das beinahe Tausendfache eines Mauerziegels. Der Wohnungsbau mit GroЯtafeln, die
sogenannte GroЯtafelbauweise, stellt die technische fortschrittlichste Form des Baus
mit Grosselementen dar.
Text № 21
Erläuterungen zum Wortschatz:
zumal так как, тем более что
forcieren ускорять
anmutend кажущийся
konfrontiert werden mit D. сталкиваться
die Rücksicht, =, -en внимание
abbrechen (brach ab, abgebrochen) прекращать, прерывать
ansehen (sah an, angesehen) рассматривать
Stabile Plastiken
(Fußgängerbrücken aus faserverstärktem Kunststoff)
Der Gedanke, Brücken aus Kunststoff zu fertigen, mag zunächst außergewöhnlich
erscheinen. Bedenkt man jedoch, dass die mechanische Festigkeit
von faserverstärkten Kunststoffen im Bereich von konventionellen Baustoffen liegt,
muss man sich schon fragen, warum es nicht schon lange Brückenbauwerke aus
Kunststoffen gibt. Zumal diese viel beständiger gegen Korrosion sind und somit
deutlich geringere Instandhaltungskosten erfordern als Stahl- oder Stahlbetonbrücken.
Bereits Ende der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts beschäftigten sich Architekten
und Ingenieure mit der Frage, inwieweit sich faserverstärkte Kunststoffe für das
Bauwesen eignen.
Vor allem die chemische Industrie war daran interessiert, das Bauen mit
Kunststoffen zu forcieren. Das Ziel war die industrialisierte Massenproduktion von
Baukonstruktionen. Die behutsame Entwicklung einer werkstoffgerechten Architektur
blieb dabei jedoch auf der Strecke. Stattdessen wurde die staunende Öffentlichkeit auf
Messen und Ausstellungen mit futuristisch anmutenden Konzepten konfrontiert, die
jedoch keinerlei Rücksicht auf eine individuelle Gestaltung nahmen. Die Entwicklung
in der Bauindustrie brach daher zu Beginn der siebziger Jahre ab. Bei Architekten und
Ingenieuren verschwanden faserverstärkte Kunststoffe fast vollständig aus dem
Blickfeld. Lediglich für den Anlagenbau, die chemische Industrie und die
Nahrungsmittelbranche waren die Eigenschaften dieses Werkstoffes offensichtlich von
Vorteil. So konnte der technologische Standard von glasfaserverstärkten
Kunststoffprodukten dennoch weiter vorangetrieben und langjährig in der Praxis erprobt
werden.
Seit einigen Jahren gibt es nun wieder vermehrt Bemühungen, die Vorteile
faserverstärkter Kunststoffe für das Bauwesen und dabei insbesondere für den
Brückenbau zu nutzen. Das überzeugendste Argument ist die Korrosionsbeständigkeit,
denn es muss immer mehr Geld investiert werden, um die auftretenden Schäden an den
Stahl- und vor allem Stahlbetonbrücken zu beseitigen – und die Spitze deranzusehenden
Aufwendungen ist noch lange nicht erreicht.
Text № 22
Erläuterungen zum Wortschatz:
die Schutzweste, =, -n защитный жилет
der Schutzhelm, -(e)s, -e защитный шлем, каска
die Lamelle, =, -n ламель, металлическая тонкая пластина
momentan в настоящее время
ungesättigt ненасыщенный
die Pultrusion пультрузия, процесс получения одноосно-
ориентированного волокнистого пластика
das Strangziehverfahren, -s, = способ протяжки (вытяжки), фильерный
способ (получения стекловолокна)
verfügbar имеющийся
Material und Fertigung
(Fußgängerbrücken aus faserverstärktem Kunststoff)
Faserverstärkte Kunststoffe bestehen aus zwei Komponenten – den Fasern und
der Matrix. Die Fasern bestimmen die mechanischen Festigkeitseigenschaften wie die
Steifigkeit oder die Bruchspannung. In der Regel werden anorganische Fasern
verwendet, das heiЯt Kohlenstoff- und Glasfasern; weitaus seltener sind synthetische
Fasern, zum Beispiel Aramid. Letztere sind sehr schlagzäh und daher besonders für
Schutzwesten oder –helme geeignet. Kohlefasern sind außerordentlich zugfest und
überzeugen vor allem durch ihre hohe Steifigkeit – sie sind jedoch viel teurer als
Glasfasern.
Kohlefasern kommen daher nur bei sehr hohen Anforderungen an die
mechanische Festigkeit in Frage, zum Beispiel als Verstärkungslamellen für
Stahlbetonkonstruktionen oder in Form von hochfesten Zuggliedern im Brückenbau.
Als allgemeiner Konstruktionswerkstoff wird momentan fast ausschließlich
faserverstärkter Kunststoff verwendet.
Die Matrix stellt die zweite Komponente des Verbundwerkstoffes dar und fixiert
die Fasern in der vorgesehenen geometrischen Anordnung. Zudem schützt sie die Fasern
vor den Umgebungsmedien und beeinflusst wesentlich die chemischen, elektrischen und
thermischen Eigenschaften des Werkstoffs. Die bekanntesten Matrixwerkstoffe sind
ungesättigte Polyesterharze und Epoxidharze – bei hohen Brandschutzanforderungen
wird dagegen auf Phenolharze zurückgegriffen.
Die beiden Komponenten lassen sich sehr vielseitig zu Halbzeugen verarbeiten –
die Verfahrensweise reicht von der manuellen Einzelanfertigung bis hin zum voll
automatisierten Prozess: Handlaminieren, Faserspritzen, Schleudern, Wickeln, Flechten
und Pressen sind ebenso gängige Methoden wie die Pultrusion (Strangziehverfahren)
und das Harzinjektionsverfahren. Für das Bauwesen sind industrielle
Fertigungstechniken gefragt, die mit geringen Toleranzen und möglichst wenig
Aufwand zu hohen Festigkeiten führen. Die Profile für den Brückenbau entstehen daher
momentan vor allem im Pultrusionsverfahren. Dabei werden die Fasern, Matten oder
das Gewebe in einem Zug von der Rolle durch ein harzgefülltes Tränkbad und
anschließend durch eine beheizte Form gezogen. Auf diese Weise entstehen
kostengünstig Profile mit endloser Länge. Die momentan verfügbaren Querschnitte
orientieren sich an den im Stahlbau üblichen Formen; grundsätzlich lassen sich jedoch
auch Sonderprofile vergleichsweise einfach herstellen.
Vokabelliste (Baufachlexik)
A
der Abbau, -(e)s, - снижение, уменьшение; демонтаж;
abbrechen отламывать, ломать; сносить, разбирать
die Abdichtung, =, -en уплотнение, герметизация
ablagern оседать, осаждаться
die Abmessung, =, -en размер; измерение, нивелировка
das Abplatzen, -s, - процесс образования трещин, обломков;
шелушение
abplatzen трескаться; откалываться
der Abriss, -es, -e снос (здания)
die Abschirmung, =, -en защита, экранирование
abschlagen сбивать, отсекать
der Abschluss, -es, -schlüsse окончание, завершение
der Abstand, -(e)s, -stände расстояние, дистанция, промежуток
abteufen углублять
abtragen снимать
sich äähneln походить, быть похожими
altbewährt испытанный
die Alterung, =, -en старение
anfällig подверженный, склонный
die Anfertigung, =, -en изготовление, производство
anmachen приделывать, прикреплять; стр.
затворять (раствор, смесь)
anordnen 1. располагать, размещать;
2. предписывать
die Ansicht, =, -en вид, панорама, ландшафт
der Anstrich, -(e)s, -e окраска, окрашивание, покрытие
der Anteil -(e)s, -e часть, доля, компонент
das Anzeichen, -s, = признак
der Ast, -es, Äste сук, ветвь
aufbereiten обогащать, очищать, подготавливать
die Aufbereitung, =, -en обогащение
der Aufenthalt, -(e)s, -e остановка; пребывание
auffordern 1. приглашать; 2. призывать
aufgesetzt насаженный
der Auflager, -s, = опора, опорная часть
die Auflast, =, -en временная нагрузка
der Aufnehmer, -s, = ресивер, приёмник
die Aufschlussbohrung, =, -en разведочная скважина, бурение
der Aufstau, -(e)s, -s скопление, затор
sich aufstauen скапливаться, накапливаться
aufstocken надстраивать
auftreten возникать
aufweisen показывать, предъявлять; иметь
das Ausfachen, -s, = снабжение отделениями, заполнение
die Ausfachung, =, -en заполнение
auskratzen выскабливать, выскребать
auslegen выкладывать, раскладывать
ausreichend достаточно
ausschlaggebend решающий
die Außenwandplatte, =, -n плита наружной стены
die Ausstattung, =, -en оборудование, оформление
die Aussteifung, =, -en придание жёсткости, элемент жёсткости
die Auswertung, =, -en анализ; численное значение
B
der Bagger, -s, = экскаватор
die Bahnsteigueberdachung, =, -en навес на платформе
der Balken, -s, = балка
die Balkonbrüstung, =, -en балконный парапет
die Bauaufsicht, =, - строительный надзор
die Bauausstattung, =, -en строительное оборудование, отделка
der Baugrund, -es, -gründe грунтовое основание, грунт
die Baukosten строительные расходы
baukünstlerisch архитектурный
das Bauteil, -s, -e строительная деталь, элемент конструкции
das Bauvorhaben, -s, = строительный объект, строительство
die Bauweise, =, -n конструкция, способ строительства
beansprucht напряжённый, нагруженный
die Beanspruchung, =, -en нагрузка, напряжение
die Bebauung, =, -en застройка; обработка
die Bedingung, =, -en условие
beeinträchtigen ухудшать, вредит
der Befall, -s, Befälle поражение
befallen поражать, нападать, охватывать
befestigen укреплять
befördern транспортировать
begrünen озеленять
behaglich приятный. уютный, комфортный
die Behandlung, =, -en обработка; обслуживание; обращение
behauen обтёсывать
behutsam осторожный, осмотрительный, бережный
beitragen zu D способствовать, содействовать
das Beizen, -s, - протравливать
das Bekleiden, -s, = облицовка, покрытие, обшивка
die Bekleidung, =, -en покрытие, облицовка
der Belag, -(e)s, Beläge покрытие
belasten нагружать
die Belastung, =, -en нагрузка
belegen 1. покрывать, усиливать, обкладывать;
2. облагать (налогами);
3. занимать, закреплять;
4. подтверждать, доказывать
die Beleuchtung, =, -en освещение
der Belüftungspalt, -(e)s, -e вентиляционное отверстие
die Beplankung, =, -en деревянная обшивка
die Beruecksichtigung, =, -en учёт
die Beschaffenheit, =, -en структура, свойство, состояние
die Beschichtung, =, -en нанесение покрытия
die Beständigkeit, =, - устойчивость, стойкость, постоянство
der Betonfertigteil, -s, -e готовый цемент из бетона
die Be- und Entlüftung вентиляция
beurteilen судить, расценивать
bewehrt армированный
die Bewehrung, =, -en арматура
der Bewehrungskorb, -(e)s, -koerbe арматурный каркас
bewirken вызывать, способствовать
das Bewitterungsverhalten, -s, - подверженность атмосферным воздействиям
bevorzugen предпочитать
der Biberschwanz, -es, -schwänze плоская черепица
biegebeansprucht нагруженный изгибом
die Biegespannung, =, - напряжение при изгибе
biegesteif негнущийся, жёсткий
die Biegesteifigkeit, =, - изгибная жёсткость
biegsam гибкий
die Bilanz, =, -en баланс
das Bindemittel, -s, = вяжущее, вяжущее средство
das Bitumen, -s, = и -mina битум
die Bitumenbahn, =, -en битумное полотно
das Blech, -(e)s, -e жесть, листовой металл
die Blecheindeckung, =, -en жестяная кровля (покрытие)
das Blei, -(e)s, -e свинец
der Bogenbinder, -s, = арочная ферма
das Bogensystem, -s, -e арочная система
sich bohren (про)сверливать, врезать
der Bohrpfahl, -s, -pfähle буронабивная свая
der Brandschutz, -es, -e пожарная охрана, противопожарные
мероприятия
die Braunfäule, =, - бурая гниль
brennen (a,a) vt обжигать
der Brennproze
β
, -es, -e процесс обжига
die Bruchspannung, =, - предельное (разрушающее)напряжение
der Bruchstein, -s, -e карьерный камень, бутовый камень
die Brücke, =, -n мост
D
der Dachboden, -s, -böden чердак
die Dachdeckung, =, -en кровельное покрытие
das Dachgeschoss, -es, -e чердак, мансардный этаж
die Dachhaut, =, -häute кровля
die Dämmung, =, -en изоляция
die Dampfdichtheit, =, - плотность пара
die Dauerhaftigkeit, =, - долговечность, выносливость, прочность
der Deckenbalkenkopf, -(e)s, -köpfe торец балки перекрытия
der Deckmantel, -s, -mäntel покрытие
definieren определять
die Dielung, =, -en пол, настил
die Dichte, =, - плотность
die Dichtung, =, -en уплотнение, прокладка, набивка, сальник
die Dimension, =, -en размер, масштаб
das Ding, -es, -e вещь
der Draht, -(e)s, Drähte проволока
drehbar вращающийся, поворотный
druckbeansprucht напряжённый при сжатии
die Druckdifferenz, =, -en разность, перепад давлений
druckfest прочный при сжатии
die Druckfestigkeit, =, - прочность при сжатии
die Druckkraft, =, -kräfte сжимающая сила
das Druckverhältnis, -es, -se соотношение давлений
die Druckverteilung, =, -en распределения давления
dünnwandig тонкостенный
der Durchschnitt, -(e)s, -e сечение
durchsichtig прозрачный
E
echt настоящий
das Eigengewicht, -es, -e собственный вес
die Eigenlast, =, -en собственный вес
einbetten укладывать, заделывать
die Eindeckung, =, -en укрытие
eindiffundieren проникать
eindringen (drang ein, eingedrungen) проникать, вторгаться
der Einflu
β
, -es, -flüsse влияние
einfügen вставлять, вкладывать
die Einhaltung, =, -en соблюдение
der Einkornbeton, -s, - бетон с многофракционным заполнителем
einrammen забивать (сваи)
einreichen подавать, вносить
der Einschnitt, -(e)s, -e разрез, насечка, перен.перелом
die Einsparung, =, -en экономия
einstufen распределять по категориям
das Eisen, -s, - железо
die Empfindlichkeit, =, -en чувствительность
entflammbar воспламеняемый
entgegenwirken противодействовать
entsorgen устранять, ликвидировать
der Entwurf, -s, -würfe проект, эскиз
entzuendbar воспламеняющийся
der Erdaushub, -(e)s, -hübe выемка почвы
das Erdreich, -es, -e почва, грунт
erfassen хватать; понимать; регистрировать
erhärten затвердевать
die Erhärtung, =, -en затвердевание
der Erhärtungsvorgang, -(e)s, -gänge процесс затвердевания
erheblich значительный
ermitteln выяснять, устанавливать, определять
das Erscheinungsbild внешний вид
erstarren затвердевать, схватываться
der Erzzement, -(e)s, -e рудный цемент
die Etablierung, =, -en открытие
F
die Facette, =, -n грань; фаска
die Fähigkeit, =, -en способность
der Fehlboden, -s, -böden чёрный пол
der faserverstärkte Kunststoff, -(e)s, -e стеклопластик
die Festigkeit, =, -en прочность, устойчивость
die Feuchte, =, - сырость, влажность
feuerfest огнестойкий, огнеупорный
feuerhemmend огнезадерживающий
der Feuerwiderstand, -es, -stände огнестойкость
flach плоский
das Flächentragwerk, -s, -e складчатая (пространственная) конструкция
die Flachgründung, =, -en фундамент мелкого заложения
das Flechten, -s, = плетение
das Fließband, -(e)s, -bänder конвейер
die Fließfertigung, =, -en поточное производство
fluessig жидкий
die Folie, =, -n фольга, полиэтиленовая плёнка
das Format, -(e)s, -e размер
die Fuge, =, -n шов, стык
der Füllkörper, -s, = заполнитель, наполнитель
der Füllstoff, -s, -e заполнитель
das Fussbodenbelagsmaterial, -s, -ien материал для настила
der Fusspunkt, -es, -e основание
G
Gängig распространённый, общепринятый
die Gebäudeausrüstung, =, -en оборудование здания
gebrannt обожжённый
die Gebrauchsfähigkeit, =, - готовность к эксплуатации
gebrauchstauglich пригодный к использованию
die Gebrauchstauglichkeit, =, - эксплуатационная пригодность
dicht gedrängt плотно расположенный
das Gefälle, -s, = перепад
gekrümmt изогнутый
gemauert кирпичный
das Gemenge, -s, = смесь
geneigt наклонный
gepflastert мощёный
gering незначительный, малый
das Gerippe, -s, = (das Skelett) каркас
sich gesellen присоединяться
der Gesellschaftsbau, -(e)s, -ten строительство общественных зданий,
общественное здание
das Gesims, -es, -e карниз
gespalten расщеплённый
gestalterisch внешне
die Gestaltung, =, -en оформление
gewaltig мощный
das Gewebe, -s, = ткань
das Gewicht, -es, -e вес
das Gewölbe, -s, = свод
gießbar литой
die Gitterschale, =, -n решётчатый свд
der Glasblock, -s, -blöcke стеклоблок
glasfaserarmiert армированный стекловолокном
die Gleichförmigkeit, =, -en однообразие
gleichmaessig соразмерный, равномерный
gleichwertig равноценно
die Gliederung, =, -en разделение
die Glühlampe, =, -n лампа накаливания
greifen (griff, gegriffen) 1.хватать(ся), брать;
2.прибегать, прибегнуть
großflächig обширный
die Grossplattenbauweise, =, -en крупнопанельное строительство
die Grosstafelbauweise, =, -n метод крупнопанельного строительства
groesstmöglich максимальный
der Grundbau, -(e)s, -ten фундаментостроение
die Grundierung, =, -en грунтовка
die Gründung, =, -en фундамент, закладка
das Grundwasserverhältnis, -es, -se соотношение грунтовых вод
das Gusseisen, -s, - чугун
H
die Haftfestigkeit, =, - прочность сцепления
die Haftung, =, -en сцепление, прилепание
das Hallenschiff, -(e)s, -e пролёт
der Hammer, -s, Hämmer молот
das Hängedach, -es, -dächer подвесная крыша
das Harz, -es, -e смола
das Haupttragwerk, -s, -e главная несущая конструкция
der Hausschwamm, -s, -schwämme домовый гриб
der Hebezeug, -(e)s, -e подъёмный механизм
die Herstellung, =, -en изготовление, производство
hervorbringen производить, порождать
hindurchlassen пропускать
die Hitzebeständigkeit, =, - жаропрочность, жароупорность
der Hochbau, -(e)s, -ten строительство высоких сооружений;
высокое здание
der Hochofen, -s, -oefen доменная печь
hochwertig высококачественный
der Hohlraum, -s, -räume полость, полое пространство
hohlraumreich содержащий пустоты
der Hohlziegel, -s, = пустотный кирпич
die Holzbalkendecke, =, -n перекрытие с деревянными балками
die Holzeinbauten деревянные элементы
die Holzfaserplatte, =, -n деревяноволокнистая плита
die Holzspanplatte, =, -n древесностружечная плита
der Hufeisenwirbel, -s, = подковообразный вихрь
die Hülle, =, -n покров, покрытие
der Hüttenbims, -es, -e теромзит
der Hüttenbimsbeton, -s, - теромзитовый бетон
der Hüttenzement, -(e)s, -e шлакопортландцемент
I
die Industriehalle, =, -n промышленное здание
der Innenаnstrich, -es, -e внутренняя окраска
der Innenausbau, -(e)s, -ten внутренняя отделка
die Innenwandplatte, =, -n плита внутренней стены
die Installation, =, -en сантехническое и электрооборудование;
монтаж, установка
die Instandsetzung, =, -en ремонт
die Integritätsprüfung, =, -en проверка целостности
die Ionenleitung, =, -en ионная проводимость
die Investition, =, -en капиталовложения
K
der Kalk, -s, -e известь
kalkhaltig содержащий известь
der Kalkstein, -(e)s, -e известняк
die Kaltbiegsamkeit, =, - сгибаемость в холодном состоянии
die Kante, =, -n край, ребро, грань
die Kantenlänge, =, -n грань
der Kehlbalken, -s, = наслонное стропило; затяжка
kennzeichnend характерный, типичный
die Kernbohrung, =, -en горн. колонковое бурение
der Kies, -es, -e гравий
der Kipper, -s, = самосвал
klaffen зиять
klären выяснять
die Klempnerarbeit, =, -en жестяная работа
knapp скудный, ограниченный
die Kohlefaser, =, -n углеродное (угольное) волокно
kommunizierend сообщающийся
komplett полный, комплектный
konventionell общепринятый, обычный
das Korn, -(e)s, -er зерно, гранула
die Korngrösse, =, -n крупность, размер зёрен
die Korngrössenverteilung гранулометрический состав
(Kornzusammensetzung), =, -en
korrodierend корродирующий
die Korrosionsbeständigkeit, =, - коррозийная стойкость
kostspielig дорогостоящий
die Kranbahnanlage, =, -n подкрановый путь
krumm кривой
das Kühlhaus, -es, -häuser холодильник
das Kupfer, -s, - медь
die Kuppel, =, -n купол
L
das Lagenholz, -es, -hölzer слоистая древесина
der Lagerplatz, -es, -plätze складская площадка
die Lagerung, =, -en хранение
die Lamelle, =, -n ламель, металлическая тонкая пластина
die Längskraft, =, -kräfte продольное усилие, осевая сила
die Lasche, =, -n накладка
der Lasteintrag, -(e)s, -einträge загрузка
die Laststufe, =, -n степень нагрузки
die Lebensdauer, =, - долговечность
das Leck, -(e)s, -e течь, пробоины
die Legierung, =, -en сплав
der Lehm, -s, -e глина
der Lehrbogen, -s, -bögen калиберная арка, свод
die Leistung, =, -en прокладка проводки
die Leitungsverlegung, =, -en выработка
das Lichtband, -es, -bänder световая полоса
lichtdurchlässig прозрачный
das Lignin, -s, - лигнин
der Lochziegel, -s, =дырчатый, пустотелый кирпич
das Lockergestein, -s, -e рыхлая (горная порода
lockern разрыхлять
die Lösung, =, -en раствор
lotrecht вертикальный,
die Low-Strain [lou-strein] Integritätsprüfung проверка целостности без
деформации
luftdicht герметический
die Luftdichtigkeit, =, - герметичность
die Luftfeuchtigkeit, =, - - влажность воздуха
die Luftströmung, =, -en воздушное течение
M
der Mangel, -s, Mängel недостаток, дефект
mannigfaltig разнообразный
die Matrix, =, -zen oder -zes матрица
die Matte, =, -n холст
das Mauerwerk, -(e)s, -e каменная, кирпичная кладка
der Mauerziegel, -s, = строительный кирпич
meißeln долбить, высекать
meistern овладевать, осваивать; справляться
das Messrohr, -s, -e измерительная труба
die Mischbarkeit, =, - способность смешиваться, смешиваемость
der Mönch, -es, -e желобчатая черепица
Mönch und Nonne попеременное расположение черепиц
(выпуклостью вверх и вниз)
der Mörtel, -s, = строительный рас
das Myzel, -s, -lien мицелий, грибница
N
nachträglich дополнительно
der Nagel, -s, Nägel гвоздь
die Neigung, =, -en покатость, скат; уклон
die Niete, =, -n заклёпка
die Nietverbindung, =, -en заклёпочное соединение
der Nutzer, -s, = пользователь
die Nutzungseigenschaft, =, -en эксплуатационное качество
O
der Ölschieferzement, -(e)s, -e цемент с добавлением и золы горючих сланцев
das Optimum, -s, - оптимальное значение
der Ortbeton, -s, - монолитный бетон
ortsfest стационарный, неподвижный
die Oxidation, =, - окисление
P
der Pfahl, -s, Pfähle свая
das Pfahlfundament, -(e)s, -e свайный фундамент
der Pfahlkopf, -es, -köpfe наголовние (оголовник) сваи
die Pfanne, =, -n голландская черепица
der Pfeiler, -s, = столб, опора, колона
das Pfeilerfundament, -(e)s, -e столбчатый фундамент
das Pfettendach, -es, -dächer бульдозер
die Planierraupe, =, -n крыша с наклонными стропилами
die Platte, =, -n плита, панель
die Plattenbauweise, =, -n панельный метод строительства
das Polyesterharz, -es, -e полиэфирная смола
die Polyesterplatte, =, -n плита из полиэстера
die Polyestertafel, =, -n панель из полиэстера
der Porensinter, -s, - керамзит
porös = porig пористый
prägen накладывать (свой) отпечаток
die Primärkonstruktion, =, -en первичная конструкция
die Pultrusion пультрузия, процесс получения
одноосноориентированного волокнистого
пластика
pulverförmig порошкообразный
der Putz, -es, -e штукатурка
die Putzschicht, =, -en штукатурка
Q
das Quell- und Schwindmaß, -es, -e степень набухания и усыхания (древесины)
der Quellzement, -(e)s, -e расширяющий цемент
der Querschnitt, -s, -e поперечное сечение, профиль
die Querschnittstreue, =, - точность поперечного сечения
die Querwand, =, -wände поперечна стена
R
die Ramme, =, -n трамбовка, копёр
der Rammpfahl, -s, -pfähle свая, эстакадный столб
die Randzone, =, -n краевая (наружная) зона
die Raumaufteilung, =, -en планирование помещения, распределение
die Raumbeständigkeit, =, - постоянство объёма, сохранение объёма,
равномерность изменения объёма
die Raumzelle, =, -n объемный элемент, блок квартира
die Raumzellenbauweise, =, -n объемноблочное домостроение
die Reinheit, =, -en чистота
die Reißfestigkeit, =, - предел прочности при растяжении
der Riegel, -s, = задвижка, засосов, запор; ригель
die Rippendecke, =, -n ребристое перекрытие
der Riss, -es, -e трещина
der Rohbau, -(e)s, -ten монтаж здания , строительство без отделочных работ
die Rohdecke, =, -n несущее перекрытие
die Rohdichte, =, -en объемный вес
der Rohr, -s, -e труба
der Rohstoff, -(e)s, -e сырье
die Rolle, =, -n ролик, каток, рулон
rostfarben цвет ржавчины
das Rütteln, -s, - вибрирование, вибрация
S
die Sanierung, =, -en санация
das Satteldach, -(e)s, -dächer двускатная крыша
die Sauberkeitsschicht, =, -en выравнивающий слой
der Sauerstoff, -s, - кислород
die Säule, =, -n колонна, опора
die Säure, =, -n кислота
der Säureschutz, -es, - защита от кислоты
der Schaden, -s, Schдden вред, ущерб; повреждение
der Schädlingsbefall, -s, -befälle пораженность вредителям
die Schale, =, -n оболочка, свод-оболочка
die Schalldämmung, =, -en звукоизоляция
die Schalung, =, -en опалубка, обшивка досками
der Schaumgips, -es, -e пеногипс
der Schiefer, -s, = шифер
die Schindel, =, -n кровельная дрань
der Schlackenbeton, -s, - шлакобетон
schlagzäh ударопрочный
das Schleudern, -s, - фуговка, фугование
schmelzen плавить, плавиться
die Schnecke, =, -n шнек, винтовой конвейер
der Schornstein, -s, -e труба(дымовая)
der Schotter, -s, = щебень
die Schraube, =, -n винт, болт, шуруп
schubfest прочный на сдвиг
die Schubkraft, =, -kräfte усиление сдвига, сила тяги
die Schubspannung, =, - напряжение сдвига
schuppenartig чешуйчато
die Schüttung, =, -en насыпка, засыпка
die Schwingung, =, -en колебание, вибрация
der Seil канат, трос
das Seilsystem, -s, -e канатная система
das Seitenteil, -s, -e боковина
selbsttragend несущий
senkrecht вертикальный
sintern спекаться, ошлаковаться
die Skelettbaukonstruktion, =, -en каркасная строительная
конструкция
die Skelettbauweise, =, -n каркасное строительство
die Sorgfalt, =, - тщательность, точность
das Spannbett, -es, -en стенд для изготовления
предварительно напряжённых
железобетонных элементов
die Spannung, =, -en напряжение
der Spannungszustand, -es, - напряжённое состояние
die Spannweite, =, -n ширина пролёта, расстояние между
опорами
der Sparren, -s, = стропило
der Speicher, -s, = склад, хранилище
der Speicherraum, -(e)s, -räume чердак
die Sperre, =, -n заграждение
der Splitt, -(e)s, -e заграждение
der Splittbeton, -s, - шплит, мелкий щебень
das Sprengwerk, -(e)s, -e бетон с заполнителем из мелкого щебня
der Stab, -(e)s, Stäbe стержень
der Stahlbeton, -s, - железобетон
der Stahldraht, -(e)s, -drähte стальная проволока
der Stahlstab, -(e)s, -e стальной арматурный стержень
die Stahlsteindecke, =, -n армокаменное перекрытие
stammen vi происходить
der Stampfbeton, -s, - трамбованный бетон
die Standsicherheit, =, -en устойчивость
steif жесткий
die Steifigkeit, =, - жёсткость
steigen повышаться
steigern повышать, увеличивать
das Steildach, -(e)s, -dächer крутая крыша (со скатами)
das Steinholz, -es, -hölzer ксилолит
der Steinrost, -es, -e решётка, стеллаж из камней
das Sternholz, -es, -hölzer слоистая древесина с лучевым
расположением волокон
die Stosswellenmethode, =, -n ударно-волновой метод
die Strahlengefährdung, =, -en опасность излучения
die Strahlung, =, -en излучение
das Strangziehverfahren, -s, = способ протяжки (вытяжки),
фильерный способ (получения
стекловолокна)
das Streifenfundament, -s, -e ленточный фундамент
das Stroh, -s, - солома
das Strömungsverhältnis, -es, -se условие обтекания
der Stuhl, -s, Stühle (висячая) стропильная конструкция
die Stütze, =, -n опора
die Stützweite, =, -n пролёт (между опорами)
T
die Tatsache, =, -n факт
der Teer, -s, -e смола, дёготь
das Teeröl, -s, -e дегтярное масло
die Teilmontagedecke, =, -n не полносборное перекрытие
die Temperierung, =, - выдерживание при определённой
температуре
die Toleranz, =, -en допуск. выносливость
der Ton, -(e)s, Töne глина
der Tonerdeschmelzzement, -(e)s, -e глиноземистый плавленый цемент
der Träger, -s, = несущая конструкция, ферма, балка
tragfähig грузоподъёмный
die Tragfähigkeit, =, -en несущая способность
das Tragverhalten, -s, - опорные параметры
das Tragwerk, -es, -e несущая конструкция
die Tragwirkung, =, -en несущее действие
der Trakt, -es, -e флигель, секция
das Tränkbad, -(e)s, -bдder пропиточная ванна
das Tränken, -s, - пропитывание
die Trennwand, =, -wände перегородка
das Treppenhaus, -es, -häuser лестничная клетка
der Turmdrehkran, -s, -e oder -kräne башенный поворотный кран
U
die Überbeanspruchung, =, -en перегрузка
übergreifen охватывать
der Übergriff, -s, -e распространение
überladen перегруженный, тяжёлый
überspannen покрывать
überstehen выдерживать, переносить
die Überströmung, =, -en переток, перетекание
überwiegend преимущественно
der Ultraschall, -s, -e oder -schaelle ультразвук,
die Umfassung, =, -en ограда
umsetzbar передвижной, переставляемый
die Umsetzbarkeit, =, -en перемещение, перекладка
umsetzen перемещать, преобразовывать
die Umströmung, =, обтекание
unbelüftet непроветриваемый
unbeständig неустойчивый
ungebrannt необожжённый
ungesättigt ненасыщенный
die Unterdecke, =, -n подвесное перекрытие,
подвесной потолок
der Unterdruck, -s, -drücke пониженное давление, вкуум
untergeordnet второстепенный
der Unterhaltungsaufwand, -es, - расходы по текущему ремонту,
эксплуатационные расходы на
обслуживание
unterordnen подчинять
unterspannt с минимальным напряжением
der Unterzug, -es, -züge прогон, балка
V
verankern закреплять. фиксировать
die Verarbeitung, =, -en переработка
verbaut плохо (неправильно) построенный,
использованный
die Verbundbauweise, =, -n составная конструкция
der Verbundstoff, -(e)s, -e комбинированный материал
die Verbundswirkung, =, -en совместная работа объединённых
элементов
die Verdichtung, =, -en сжатие, компрессия
die Verdrängung, =, -en замещение, вытеснение,
перколяция
veredelt улучшенный
die Verformbarkeit, =, -en деформируемость, пластичность
die Verformung, =, -en деформация, деформирование
verfügen über Akk. располагать чем-либо
das Verhalten, -s, = поведение, состояние, режим,
характеристика
die Verkehrslast, =, -en временная, динамическая нагрузка
verkitten vt замазывать
der Verlauf, -(e)s, -läufe ход, течение, характер
verleihen (verlieh, verliehen) придавать
die Vermessung, =, -en измерение, нивелирование
verputzen штукатурит
verringern сокращать, уменьшать
versiegeln заполнять, запечатывать
die Versiegelung, =, -en (плотная) заделка
vervollkommnen совершенствовать
verwittert ветхий, обветренный
verzinkt оцинкованный
vielfältig разнообразный
die Volldecke, =, -n массивное перекрытие
die Vollmontagedecke, =, -n полносборное перекрытие
der Vollquerschnitt, -(e)s, -e полное поперечное сечение
die Vollsprossenkonstruktion, =, -en решётчатая конструкция
vorantreiben (trieb voran, vorangetrieben) ускорять
das Vordach, -es, -dächer навес
das Vorfeld, -es, -er подготовительная стадия, этап
die Vorfertigung, =, -en заводское изготовление
der Vorfertigungsgrad, -es, - коэффициент сборности
die Vorgabe, =, -n заданная величина
der Vorgang, -(e)s, -gänge процесс
vorgefertigt заводского изготовления,
сборный
vorgehängt навесной
die Vorhangwand, =, -wände навесная стена
vorherrschen господствовать. преобладать
vor Ort в забое
der Vorplatz, -es, -plätze крыльцо
vorspannen предварительно напрягать,
натягивать
W
waagerecht горизонтальный
das Walmdach, -es, -dächer вальмовая (четырёхскатная)
крыша
das Walzblech, -es, -e прокатная жесть
sich wandeln изменяться
die Warmbiegsamkeit, =, - сгибаемость в тёплом состоянии
die Wärmedämmung, =, - теплоизоляция
die Wärmeleitfähigkeit, =, -en теплопроводность
der Wärmeschutz, -es, -e теплоизоляция, теплозащита
die Wartung, =, -en техническое обслуживание
der Wartungsbedarf, -s, - необходимость в обслуживание
wasserbeständig водостойкий
der Wegfall, -s, - отсутствие
weichen уступать
der Weichmacher, -s, = мягчитель, пластификатор
die Weiterleitung, =, -en передача
der Wellaluminium, -s, - гофрированный алюминий
der Wellasbestzementbeton, -s, - волновой асбестный цементный
бетон
das Wellblech, -es, -e волнистое (гофрированное)
железо
werkstoffgerecht соответствующий особенностям
материала
das Wickeln, -s, - наматывание
das Widerlager, -s, = опора,упор
widerstandsfähig способный сопротивляться,
стойкий
die Widerstandsfähigkeit, =, -en сопротивляемость, устойчивость
die Wiederverwendbarkeit, =, - пригодность для повторного
использования
winddicht герметичный
wirtschaftlich рентабельный, экономичный
dieWirtschaftlichkeit, =, - экономичность
die Witterungseinflüsse атмосферные воздействия
der Wohnbau, -(e)s, -ten жилищное строительство,
жилое здание
sich wölben искривляться, изгибаться
Z
das Zahnrad, -s, -räder зубчатое колесо, шестерня
der Zementbrei, -(e)s, - цементное тесто
die Ziegelbauweise, =, -n кирпичный метод строительства
die Ziegelei, =, -en кирпичный завод
der Ziegelsplittbeton, -s, - бетон с заполнителем из
кирпичного щебня
der Zimmermann, -(e)s, -leute плотник
der Zug, -es, Züge струя; тяга
die Zugfestigkeit, =, - прочность на растяжение
das Zugglied, -es, -er растягивающий элемент
die Zugkraft, =, -кräfte сила тяги
die Zugspannung, =, - напряжение на растяжение
die Zugzone, =, -n зона растяжение
die Zulassung, =, -en допуск к эксплуатации
zum Vermauern для кладки (кирпичной)
zurückhalten удерживать
zurükckschneiden подрезать
zulassen допускать
die Zusammensetzung, =, -en состав; сборка, составление
der Zusatz примесь, добавка
das Zusatzmittel, -s, = заполнитель
der Zuschlag, -s, -schläge добавка, присадка, заполнитель
der Zuschlagstoff, -(e)s, -e добавка, примесь, заполнитель
zusetzen добавлять, прибавлять
die Zweckbestimmung, =, -en целевое назначение
zwingend настоятельный, неоспоримый
der Zwischenraum, -s, -räume промежуточное пространство
die Zwischenwand, =, -wände перегородка, простенок
Quellennachweis
1. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 1.
2. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 2.
3. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 7.
4. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 8.
5. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 9.
6. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 10.
7. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift für Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 11.
8. Deutsche Bauzeitung. Zeitschrift fьr Architekten und Bauingenieure. –
Deutsche Verlags-Anhalt: Stuttgart. – 2004. – № 12.
9. Zilch K. Handbuch fьr Bauingenieure: Technik. – Springer: Berlin. – 2001.
10. Baustoffkunde: fьr Ausbildung und Praxis / Hans Backe Wolfram Hiese,
Rolf H. Moehring. – Werner Verlag: Neuwied. – 2005.
11. Wilhelm Scholz, Harald Knoblauch, Wolfram Hiese. Baustoffkenntnis. –
Werner Verlag: Neuwied. – 2007.
12. Бондарева, В.Я. Немецкий язык для технических вузов /
В.Я. Бондарева, Л.В. Синельщикова, Н.В. Хайрова. – Москва – Ростов-на-
Дону: «МарТ», 2005.